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Studie zu Homeoffice: Väter nehmen sich nicht mehr Zeit für ihre Kinder, selbst wenn
DPA

Väter machen Überstunden, Mütter auch - doch die kümmern sich auch noch um die Kinder. Eine Studie zeigt: Homeoffice und flexible Arbeitszeiten belasten Eltern. Und sie verstärken das Ungleichgewicht.

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dr.eldontyrell 05.03.2019, 15:39
50. Hihi!

Und all den Skeptikern sei gesagt: Man schließt immer von sich auf andere. Ich habe es erlebt, dass "Frühstücksdirektoren" mächtig Angst vor Homeoffice hatten. Klar, sie schlossen von der eignen Faulheit auf ihre Mitarbeiter. Einem fleißigen Chef ist das egal. "Get the job done!" ist da das einzige Argument.
Also, viel Spaß beim Pendeln!

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sa7ra9 05.03.2019, 16:09
51. X

Man kann es ja in Zukunft wie bei den Kücken machen, die XY Träger werden direkt aussortieren. Vlt. kann man ja noch eine Quote für, die eignen 4 Wände durchsetzen ... Das immer mehr zunehmende Männer Bashing ist langsam wirklich erschreckend.

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Freier.Buerger 05.03.2019, 16:15
52.

Zitat von omop
ich vermisse in dem Artikel die Rolle des Kindes..wie zufrieden ist das Kind? Vielleicht kann mir die Autorin auch mal erklären, wie man im HomeOffice länger arbeitet und sich noch mehr um sein Kind kümmert? Führt nicht auch das zu mehr Stress? Weniger arbeiten bzw. das ein Elternteil die ersten Jahre ganz für die Familie bzw. die Kinder zuständig ist, dürfte für alle die entspannteste, harmonischste Variante sein..vor allem bringt sie dem Kind die meiste Zeit! Aber leider machen wir ja immer mehr Schritte hin zu DDR 2.0.-Verhältnissen: demnächst geben wir die Kinder unter der Woche noch ganz ab und dürfen sie dann vielleicht am Wochenende mal sehen, aber nur wenn man sich staatskonform verhalten hat. *Ironiemodus aus*
Die Frage nach der Rolle des Kindes habe ich mir auch gestellt allerdings aus anderen Gründen.
Ich glaube, für die Kinder ist es ein Glück, dass die Väter sich ein wenig zurücknehmen mit knapp 13h Betreuungszeit. Würden sich die Väter genauso lange um ihre Kinder kümmern wie die Mütter, dann hätten die Kinder ja überhaupt keine Freizeit mehr.

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Crom 05.03.2019, 16:41
53.

Nur weil an erwerbsfreien Tagen die Frauen angeblich mehr Hausarbeit machen, sagt das ja nichts über die Woche aus, vor allem wenn die Frauen ja häufiger in Teilzeit arbeiten. Darüber hinaus, stellt sich auch die Frage, was als Hausarbeit gewährleistet wird. Es gibt ja viele Tätigkeiten, die nicht unter klassischer Hausarbeit fallen. Ich z.B. mache die Steuererklärung für meine Frau und mich. Ist das auch Hausarbeit? Es kostet auf jeden Fall Zeit.

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Crom 05.03.2019, 16:43
54.

Zitat von timtom2222
Wer sagt das die Home Office Leute immer Arbeiten, nur online ist nicht gleich arbeiten.
Zudem spart der Arbeitnehmer beim Home-Office ja noch die Zeit für den Arbeitsweg ein, das sollte man auch berücksichtigen.

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Crom 05.03.2019, 16:54
55.

Zitat von unaufgeregter
Ist im hiesigen Bereich (Öffentlicher Dienst) auch so. Leute, die im HomeOffice arbeiten signalisieren, dass sie kein Interesse an ihrem Job haben und werden nicht befördert. Sie tauchen zwar in der Telefonliste auf, erhalten aber nur wenige Informationen. Dinge, die hier mit Kollegen kurz auf dem Flur besprochen werden oder interessante Entwicklungen in anderen Abteilungen, gehen an ihnen vorbei. Letzlich fallen sie im wahrsten Sinne das Wortes aus ihrem Job heraus.
Wenn HO dann auch nicht durchgehend sondern an ein bis zwei Tagen in der Woche. Für die Tage kann man sich dann die Arbeit aufheben, die man gerne in einem Rutsch abarbeiten würden. Bei mir ist es so, dass Di-Mi-Do die meisten Termine sind, montags am wenigsten. Wäre also der perfekte HO-Tag.

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Caimann 05.03.2019, 17:08
56. Homeoffice

Ich habe immer ein Homeoffice als Vertriebler gehabt und kann nur sagen wie toll es war. Richtig gut wurde es auch als unsere Tochter geboren wurde. Es ist alles eine Frage der Organisation und es hat bei mir bestens funktioniert..Heute denke ich an Zeiten zurück, als unsere Tochter im Alter von drei Jahren bei mir unter dem Schreibtisch krabbelte und babbelte. Wenn Telefonate anstanden ging ich raus oder bei Kunden blieb ich auch sitzen. Mancher meiner Kunden hat mich beneidet und oft hörte ich "schade das es mir nicht vergönnt ist ". Das wichtigste ist bei einem Homeoffice nie das Ziel aus den Augen zu verlieren und wenn dass Geschäft brummt, das Zahlenwerk stimmt, dann ging ich mit Tochter auf den Spielplatz, im Sommer fuhren wir an die See. Die fehlenden Zeiten habe ich Abends nachgeholt und mir hat nie ein Verkaufsleiter bzw. Geschäftsführer "ans Bein gepinkelt"

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astrapi 05.03.2019, 17:13
57.

Zitat von itharkua
jedes Diagramm zu den Arbeits- und Betreuungszeiten trägt im Titel "geschätzte ....-Zeiten". Dass sich überhaupt jemand traut, auf der Basis geschätzter Zeiten ein Fazit zu formulieren, ist grotesk. Ist das ein Standard in der Soziologie, dass man Probanden Zeitaufwände raten lässt und auf diesen "soliden" Daten eine Studie aufbaut? Darüberhinaus bleibt die Frage, ob das Ungleichgewicht in den geleisteten Betreuungszeiten evtl. rationalen Aspekten oder bewussten Entscheidungen unterliegt. Und die Lösung soll sein, dass in dem einen Jahr Elternzeit die Partnermonate ausgeweitet werden? Natürlich, nach dem Jahr Elternzeit benötigt ein Kind ja quasi keine Betreuung mehr.
Die Diagramme mit den "geschätzte....Zeiten" beziehen sich nicht auf Schätzungen von den Probanden, sondern auf die Punkt-Schätzer linearen Regressionsmodellen, d.h. berechnete Mittelwerte (kontrolliert für zahlreiche weitere Faktoren). Und ja, das ist Standard in der Soziologie, der Ökonomie, der Statistik.

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charly25 05.03.2019, 17:32
58. Qualitaet und Quantitaet

der quantitative Zeitaufwand sagt doch nichts ueber die Qualitaet der geleisteten Betreuung und Hausarbeit aus. manchmal ist weniger eben mehr.

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eulenspiegel1979 05.03.2019, 17:43
59. Gewagte These

Väter machen im Homeoffice mehr Überstunden - wöchentlich zwei mehr als Väter ohne Heimarbeit. Sie nehmen sich aber nicht mehr Zeit für die Kinder.

Wenn ich wöchentich zwei Stunden mehr arbeite, kann ich diese auch nicht mehr mit meinen Kindern verbingen, logisch oder? Das heißt aber nicht, dass ich mir nicht mehr Zeit für meine Kinder nehme. Möglicherweise verzichte ich in der Freizeit dann eher auf Sport oder Zeit mit der Partnerin (oh sorry, oder dem Partner). Ich halte diese These für gewagt. Kann die Studie belegen, wie effizient der Homeofficler tatsächlich arbeitet? Arbeitet er durch, ohne Pause? Wohl kaum. Ich persönlich arbeite oft im Homeoffice und nehme mir zwischenzeitlich immer mal eine Auszeit, die ich mit meiner Tochter verbringe. Denn abends, wenn ich Feierabend mache, geht sie bereits ins Bett oder schläft schon. Somit führen die sinnvollen und schönen kleinen Auszeiten zwischendurch dazu, dass ich in Gänze abends ein oder zwei Stunden später den Laptop zumache.

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