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Studie zu ausländischen Pflegekräften: Arbeiten unter Wert
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Sie fühlen sich schlecht behandelt und oft missverstanden: Zwischen ausländischen Pflegekräften und deutschen Kollegen kommt es immer wieder zu Konflikten. Die Probleme sind jedoch nicht kulturell bedingt.

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christianbecker498 02.03.2019, 02:49
10. geht nicht nur auslaendischen pflegekraeften so...

..pflegekraefte sind im allgemeinen ueberfordert zu schecht bezahlt und im dauerstress! die herkunft ist da ganz egal! krankenschwester ist das eine - pflegekraft was anderes-! wer gut pflege fuer siene eltern will , wenn er sie ned selbst leistne kann, dann wirds teuer! und meisst sparen die heime am personal, d.h. das medikamenten -mangament ist meisst grausam! schlaf und andere " beruhingsgs mittel" aufm taeglischen spuelzettel hauptsach um 2100 ist ruhe usw! aber wer gute pflege will braucht ausgebildetes personal , was auch dementschprecend bezahlt werden muss und soll!!! aber da haperts halt! lieber noch 5 jahre auf die a 400 warten...und dannhaben wir nen flieger der nen panzer von a nach b fliegen kann......

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annanurse 02.03.2019, 03:36
11. ausländische Pflegekräfte woanders

Ich arbeite seit einiger Zeit in Neuseeland als 'Registered Nurse'. Mit Schweizer Pflegediplom und Bachelor in Nursing Science von der Basler Uni, seit 2000 möglich. (Die deutsche Verhältnisse kenne ich nur aus Erzählungen von deutschen Arbeitskolleginnen.) Da Neuseeland selbst nur Bachelor Pflegende ausbildet, hätte ich ohne den meinen keine Chance gehabt. Zusätzlich zu den ganzen administrativen Herausforderungen habe ich aber meine Englischkenntnisse beweisen müssen, mindestens Level 7 (von 9) im IELTS Test, akademische Version und ich musste einen 3-monatigen Kurs vor Ort besuchen, der einerseits meine Fachkenntnisse stichprobenartig überprüfte als auch eine Einführung in hiesige Gesundheitswesen gab. Alle Kosten inklusive Flug, Kurs, Kost, Logis natürlich von mir getragen. Ich muss aber auch sagen, dass die Pflegenden hier fachlich sehr kompetent sind, regelmässige Weiterbildungen sind Pflicht, und alle Arbeiten machen, die anfallen. Der Stellenschlüssel ist besser und die Wertschätzung gegenüber dem Pflegepersonal deutlich höher als in der Schweiz.

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casbavaria 02.03.2019, 06:29
12. Anpassen heisst das Zauberwort

Wer in einem anderen Land arbeiten möchte, muss
- sich vorher informieren, was von ihm erwartet wird und wie kulturelle Gegebenheiten sind
- die Landessprache lernen und nicht erwarten, dass die anderen seine Sprache sprechen
- sich im Land an örtliche Gegebenheiten und Sitten anpassen

Zumindest habe ich das immer so gehalten bei meinen Jobs im Ausland - und es hat funktioniert! Wer das nicht kann oder möchte, ist am falschen Einsatzort.
Und wer eben kein deutsch kann (was üblicherweise auch von den Patienten gesprochen wird) oder z.B. keine "niederen" Tätigkeiten übernehmen will, ist am falschen Arbeitsplatz.

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quark2@mailinator.com 02.03.2019, 06:42
13.

Es ist aus vielen Gründen nicht wünschenswert, daß man in DE als hießiger Bürger von ausländischen Pflegekräften gepflegt werden muß. Das fängt mit der Sprach- und Kulturbarriere an und endet damit, daß diese Pflegekräfte in ihren Heimatländern fehlen. Pflege ist eine sehr persönliche Leistung und sollte doch wohl innerhalb eines Volkes erbracht werden können und, ja, mMn. auch müssen. Dies gegen (schlechtes) Geld an Ausländer abzugeben zeigt für mich einen Niedergang der Moral in diesem Land, einhergehend mit der jahrzehntelangen Kinderarmut, welche leider auch zeigt, wie kurzsichtig und mit den falschen Zielen die Politik hier agiert. Und bevor hier die üblichen Reflexe kommen: Mir geht es hier nicht um eine ausländerfeindliche Position. Das sind nette Menschen, die aufopferungsvoll und kompetent ihren Job machen. Da habe ich keinen Zweifel.

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malanda 02.03.2019, 06:53
14. Deutsch können und Deutsch können ...

... sind zwei verschiedene paar Stiefel, mindestens aus Sicht von Heimbewohnern, aber wohl auch im Krankenhaus.

Gerade ältere Menschen sind auf ein Verstandenwerden und leichtes Verstehen-können angewiesen. Wir haben hier ein Heim, in dem viele Kräfte mit tschechischem Hintergrund arbeiten - die Aussprache ist sehr hart und man tut sich schon als nicht eingeschränkter Besucher schwer, diese Kräfte zu verstehen.

Ein älterer Mensch hat im Idealfall einen dialektsprechenden Ansprechpartner - erst im Kopf sortieren müssen, was die Pflegekraft wohl sagen will, ist ein großes Hindernis.

Ja - Spiegeleix (6) sagt auch das: Es fehlen Pflegekräfte. Mehr Pflegekräfte mindern die Gewinnmarge der Betreiber. Trotzdem muss mehr Geld in diesen Bereich - 60 Mrd sollen künftig in den Verteidigungshaushalt ... es braucht eine solidere Besteuerung, keine Streicheleinheiten für Lobbyistenvereine. Und dann eine stärkere Förderung in sozialen Bereichen.

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women_1900 02.03.2019, 07:26
15. Renditeobjekt Menschen

Deutschland ist auf Rendite getrimmt. Ab der Zeugung und über den Tod hinaus, ist alles dem "Gott" Rendite unterworfen. "Geld verdienen mit Pflege
Noch nie haben so viele Investoren Pflegeheime gekauft wie heute. Gerade für ausländische Geldgeber sind sie verlässliche Investments. " https://www.zeit.de/wirtschaft/2018-06/altenpflege-pflegeheime-betreiber-private-investoren
und nur deshalb gibt es den Pflegekräftemangel, den Facharbeitermangel - billigste Kräfte aus dem Ausland müssen dafür sorgen, dass Löhne & Gehälter in Deutschland weiterhin niedrig gehalten werden. Wo bleibt in Deutschland der Aufschrei, dass die Länder aus denen Billigstkräfte abgeworben werden, ausgebeutet werden?

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juba39 02.03.2019, 07:48
16. Ist noch lange nicht alles

Hier wird viel über die Unterschiede von MA aus unterschiedlichen Kulturen debattiert. Nun suche ich deshalb diesen z.B. zwischen Brandenburg und Niedersachsen. Warum? Wenn bei einem deutschlandweit tätigen Träger, bei gleicher Qualifikation wohlgemerkt, der Kollege in Brandenburg nur ca 60% des Gehalt seines Kollegen in Niedersachsen bekommt, hat das wenig mit Kultur, Sprache, oder was auch immer, zu tun.

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dipl.inge83 02.03.2019, 08:23
17. Deutschland

Fachkräfte aus dem Ausland zu holen für Jobs die hier keiner mehr machen will, wird immer eine Sackgasse bleiben, egal ob Pflege, Handwerk, Gastronomie oder sonst was. Die Leute sind nicht blöd und merken schnell was nicht passt. Ein befreundeter Fliesenleger bekommt jetzt als Bandarbeiter in der Industrie etwa das doppelte Netto. Er mag seinen ursprünglichen Job, kann sich aber nicht leisten ihn auszuüben. Meine ausländischen Kollegen haben mit den Geflogenheiten am deutschen Arbeitsmarkt auch regelmäßig Probleme: hohe Differenz zwischen Brutto und Netto, Aufgaben weit unterhalb der eigenen Qualifikation, leere Versprechen bzgl. der Entwicklungsmöglichkeiten. Komischerweise haben die biodeutschen Kollegen da nicht so hohe Ansprüche, obwohl sie das genau so betrifft. Wir müssen eben alle unseren Beitrag zur internationalen Wettbewerbsfähigkeit leisten.

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elisab 02.03.2019, 08:25
18. Wandel des Systems

Was sind denn Ansätze, die sich einer Weiterverfolgung lohnen?
- die Aufgabe eines wirtschafts- und gewinnorientierten Kranken- und Pflegesystems
- eine Aufwertung der Pflegerischen Tätigkeit in sowohl monetärer als auch qualitativ sich in der Arbeit und Perzeption spiegelnder Form, sodass die Arbeit dort attraktiv und angesehen ist
- ein anderes Arbeitsklima an Krankenhäusern, in dem Ärzte nicht die Götter in Weiß sind, sondern das Pflegepersonal als das geschätzt wird, was es ist: essentiell für das Wohlbefinden, Heilung, Versorgung, Ansprechpartner, Seelsorger
- die Erkenntnis dieser Stärke und des Potentials dieses Berufsstandes positiv eingesetzt und nicht „verwahrend“


P.S. Es ist gut und entlieh herausgearbeitet worden, woher diese Irritationen kommen und dass sie NICHT einer kulturellen Basis entspringen. Also bitte keine künstliche Konstruktion in die Richtung vornehmen und bei der Sache bleiben.

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muchacho80 02.03.2019, 09:19
19. Nachgeprüft

In Deutschland muss doch eine nichtEU-fachkraft nachgeprüft werden! Zwar nur durch die lokale Fachschule und nicht von Landesweite wie bei einheimischen Lehrlingen, aber doch mit vorgeschriebener Sprachausbildung und Praxisstundennachweis. Das sind doch Kriterien, welche die angesprochenen Defizite -bei verantwortungsvoller Prüfungsabnahme vorausgesetzt- obsolet machen. Da aber oft durch Schulen geprüft wird, die in direkter Zusammenarbeit mit der entsprechenden Klinik steht, kommt es natürlich zu unangemessenen Handlungsfreiräumen der Prüfenden Lehrer, falls diverse Stellen unbedingt besetzt werden müssen. Alles in Allem liegen den Unternehmen alle Intrumente zur Hand, um Ausländische Fachkräfte ihrer Qualifikation entsprechend einzustellen.
Bei EU-fachkräften wird allerdings nichts geprüft! Also nicht pauschalisieren, sondern recherchieren!

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