Forum: Karriere
Trainees im Test: Gockeln um den Job

Wer seine Karriere als Trainee bei einem Großkonzern starten will, muss meist durch die Vorhölle: ein Assessment-Center. Im Interview erzählt Personalerin Alena Heßhaus, wie manch ein Bewerber sich dort zum Affen macht. Und sie warnt: "Wer schauspielert, fliegt auf."

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Olaf 21.10.2011, 09:12
1. .

Zitat von sysop
Wer seine Karriere als Trainee bei einem Großkonzern starten will, muss meist durch die Vorhölle: ein Assessment-Center. Im Interview erzählt Personalerin Alena Heßhaus, wie manch ein Bewerber sich dort zum Affen macht. Und sie warnt: "Wer schauspielert, fliegt auf."
Das klingt ja alles ganz toll, was die Frau Heßhaus da so erzählt. Allein, mir fehlt der Glaube, dass dies alles wirklich so umgesetzt wird.

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reflexxion 21.10.2011, 09:27
2. ein heisse Luft Interview

läuft das heute wirklich so? Wohl kaum, das ist nur das was ein Personaler/in nach außen zugeben darf oder will. Ich habe mal so einen Termin für einen simplen Callcenter Job gehabt, da man bei dieser großen deutschen Fluggesellschaft alle über einen Kamm scherte, bekamen wir die selben Tests wie potentielle Piloten und andere höher angesiedelte Fachkräfte. Mir wurde nachher gesagt, ich sei zu intelligent für den Job, was sicher stimmte - was wirklich stimmte war aber, ich war zu kritisch für den Job. Man suchte wohl stärker angepasste und finanziell in Not geratene alleinerziehende Frauen.

Ich habe auch in einer auf 15 Minuten begrenzten Aufgabe für 5 Teilnehmer nach 10 Minuten sinnloser ins leere gehender Diskussion die Führung übernommen und nur noch Arbeit verteilt. So konnte die Aufgabe immerhin in den restlichen 5 Minuten gelöst werden - aber genau das mochte man wohl nicht. Aus "Liebe" zu dieser Airline fliege ich heute lieber mit Air Berlin, weil ich mich da noch nie beworben habe.

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ohne_sorge 21.10.2011, 09:32
3. .

Assessment-Center sind eine reine ABM für Personaler, sonst nichts. Ich sehe hin und wieder selber wie Personaler Bewerbungen filtern. Die sortieren fast alles aus was wirklich gute Bewerber wären. Eine Zufallsauswahl wäre sicher besser...

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sunstroke 21.10.2011, 10:05
4. ...

Am besten ist der letzte Satz des Artikels:

Zitat von Artikel
In den vergangenen Jahren ist den Bewerbern eine gesunde Work-Life-Balance viel wichtiger geworden. Das ist unserer Meinung nach eine sehr gute Entwicklung. Letztlich ist das Wohlbefinden der Mitarbeiter ja auch gut für das Unternehmen.
Wenn bestimmte Qualifikationen extrem gefragt sind und Leute nicht mal eben schnell ersetzt werden können muss man denen die man hat halt auch was bieten.
Anders sieht's da aus wenn Arbeitskräfte ersetzbar sind. Dann wird sehr schnell von "Flexibilität die man einfach erwarten muss" oder "Löhnen die bei der aktuellen Lage einfach nicht drin sind" geredet...
Wieder so ein super Interview in der Trainee-Woche auf SpOn...Warum wird die Rubrik KarriereSpiegel eigentlich nicht umbenannt in Public Relations Spiegel?

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Quintus 21.10.2011, 11:16
5. Schauspielschule

Und wie ist das mit guten Schauspielern?

Die Konsequenz ist also erst einmal eine vernueftige Schauspielschule zu besuchen bevor man so naerrisch ist sich hartes Wissen anzueignen.

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sorum11 21.10.2011, 11:20
6. Richtig

Zitat von ohne_sorge
Assessment-Center sind eine reine ABM für Personaler, sonst nichts. Ich sehe hin und wieder selber wie Personaler Bewerbungen filtern. Die sortieren fast alles aus was wirklich gute Bewerber wären. Eine Zufallsauswahl wäre sicher besser...
Meist richtig. Welche Talente muss ein Personaler haben? Rechnen=Controlling? Könnte dort das Doppelte verdienen. Planen und disponieren=Logistik. Mathematik+Kreativität=Produktentwicklung. Kreativität=Marketing und, und, und. Was muss ein Personaler im Studium können? Laberfächer im Schwerpunkt belegen. Die Schlüsse könnt ihr selber ziehen.

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firefox34 21.10.2011, 11:47
7. "Personaler"

"Personaler" sind Menschen die andere Menschen für Jobs aussuchen die sie selbst nie bekommen hätten.
Und nach meiner Erfahrungen haben die wenigsten eine Ahnung was in der ausgeschrieben Position wirklich an Qualifikation benötigt wird, da ihnen der fachliche Hintergrund fehlt. Da wird nach Checkliste vorgegangen.

Wenn ich mir diese "Auswahlverfahren" mit "Teamaufgaben" ansehe, gibt es Menschen die da wohl nie einen Job bekommen.
Es gibt eben auch Menschen die eine sehr gute fachliche Qualifikation haben, aber leider Kommunikationsauthisten sind. Da ist es dann die Aufgabe der Führungskraft diese entsprechend einzusetzen. Ich brauche nicht für jeden Job einen "Debatierclub".

Ein Programmiere der lieber leise und still seinen Job erledigt und beste Ergebnisse abliefert ist mir lieber als der Softskillexperte der jeder Zeile Code diskutieren will.

Aber solche Menschen kommen wohl eher nicht an den "Personalern" vorbei.

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nixda 21.10.2011, 11:57
8. ähm

Zitat von reflexxion
läuft das heute wirklich so? Wohl kaum, das ist nur das was ein Personaler/in nach außen zugeben darf oder will. Ich habe mal so einen Termin für einen simplen Callcenter Job gehabt, da man bei dieser großen deutschen Fluggesellschaft alle über einen Kamm scherte, bekamen .....
wenn ich den Text so lese möchte ich Sie auch nicht als Arbeitskollegen/in. Vielleicht können die bei solche Tests ja doch was. Oder es war nur Glück.
Das Problem an egozentrischen Sichtweisen ist, dass man nie alles überlicken kann. Wenn man am Rand steht schon.

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niepmann 21.10.2011, 12:07
9. Brutalität

Zitat von sysop
Wer seine Karriere als Trainee bei einem Großkonzern starten will, muss meist durch die Vorhölle: ein Assessment-Center. Im Interview erzählt Personalerin Alena Heßhaus, wie manch ein Bewerber sich dort zum Affen macht. Und sie warnt: "Wer schauspielert, fliegt auf."
Assessment-Centers sind brutale Veranstaltungen. Es ist angenehmer, mit einem Rübenhäcksler zu kuscheln.
Im Psycho-Teil wird klar die Menschenwürde verletzt.
Die HR-Typen meinen dazu, man begebe sich ja freiwillig in die Prozedur.
Es ist tragikomisch, wenn sich halbgare Bewerber zum Gockel machen müssen. Sie haben keine Wahl.

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