Forum: Karriere
Traumberuf Auto-Ingenieur: Es muss nicht immer Mercedes sein

Audi, BMW, Porsche - am liebsten bewerben sich junge Ingenieure bei klangvollen Automarken. Dabei übersehen sie: Woanders kommt man leichter in den Job und hat oft interessantere Aufgaben.

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ingenör79 01.06.2015, 16:43
1. Das Risiko als

Selbstndiger ist auch höhe wie als Angestellter. Vor 15 Jahren hätte ich in ein Ing.-Büro einsteigen können. Mir war mein Job als Leitender Angestellter bei einem DAX-Konzern aber lieber
Weger der Altersabsicherung und des Risikos mal im Abschung mal keine Aufträge zu haben muss man mindesten das Doppelte an Einkommen erzielen. Was man macht bestimmen die Auftraggeber, deshalb bin ich lieber auf der Auftraggeberseite geblieben..

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Micael54 01.06.2015, 16:51
2. Kein Bewerberandrang

"Dort ist der Bewerberandrang geringer.” Stimmt nicht. Bei Ingenieuren gibt's keinen Andrang. Die werden händeringend gesucht.

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midastouch 01.06.2015, 16:53
3. Nur ortsgebunden

Das Leben als Freelancer oder auch angestellt bei einem Ingenieursdienstleister ist fachlich sicher sehr interessant, vor allem weil nervige Kollegen oder Aufgaben in absehbarer Zeit wechseln werden.
Was es für mich aber unmöglich macht, ist die Tatsache, dass man nicht ortsgebunden ist. Hobbies, Familie und Freunde kämen mir dabei zu kurz.

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Teile1977 01.06.2015, 17:44
4. Ironie?

Zitat von Micael54
"Dort ist der Bewerberandrang geringer.” Stimmt nicht. Bei Ingenieuren gibt's keinen Andrang. Die werden händeringend gesucht.
Ich hoffe das war Ironie. Ich war drei Jahre als Entwicklungsdienstleister bei Daimler. Auf meine Nachfrage ob eine Bewerbung Sinn machen würde antwortete man mir: Zuerst müsste einer in Rente gehen, damit eine Stelle frei wird. Freiwerdende Stellen werden aber zuerst mit Frauen besetzt, wegen der Quote. Nur Schwerbehinderte kommen problemlos rein, wegen der Quote, und Bewerbungen von Technikern lesen wir gar nicht erst durch.

Willkommen im Jahr 2015.

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dualerstudent 01.06.2015, 18:02
5. Dienstleister

Naja, der Verdienst beim Dienstleister zum einen deutlich schlechter, zum anderen arbeitet man noch 5h die Woche mehr für das schlechtere Gehalt . Ganz toll!!!

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Micael54 01.06.2015, 18:52
6. Das war Ironie

Zitat von Teile1977
Ich hoffe das war Ironie. Ich war drei Jahre als Entwicklungsdienstleister bei Daimler. Auf meine Nachfrage ob eine Bewerbung Sinn machen würde antwortete man mir: Zuerst müsste einer in Rente gehen, damit eine Stelle frei wird. Freiwerdende Stellen werden aber zuerst mit Frauen besetzt, wegen der Quote. Nur Schwerbehinderte kommen problemlos rein, wegen der Quote, und Bewerbungen von Technikern lesen wir gar nicht erst durch. Willkommen im Jahr 2015.
Das war Ironie. Ich weiß, wie schwer der Konkurrenzkampf unter Ingenieuren ist -- vor allem dann, wenn sie sich jetzt auch noch freiberuflich von Auftrag zu Auftrag hangeln sollen.

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ericus 01.06.2015, 18:58
7. D'Leister ist nicht Zulieferer...

..., der Dienstleister ist-wie der Name sagt- ein Dienstleister, abhängig von Aufträgen und im harten Wettbewerb mit anderen DL. Und wie die Vorredner richtig feststellten: Meist 40h statt 30h und einige Hundert weniger Gehalt. Der Drang auf die OEM kommt nicht von ungefähr: Der Job wesentlich sicherer, das Gehalt höher, Zugang zu Firmenleasingwagen, weitestgehende Standortsicherheit und somit auch Familienplanbarkeit. Und nebenbei auch ein gewisses Sozialprestige (kann man sich nix für kaufen, aber die Aussagekraft "Ich arbeite bei Porsche" sendet schon eine gewisse Botschaft. Interne Wechsel, von Tätigkeit und Standort, sind wesentlich einfacher und interessanter als ein DL der nur CAD oder C++ Tätigkeiten anbietet. Warum nur wollen den so viele DL gerne zum OEM wenn es doch dort so interessant ist? Der umgekehrte Weg müsste dann ja boomen. In meinen 10 Jahren fest bei einem großen OEM, zusammengearbeitet mit unzähligen DL, war der Wunsch der dortigen MA eindeutig: Bloß hin zum OEM, Begründung s.o. Dieses Schöngerede "Wechselnse neue, spannende Aufgaben an unterschiedlichen Orten" darf nicht darüber hinwegtäuschen, nie einen Lebensmittelpunkt zu haben. WE-Beziehungen und fehlende Planungssicherheit sind dann die Regel. Und genau das ist es doch, was es für eine solide Familienbasis braucht.

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nicolai.claus 01.06.2015, 19:54
8. daneben

für den Artikel haben Sie aber ganz schön daneben recherchiert.

Sich in der Branche selbstständig zu machen ist mit das fahrlässigste was ich je gehört habe. Es gibt bei den Großen immer mehr die Vorgabe den Kreis der Zulieferer einzuschränken. Da schießt man sich als Selbständiger ins Bein.

Ich habe selbst 3 Jahre über einem Entwicklungsdienstleister bei Daimler gearbeitet. Die Selbständigen wurden dann über den Dienstleister angestellt oder gar nicht mehr.

Und das Gehalt ist eine Frechheit. Ein KFZ Meister verdient mehr. Und Erhöhungen kann man sich auch in den Hut schmieren. Da fragt man sich für was man studiert hat.

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jalu-2008 01.06.2015, 20:09
9. Merkwürdig!

Die Firma Voith ist jetzt ein Spezialist für Turbolader? Das überrascht mich, weil mir dieser Hersteller bisher in der PKW-Branche nicht begegnet ist. Voith-Turbo baut u.a. hydraulische Turbinen und Kupplungen, aber Turbolader?

Und mich wundert auch, dass Volkswagen Turbolader entwickeln soll, wo doch das ganze Wissen dazu bei Lieferanten wie BorgWarner, Garret, IHI, Conti oder Bosch-Mahle konzentriert ist.

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