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Studienabbrecher: Glücklich ohne Abschlusszeugnis
Privat

Studienabbrecher sind Versager, und Versager haben's schwer bei der Jobsuche. Oder? Drei Uni-Deserteure erzählen, wie sie ohne Abschlusszeugnis Karriere gemacht haben.

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germanico 25.06.2014, 08:55
1. Glückwunsch!

In Jobs eingestiegen, für die man ohnehin kein Studium benötigt hätte...

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Sleeper_in_Metropolis 25.06.2014, 09:10
2.

Zitat von
Aus dem alten Traum Fernsehen wurde der gelebte Traum Radio, über ein Casting wurde Kompa zum Sidekick in der "Morningshow" bei Bremen 4.
Das dürfte wohl mehr Versagensbeweis sein als das abgebrochene Studium. Den ganzen Tag in unerträglich guter Laune Belanglosigkeiten in's Mikrofon laber und über die eigenen "Witze" lachen. Ich weiß gar nicht, ob es einen nervigeren und überflüssigeren Job gibt als Radiomoderator. Das hätte Sie sicherlich auch mit einem Schulabgang in Klasse sieben hinbekommen.
So hat Sie aber zumindest in einem Recht : "Es geht auch ohne Uni-Zeugnis."

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su27 25.06.2014, 09:27
3. Bei mir war's umgekehrt...

Schöne Geschichten, aber es geht auch andersrum.

Ich hatte auch während meines Studiums einen "richtig coolen" Nebenjob, der viel Spaß machte, immer mehr von meiner Zeit beansprucht hat, und bei dem ich -- im Vergleich zu den meisten Studenten-Aushilfsjobs -- ziemlich viel Geld verdient habe. Ich habe dennoch mein Studium abgeschlossen. Mein jetziger Job hat überhaupt nichts zu tun mit dem, was ich damals gemacht habe und so super-cool und toll fand. Dafür macht er mir aber noch zehnmal mehr Spaß, und ich verdiene jetzt schon mehr, als ich in dem anderen Job jemals hätte verdienen können.

Ich denke mit Horror daran, dass ich fast so weit war, mein Studium damals abzubrechen. Aus heutiger Sicht wäre es ein Fehler gewesen.

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schreiberausthür.89 25.06.2014, 09:33
4. Falsches Bild von der Wirklichkeit

Dieser Artikel zeichnet mal wieder ein völliges falsches Bild von der Realität. Es werden drei absolute Ausnahmen vorgestellt, die manch' naives Gemüt als Regel oder gar Vorbild missverstehen wird. Die meisten Menschen, die ihr Studium (oder auch ihre Lehre) abbrechen, sind alles andere als erfolgreich. Für den Durchschnittsmenschen in Deutschland ist ein abgeschlossenes Studium immer noch die beste Variante, um später einen ordentlich bezahlten und halbwegs sicheren Job zu bekommen!

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Zensi Erter 25.06.2014, 09:36
5. Die meisten Jobs lernt man erst im Job...

Zitat von sysop
Studienabbrecher sind Versager, und Versager haben's schwer bei der Jobsuche. Oder? Drei Uni-Deserteure erzählen, wie sie ohne Abschlusszeugnis Karriere gemacht haben.
Das Studium ist ein Tueroeffner, der Abschluss bescheinigt einem die noetigen Grundkentnisse. Natuerlich muss man "Moderieren" oder "Leute verbinden" nicht studieren, damit das klappt. Gerade in Bereichen des Lebens, wo es hauptsaechlich ums Verkaufen seiner eigenen Person oder irgendeines Artikels geht, ist die eigene Persoenlichkeit oft viel wichtiger als jegliches Wissen. Aber manche Berufe bleiben einem eben ohne Studium oder Ausbildung verschlossen, wie etwa Arzt, Wissenschaftler, Ingenieur, eigentlich alle MINT-Faecher. Wenn's also drum gehen soll, etwas in der Art auf die Beine zu stellen, ist ohne Studium eher wenig los, von einigen ganz wenigen Ausnahmen abgesehen. Aber Leute, die sich fuer dieses Zeugs interessieren, sind eh meist an der Uni ganz gluecklich, weil die meistens das ganze Wissen tatsaechlich interessant finden und nicht nur als mittel zum Zweck ansehen a la "Schritt 1: Studium. Schritt 2: ???. Schritt 3: Pofit."

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realist29 25.06.2014, 09:44
6.

Naja, wirklich tolle Jobs sind das ja nicht. Vor allem stellt sich die Frage, ob man das bis zur Rente machen kann. Jobs die man leicht bekommt ist man häufig auch leicht wieder los.
Im Text wird irrtümlicherweise behauptet, dass Deutschland eine Leistungsgesellschaft wäre. Das ist offenbar nicht mehr so. Viel wichtiger als die eigene Leistung sind Kontakte. Auch gutes Aussehen führt quasi zu einer Arbeitsplatzgarantie. Ob man gleichzeitig faul oder fleißig ist ist letztlich sekundär.

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karlsiegfried 25.06.2014, 10:00
7. Was soll dieser Beitrag?

An 3 'fragwürdigen' Beispielen wird gezeigt warum ein Studienabbruch sinnvoll ist. Soll das eine Aufforderung zum Studienabbruch sein um eine Würstchenbude zu eröffnen? Erst Studienplätze für andere blockieren. Dann Bafög in Anspruch nehmen, dann feststellen Mathe ist zu schwer, dann die grosse Selbstfindung und das auf Kosten der Allgemeinheit. Beitrag 3 zeigt wie es richtig ist. Disziplin, Ausdauer, Selbstwertgefühl, Anstand und die Erkenntnis, Abi und Studium werden nicht nur für ein Stück Papier gemacht, sondern für den eigenen Kopf. Jeder gezielte Denkprozess bringt den Menschen ein Stück weiter. In Sachen Lebensqualität, Sozialverhalten und natürlich auch Bildung, Studieeren sollte wie in GB unbd USA richtig geld kosten. Nach Abschluss sollten diese Kosten erstattet werden. Abbrecher hätten dann Pech gehabt oder nie ein Studium begonnen. Zum Wohle der Allgemeinheit und derer die ein Studium ernsthaft betreiben.

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fred_krug 25.06.2014, 10:05
8. Repräsentativ

Kaum repräsentativer Beitrag. Glückwunsch an diese drei. Fraglich ist nur, ob ihr individuelles Glück dauerhaft trägt. Denn je älter sie werden, desto schwerer wird es für sie werden. Ich kann diesen drei Individualisten nur alles Gute wünschen.

Diesen dreien stehen nämlich bzw. jedoch ettliche vermeintliche "Versager" gegenüber. Im gesellschaftlichen Miteinander wird viel über Abbrecher und "unqualifizierte" Leute gelästert und gewitzelt, während im wirtschaftlichen Alltag Abbrecher schwer vermittelbar und (auch mit Blick auf Haftungsfragen) außer für Aushilfstätigkeiten kaum einsetzbar sind. Außerdem stehen diese Abbrecher bei Personalern unter einem besonders hohen Erklärungsdruck, wenn sie überhaupt so weit kommen, dass sie für sich sprechen dürfen.

Um als Abbrecher erfolgreich zu sein, bedarf es mindestens einer von drei Dingen: Talent, Glück, wirtschaftlich sattelfeste Familienmitglieder oder Freunde, die einen mittragen. Alle drei Dinge sind äußerst selten.

SpON wäre also gut beraten, statt Luftschlösser zu kultivieren, das leistungsorientierte System kritisch zu hinterfragen, statt für die elitenfördernde Politik, die am Gängelband der Wirtschaft hängt, Hofberichterstattung zu leisten.

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abby_thur 25.06.2014, 10:09
9. Studienabbrecher: Glücklich ohne Abschlusszeugnis

25 Semester - da möchte man der Dame wünschen, dass sie bis zur Rente Radiomodertorin bleibt, weil einen anderen Job mit dem Lebenslauf dürfte da nicht mehr drin sein.

Auch wird die Gutscheinbuch-Idee irgendwann ausgelutscht sein.

Mir fehlt hier die objektive Sicht auf die anderen, tausenden Studienabbrechnern, die nichts finden.
Und auch die Möglichkeit, dass man nach dem abgebrochenen Studium eine Ausbildung -in einem ganz anderen Bereich- machen sollte wird hier nicht erwähnt.

Da sieht man aber wieder mal, dass in Deutschland zuviele in die Unis gehen, die dort gar nicht hingehören.

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