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Trotz neuem Gesetz: Wie Unternehmen gerechtere Löhne vermeiden
Daly and Newton / Getty Images

Seit Januar dürfen Arbeitnehmer erfahren, ob ihre Kollegen für die gleiche Arbeit besser bezahlt werden. Doch viele Unternehmen mogeln sich weiter durch.

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saarpirat 16.02.2018, 12:54
60.

Zitat von Fantastic
rechnet halt noch mit den Preisen von 1900. Das ist seinem Alter geschuldet. Den Rest hat er halt nicht mitbekommen. Kann ja mal vorkommen.
Nee, hat er nicht. Er wird einfach immer wieder gerne böswillig zitiert.

Was ist daran falsch, wenn er sagt, dass eine Frau mit 700 Euro eigener Rente nicht arm ist, solange ihr Mann, mit dem sie zusammenlebt, deutlich mehr hat und sie ja auch versorgt?

Er hat nie behauptet, dass die alleinelende Rentnerin mit nur 700 Euro nicht arm wäre. Das ist einfach eine böswillige Unterstellung.

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Yves Martin 16.02.2018, 13:12
61.

Die generelle Fehlannahme von ein paar Zeitgenossen ist, dass sie einen Anspruch auf "Gerechtigkeit" hätten. Das entspricht aber jeder Lebenswirklichkeit; den gibt es nicht mal vor Gericht: Selbst dort hat man nur Anspruch auf ein Urteil.

Andere Menschen sind vielleicht hübscher als ich, bekommen deshalb den besser verdienenden Ehepartner, mit denen sie in einem schöneren Haus wohnen und in einem grösseren Auto fahren als ich. Und?

Vielleicht hatten sie auch reichere Eltern als ich, die ihnen Nachhilfestunden bezahlen konnten, weshalb ich am Ende studieren konnte und andere aus meiner Klasse nicht. Und?

Vielleicht haben ihre Eltern ihnen auch Geld und Immobilien vererbt, so dass sie schon früh sorglos im eigenen Haus leben konnten statt 30 Jahre lang ein Reihenhaus abzuzahlen. Und?

Vielleicht haben ihre Eltern ihnen auch bessere Gene vererbt, so dass sie generell gesünder sind und voraussichtlich deutlich länger leben werden als ich. Und?

Soll in all diesen Fällen eine staatliche Nanny herbeieilen und für "Gerechtigkeit" sorgen, indem sie den einen etwas wegnimmt und den anderen gibt? Hatten wir schon mal, hiess "DDR" und hat nicht wirklich funktioniert...

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mcmercy 16.02.2018, 13:29
62.

Zitat von burlei
Wenn trotzdem in der alltäglichen Praxis Frauen bei gleicher Tätigkeit wie Männer bis zu 38% weniger in der Lohntüte haben
Die Statistiken stammen ja alle von vor dem Gesetz, wenn es damals gar keine Pflicht zur Offenlegung gab, worauf basiert die Annahme eines GenderPayGap? Auf Befragungen unter Arbeitnehmern? Die ja sicher nicht die richtigen Gehälter angeben und wer beurteilt wie, ob die das gleiche machen? In Tarifverträgen gibt es keinen Unetrschied zwischen Männern und Frauen. Eigentlich gibt es gar keine Datengrundlage für die Behauptung eine GenderPayGap.

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jhea 16.02.2018, 13:35
63. Hier kann man gern mal Trump zitieren

als ihn eine feurige Feministin fragte....
https://youtu.be/JxEsWPzg6uc?t=54

herrliches Popcorn Kino :)

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mcmercy 16.02.2018, 13:46
64.

Zitat von irgendwas
Sie wollen z.B. feststellen, ob Sie als Frau systematisch unterbezahlt sind.
Ihre Rechnung ist ja Unsinn. Erstens gilt der Median für die jeweilige andere Geschlechtsgruppe, sonst wäre es ja gänzlich sinnlos, denn ich will ja nicht wissen oder zumindest ist das nicht Gegenstand des Gesetzte wieviel ich im Vergleich zu anderen Männern verdiene sondern eben genau wieviel im Vergleich zum anderen Geschlecht. In Ihrem Beispiel also nur für die Männer. Da alle das gleiche verdienen sind Mittelwert und Median identisch. Würde jetzt ein Mann 60.000 verdienen würde er einfach aus dem Median rausgerechnet im Mittelwert fände er aber Berücksichtigung. Warum das jetzt gut sein soll erschließt sich mir nicht. Denn ist es ja schon bedenklich wenn in einer angeblich gleichen Gruppe derartige Ausreißer drin sind.

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Celegorm 16.02.2018, 14:54
65.

Zitat von irgendwas
Lieber Spiegel, hier eine Nachhilfe, weshalb die Angabe des Medianwert zwingend notwendig ist:
Wie kommen eigentlich diverse Kommentare hier darauf, dass der Artikel suggerieren würde, ein (arithmetischer) Mittelwert wäre besser als der Median? Natürlich ist der Median die sinnvollere Angabe als ein arithmetischer Mittelwert. Das ändert nichts daran, dass der Median auch nur "[ein] Mittelwert [ist], der die Ausreißer nach oben und unten verschleiert", wie im Artikel richtigerweise steht. Sprich vom Median lassen sich auch keine Rückschlüsse auf die Verteilung ziehen und genau das ist der Kritikpunkt: dass der Arbeitnehmer nur einen einzelnen, aufkonzentrierten Wert erhält, bei dem nicht nachvollziehbar ist, was die zugrunde liegenden Daten sind.

Was halt nicht sonderlich nützlich ist, erst recht wenn man damit juristisch was anfangen will. Dafür wäre eine detaillierte Verteilung oder ganz einfach die Auflistung sämtlicher Vergleichspersonen notwendig. Vorzugsweise nicht anonymisiert damit man nachvollziehen kann, ob die Vergleichspersonen sinnvoll gewählt sind und sich spezifische Beispiele von unfairer Bezahlung identifizieren lassen. D.h. volle Lohntransparenz wäre eigentlich zwingend, um das angestrebte Ziel zu erreichen. Aber das ist ja gerade in den deutschsprachigen Ländern anscheinend unmöglich, da hier das Einkommen von den meisten immer noch wie ein Staatsgeheimnis behandelt wird..

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Sensør 16.02.2018, 14:58
66. Schein-Gesetze unserer Pseudo-Regierung

Nur über 200 MA und 6 Vergleichsperson - solche Schein-Gesetze sollten gesetzlich verboten werden. Entweder es werde alle Gehälter offengelegt, oder man lässt es bleiben.

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almiwo 16.02.2018, 15:00
67. Arm

Gäbe es so was ähnliches wie Lohngerechtigkeit in der BRD, dann hätte jede Vollzeit-Pflegekraft am Monatsende das drei- oder vierfache Gehalt von heute.

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realist4 16.02.2018, 15:17
68. Nichts zu befürchten

Es kommt wohl auf die Betriebsgröße und Sparte an. Im Metall- und Elektrobereich gab es nie allzugroße Unterschiede bei der Bezahlung und bereits 2003 wurde die Entgeldaufbau und-Ermittlung ERA tarifvertraglich festgelegt. Es war eine Riesenaufgabe für den Personalbereich und Betriebsrat, aber alle Arbeitsplätze wurden neu bewertet, die Mitarbeiter eingegliedert und deren Entgelt in Stufen angepasst. Dies geschah entweder durch außertarifliche Erhöhung oder entsprechend geringere Aufschläge bei tariflichen Anpassungen. Nachträglich kann ich behaupten, dass es eine sehr erfolgreiche Reform war. Die Löhne und Gehälter wurden nach Verantwortung und Ausbildung gestaffelt und es gibt eine kleine Bandbreite um die persönliche Arbeitsleistung der Mitarbeiter zu berücksichtigen.

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sanko1212 16.02.2018, 15:36
69. Das Land der Normen und Systeme

stellt sich hier ein ganz, ganz dickes Armutszeugnis aus: Auf Betreiben der Wirtschaftslobbyisten wird auch weiterhin nach dem Motto verfahren: "Und reibt die Spitze sich auch wund, das Mittelmaß bleibt kerngesund!" Vorausgesetzt natürlich, dass dieses Mittelmaß tief genug im Dickdarm der Vorgesetzten steckt! Auch darum kehren immer mehr gut qualifizierte dem Heimatland den Rücken und gehen in Länder, wo erstens der Leistungsdruck nicht so krankhaft ist und zweitens die Angestellten das Gefühl haben, dass sie Pi mal Daum für die gleiche Arbeit auch etwa gleich entlohnt werden d. h. subjektiv gefühlt GERECHT!

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