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Tattoos im Job: "Die Sonnenblume zeige ich natürlich auch im Büro"
Privat

Wir wollten wissen, wer in seinem Job ein Tattoo offen zeigt oder wer es lieber versteckt. Sehen Sie hier die Antworten der SPIEGEL-ONLINE-Leser.

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telarien 28.05.2018, 13:18
30. Toleranz?

Es gibt viele verschiedene Gründe für ein Tattoo. Es kann Narben verdecken, eine Erinnerung sein, eine symbolische Bedeutung haben oder auch einfach Optik sein.
Jeder Grund ist eine freie persönliche Entscheidung und sollte toleriert werden. Bei meinem ersten Tattoo war ein Aspekt, mich damit auch von der Spiesserwelt abzugrenzen. Wenn ich hier die Kommentare aus dieser Ecke lese, dann habe ich Alles richtig gemacht.

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isnogood444 28.05.2018, 13:19
31. Unästhetisch

Zitat von Nania
Was stört Sie genau an der Tätowierung? Haben Sie Angst, dass Ihnen das Bild Ihr Essen wegisst? Oder das die Kellnerin/der Kellner sich gleich in einen Vampir verwandelt? Und bleibt der Kellner/die Kellnerin (oder auch der Gast am Nebentisch) so stehen, dass Sie das Tattoo anstarren müssen? In der Regel wohl kaum, oder?
Können Sie sich vorstellen das andere Menschen diese "Kunstwerke" als ekelhaft und unästhetisch empfinden und von diesen Träger(innen) nicht berührt werden möchten?
Nur Menschen mit einem gestörten Selbstwertgefühl brauchen eine Tätowierung!

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mcmercy 28.05.2018, 13:24
32.

Es gibt sichelich künstlerisch hochwertige Tatowierungen, leider sind die eine Seltenheit. Ich finde auch Tatowierungen, sofern sie gut gemacht sind um zur Person passen völlig ok. Ich meine was wäre ein Rockstar ohne Tatowierung? Erschreckend finde nur, wenn Menschen sich tatowieren lassen, die im Grunde eigentlich Spießer sind und noch dazu keine Kohle für ein vernünftiges Tattoo haben. Ganz schlimm irgendwelche Sprüche quer übers Dekoltee bei Frauen, von dem dann nur Rudimente im Ausschnitt sichtbar sind, man will eigentlich nicht hinschauen aber muss doch irgendwie.

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Nania 28.05.2018, 13:30
33.

Zitat von wopress1104
Bei mir würde kein AN angestellt werden der Tätowierungen ist wenn man das sehen kann. Achtern kann sich jeder tätowieren lassen. Da wird es nicht gesehen. Übrigens, in Japan lassen sich nur Jakusa (Mafiosis) tätowieren. Und mit einer Tätowierung kommt man da in kein öffentliches Bad.
Es ist korrekt, dass Badeanstalten in Japan für manche Tätowierte schwieriges Terrain sind. Aber auch in Japan gilt: Es sind immer mehr junge Japaner tätowiert, ganz abgesehen von der Jakusa. Außerdem lebe ich nicht in Japan und hier in Deutschland waren Tätowierungen in Schwimmbädern nur dann ein Problem, wenn sie verfassungsfeindliche Symbole zeigten. Und dann ganz zu recht.

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Maler 28.05.2018, 13:31
34.

Zitat von Nania
Dumm nur, dass Tätowierungen so alt sind wie die Menschheit selbst und aktuell kaum auf dem Rückzug, sondern auf dem Vormarsch sind. Tätowierungen sind heutzutage viel weniger ein Tabuthema wie früher. Menschen können sich besser informieren und solche Sachen wie Arschgeweihe sind auch in der Tattoo-Szene verschrieen. Die meisten tätowierten Menschen dich ich kenne, sind auch nach fünf Jahren noch vollauf zufrieden mit ihren Tätowierungen, denn die meisten machen sich schon Gedanken um das Bild und auch darum, ob sie es haben möchten oder nicht. Mit wie vielen tätowierten Menschen haben Sie denn schon über die Tattoos gesprochen?
Ich kenne kaum Leute mit Tätowierungen, mein Umgang ist eher das sozialliberale bis halbkonservative Bildungsbürgertum. In meinem Umfeld gibt es nicht mal tätowierte junge Leute, die sind alle zu intelligent und gut erzogen um sich solch in wahrstem Sinne des Wortes stigmatisierender Moden zu unterwerfen. Und diejenigen Tätowierten, mit denen ich bisweilen zu tun hatte, entsprachen eher den Vorurteilen (Stichwort Unterschichtschmuck). Sicher bestätigen Ausnahmen die Regel, und vielleicht, hoffentlich, sind Sie ja so eine.

Das es Tätowierungen seit langem gibt ist mir bekannt, vor allem als zugehörigkeitsstiftende Stammestattoos wenig entwickelter Völker. Ansonsten als Erkennungszeichen von Sträflingen, Yakuza, Zuhältern und so - Leute von denen ich mich in absolut jeder Hinsicht so weit entfernen würde wie es eben geht. Und natürlich einfach(st)e Seeleute, dazu heute noch Fußballer und fragwürdige Musiker. Samt und sonders aber keine guten Vorbilder für Menschen hochstehender Zivilisationen.

Aber jeder wie er möchte, er/sie darf sich dann halt nicht beschweren das der Arbeitgeber, die Mehrheit oder später die eigenen Kinder anders darüber denken.

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Nania 28.05.2018, 13:32
35.

Zitat von frietz
da stellt sich dann die Frage, ob sie in 20+ Jahren ihre heutige hose oder shirt noch anziehen würden.
Und was hat das jetzt mit Körperschmuck genau zu tun? Den meisten Tätowierten ist sehr wohl klar, dass man Tätowierungen ein Leben lang trägt. Den Menschen dieses Wissen abzusprechen ist für mich allein Zeugnis für eine intolerante, abwertende Haltung gegenüber einer immer größer werdenden Gruppe von Menschen, die abgesehen von der Tätowierung nichts teilen (müssen).

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Trizi 28.05.2018, 13:34
36. Tattoos

Mir ist es eigentlich ziemlich egal, ob und wie sich einer tätowieren läßt - ich schließe dann auch weder auf seinen Intellekt noch geistige Verfassung.
Ich selber hätte gern ein Tattoo - wenn es denn reversibel wäre und - vor allem - nicht weh tun würde.
Wie man sich unter Schmerzen dieser Selbstverstümmelung hingeben kann, wird mir immer ein Rätsel bleiben.

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ithaqua 28.05.2018, 13:36
37. Das Tattoos überhaupt noch in diesem Kontext thematisiert werden....

....ist einfach nur lächerlich. Vielleicht kann man sich persönlich daran stören, geschenkt, es muss sich ja keiner tätowieren lassen. Aber ich dachte immer, wir wären darüber hinweg, Menschen aufgrund ihrer Kleidung, Frisur, Haarfarb oder Tattoos zu diskriminieren.
Es ist so fürchterlich kleingeistig und rührt aus einer weit entfernten Vergangenheit her, wo Bart, Frisur und Kleidung massiv den sozialen Status bestimmt hatten.
Ich habe noch entfernt Sätze gehört wie "Junge, so kannst du doch nicht rumlaufen, was sollen denn die Nachbarn denken?"
Welche Geistesleistung kann ich denn noch von jemandem erwarten, der sich an solchen Nichtigkeiten abarbeitet?

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frietz 28.05.2018, 13:36
38.

Zitat von Nania
Menschen können sich besser informieren und solche Sachen wie Arschgeweihe sind auch in der Tattoo-Szene verschrieen.
na sowas, wo die doch vor einigen Jahren so "in" waren oder warum hat man die sich stechen lassen, wo man sie selbst nicht sehen kann?

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Mardor 28.05.2018, 13:38
39.

Zitat von Stephanie_1304
von Menschen über andere Menschen, über die sie rein gar nichts wissen. Wer so wie der Rechtschreibprüfer_der urteilen muss, tut mir ja eigentlich leid. Es muss schwierig sein, mit dieser Einstellung leben zu müssen. Schade, das es immer wieder Leute.....
"Schade, das (sic!) es immer wieder Leute gibt, die ihren Selbstwert so aufpolieren müssen."

Mitnichten. Diejenigen, die sich derart verunstalten müssen, um "sie selbst" zu sein, dürften bezüglich ihres Selbstwertgefühls die weitaus größeren Defizite haben.

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