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Tipps von Führungskräften: Was ich zu Beginn meiner Karriere gerne schon gewusst hätt
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Befördert wird nur, wer auf sich aufmerksam macht: Vier Chefinnen und ein Chef aus verschiedenen Branchen verraten, wie sie Karriere gemacht haben - und was sie rückblickend anders angehen würden.

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skilliard 15.09.2018, 11:16
1. Hilfreiche Ratschläge

Was für ein toller Beitrag mit hilfreichen Ratschlägen. Vielen Dank dafür!

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sebtur 15.09.2018, 12:13
2. Selbstständigkeit

Ich finde es auch hilfreich wenn man seine Grenzen auslotet und tut was man will. Natürlich muss man sich an Vorgaben halten, aber viele neigen dazu Entscheidungen immer von Vorgesetzten treffen zu lassen. Oft aus Ängsten und Unsicherheit. Wer in seinem Aufgabenbereich gestalterisch und selbstsicher agiert, bekommt auch mehr Freiheiten und Kompetenzen zugesprochen, solange die Ergebnisse überzeugen. Selbstsicherheit ist sehr wichtig. Wenn man etwas besser weiß, muss man sich auch mal trauen den Vorgesetzten zu sagen wie etwas zu tun ist. Irgendwann wird man als Instanz anerkannt und aktiv einbezogen. So habe ich es geschafft die Verantwortlichkeiten im Unternehmen zu übernehmen, die mich interessieren und auf die ich hinaus wollte. Vorgesetzte sind auch nur Menschen, die möchten auch nicht immer spüren, dass das Gegenüber vor Ehrfurcht verkrampft.

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ned divine 15.09.2018, 12:14
3. So ist es: Klappern gehört zum Geschäft!!

Nur wer am lautesten schreit, das meiste fordert und regelmässig die Führungskräfte umgarnt, der wird eher befördert. Das habe ich immer so erlebt in diversen grossen Unternehmen. Die Leistung ist dabei absolut nebenrangig, man muss sie nur gut genug verkaufen und anpreisen. Traurig aber wirklich wahr. Es liegt in der menschlichen Natur.

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ProbeersEinfach 15.09.2018, 12:18
4.

Ich fahre mit Kollegialität am Besten. Die Besten und nachhaltigsten Kontakte und wichtige geschäftliche Beziehungen sind auf Firmenfeiern oder privaten Veranstaltungen mit / von Kollegen und Kolleginnen entstanden. Das führt dann meist auch dazu, dass der Dienstweg sehr kurz wird, während Miesepetrige "Schei* Weihnachtsfeier, was soll ich da, ich arbeite doch schon genug" dann regelmäßig nicht vorankommen. Es ist eben ein Unterschied ob man ein Anliegen von unten (mir) nach oben einreicht oder eben mal Hans-Peter aus dem anderen Ende des Mittelmanagement anruft und sein Anliegen vorträgt und er das Anliegen in seiner Ebene direkt bearbeitet oder abstimmen lässt. Ohne nervigen Informations- und Zeitverlust durch den regulären Diensweg über Teamleiter, Abteilungsleiter und Co.

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lupo62 15.09.2018, 13:51
5.

Beförderung? Da muß man dafür sorgen, dass die Chefs an einen denken, wenn eine Stelle zu besetzen ist. Und das geht nur, wenn man sich hinreichend und richtig in Szene gesetzt hat. Die Weihnachtsfeier kann eine gute Gelegenheit sein, dem Chef die Meinung sagen eher nicht. Gute Arbeisergebnisse können hilfreich sein, sind aber meist nicht so wichtig. Wichtiger ist das Verhältnis zum Chef.
Ich bin übrigens nur ein mal in meinem Leben befördert worden. Die Arschkriecherei war mir widerwärtig, die erhöhten Anforderungen (Druck von oben und unten, da man dann selbst Chef geworden wäre) für die lächerlichen 200 Euro mehr im Monat (öffentlicher Dienst) zu viel.

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Hamberliner 15.09.2018, 18:05
6. Beförderung? Hihi.

Der Artikel beschränkt sich einseitig auf Tätigkeiten außerhalb der Wertschöpfungskette, auf Menschen die nichts entwickeln, produzieren, erschaffen und keinen Wettbewerbsvorsprung durch einzigartige Fähigkeiten haben und brauchen. Sie verkaufen und organisieren die Wertschöpfung anderer, ohne die sie weniger als nichts wären. Es ist immer wieder interessant zu lesen dass solche Menschen das Verlassen der Wertschöpfungskette, wo sie sich mangels herausragender Fähigkeiten als verzichtbar herausgestellt haben, als Aufstieg betrachten. Ist es denn wirklich ein Aufstieg, wenn man nichts mehr entwickeln darf, wenn man das anderen überlassen muss die es besser können? So richtig unfreiwillig komisch wird es, wenn solche Leute ihr Herumvagabundieren von einer unproduktiven Rolle in die nächste als "Beförderung" bezeichnen. Mit Verlaub, befördert werden Soldaten und andere Beamte, zum Universitätsverwaltungsoberinspektor oder zum Stabsoberfeldwebel.

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markus_wienken 15.09.2018, 18:59
7.

Zitat von ned divine
Nur wer am lautesten schreit, das meiste fordert und regelmässig die Führungskräfte umgarnt, der wird eher befördert. Das habe ich immer so erlebt in diversen grossen Unternehmen. Die Leistung ist dabei absolut nebenrangig, man muss sie nur gut genug verkaufen und anpreisen. Traurig aber wirklich wahr. Es liegt in der menschlichen Natur.
Nein, ist nicht immer traurig.
Je nach Hierarchiebene sind andere Fähigkeiten/Kenntnisse gefragt als Fachkompetenz.
Und nicht jeder Spezialist ist aufgrund seiner Fachkenntnisse ein guter Vorgesetzter/Manager.
Während auf Abteilungsleiterebene Fachkompetenz meist noch unabdingbar ist, relativiert sich das je höher man aufsteigt.

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regula2 15.09.2018, 23:25
8. opprtunistische Anbiederei

Die Anbiederei mag für die Karriere erforderlich sein, aber auf Dauer verkrüppelt sie geistig.
Es zeigt sich immer deutlicher, dass wir in Deutschland damit unangepasste, kreative Leistungsträger wegdrücken und uns selbst grosser Potentiale berauben. Eine Führungskraft, die das fördert oder gar fordert, ist eigentlich schon gescheitert.
Man muss sich nur vergegenwärtigen, wie viele Milliarden Euro mit solch armseligen Führungsstil allein in der deutschen Banken- und Automobilindustrie in den letzten Jahren vernichtet wurden.

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emil_erpel8 16.09.2018, 02:05
9.

Was mich an der deutschen Industrie immer wundert, ist, daß da überhaupt irgendwetas fertig wird und die Läden nicht alle schon vor die Hunde gegangen sind - so wie da im Durchschnitt gearbeitet wird. Steht ja auch im Artikel, daß die alle auf ihren Arbeitgeber rülpsen und nur die eigenen "Herausforderungen" verfolgen. Gute Arbeit ist eben lngweilig.

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