Forum: Karriere
Tui-Manager über Mikrochip-Implantate: "Der Chip ist Teil meines Körpers geworden"
Christian Wyrwa/ TUI

Bei Tui in Schweden trägt jeder fünfte Mitarbeiter einen Mikrochip in der Hand und nutzt ihn intern. Das berge Chancen, sagt Geschäftsführer Huber. Deutsche seien zu misstrauisch gegenüber digitalen Technologien.

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sven2016 20.10.2019, 15:15
50. Das ist FDP-isch: Erst mal machen,

danach darüber nachdenken, was das für Folgen haben kann.

So sind „wir“ auch in die KKW-Misere gerauscht.

Spätestens wenn die Mehrheit der Mitarbeiter den Chip trägt, werden die anderen den Druck spüren. Das wird dann wie „Ach, für Sie müssen wir die Schlüssel und teuren Chipkarten noch vorhalten? Ok.“

Und die NFC-Auslesemöglichkeiten werden verbessert, auch zum Tracking an Durchgängen, Gebäuden, Bahn, Flugzeug, ... da wird die bisher kurze Reichweite nicht im Wege stehen.

NFC-Implantate sind bei amerikanischen Sicherheits- undGeldtransportunternehmen schon seit mehr als zehn Jahren im Einsatz.

Probleme haben die nach Veröffentlichungen u.a. bei Wechsel zu einem anderen Arbeitgeber, weil die Entfernung des Chips nicht so simpel ist und bei Fehlfunktionen. Da muss dann immer der Facharzt ran.

Super-Sache.

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pracz 20.10.2019, 15:19
51. Sie können sich es nicht vorstellen...

Zitat von Nordstadtbewohner
Es ist schade, dass die Diskussion wie so oft von alten Bedenkenträgern dominiert wird. Die implantierten Chips vereinfachen viele Betriebs- und Geschäftsprozesse. Von daher sind sie nützlich und produktivitätssteigernd. Wenn das Ganze freiwillig geschieht, ist die Implantierung der Chips eine gute Sache. An all die alten Bedenkenträger: Geht bitte in Rente.
Sie können sich es nicht vorstellen was es für eine Sch...e damals war. Sollten solche oder ähnliche Zeiten zurückkommen, wird es auch für Sie zu spät. Und dass solche Zeiten nie wieder kommen? Schauen Sie nur in Richtung Osten! Übrigens kann man ein Chip mit dem man Türe öffnen oder Essen in der Kantine kaufen kann, auch auf dem Schlüsselbund tragen.

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charlybird 20.10.2019, 15:20
52. Die jungen Menschen

von heute werden dem kaum skeptisch gegenüberstehen und die heutigen Windelträger, werden den Chip als gegeben akzeptieren.
All das, plus einer infrastrukturellen Überwachung per Video, wird aus dem Homo sapiens, den Homo digitaliens machen.
Eine total überwachte und kontrollierte Spezies, die sich ihre Demokratie als digitale Diktatur hat überstülpen lassen.
Natürlich unter der strikten Kontrolle eines Datenschutzes. :-)

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plaudertasche123 20.10.2019, 15:21
53. Hinterwäldler?

Ich finde es schon recht undifferenziert, wenn ich als hinterwäldlerische Deutsche dastehen soll, nur weil ich nicht unter vorheriger Ausschaltung meiner grauen Hirnmasse blind jeder digitalen Sau nachlaufe, die durchs Dorf getrieben wird. Man muss keine ausgewiesene Paranoia haben, wenn man angesichts der zahlreichen Hacks, Leaks etc. der letzten Jahre manchmal ganz gerne analog bleibt. Ich brauche keine Gesundheits-App, die so megasicher ist und deren Daten dann leider doch durch die Weltgeschichte geistern; ich brauche keine Gesichtserkennung, weil ich nicht weiß, wer alles mit den gewonnenen Daten und mit welchen Algorithmen Schindluder treibt. Aber ich poste ja auch nicht jeden noch so privaten Mist auf sozialen Netzwerken. Ich brauche keinen amazon-Boten, der in meine Wohnung kann, und ich brauche keine digitale Lausch-Tante im Wohnzimmer. Ich bezahle sogar ab und an gerne bar, schon alleine weil ich finde, dass es kein Schwein was angeht, was ich im Einzelnen so konsumiere. Das hat für mich mit Autonomie zu tun. Der Mann braucht einen Chip in der Hand, weil er Schlüssel und Kärtchen verbaselt? Naja, das Problem habe ich zum Glück nicht...und er anscheinend ein paar grundlegende Probleme mit Strukturiertheit. Wo das Problem dabei ist, sich neben den Chance solch einer Neuerung VORHER mit den Problemen kritisch auseinandeezusetzen, muss mir mal jemand erklären: im Nachhinein ist es in der Regel leider zu spät. Die Digitalisierung bringt ungeheure Vorteile und Chancen, das ist wahr. Aber nicht jedes Gimmick ist sinnvoll oder wünschenswert, nicht alles, was uns als sooo praktisch verkauft wird, brauchen wir, und nicht jedem Trend muss man blind nachlaufen.

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Afro-Mzungu 20.10.2019, 15:21
54.

Zitat von matteo51
Die Implementierung hat also viel bewegt die Leute reden miteinander, tauschen sich aus. Also, ich brauche keinen Chip intern, um mich mit meinen Kollegen und Mitmenschen auszutauschen, sondern nutze meine bereits von Natur aus implementierten Technologien wie Empathie, soziale Intereaktion und Abgrenzung. Ich finde diese "neue" Technologie beängstigend - der Mensch verliert jede Grenze, auch sich selbst gegenüber. Und, wie wir alle wissen: es gibt immer mindestens zwei Seiten, unter anderem auch eine dunkle: Missbrauch gegenüber Tier und Mensch (passiert ja heute schon....) werden Tür und Tor geöffnet. Ich bin mittelalt, akademisch und aufgeschlossen.
Ob Sie mittelalt und "akademisch" sind, ist völlig irrelevant und sagt auch nichts aus. Die von Ihnen behauptete Aufgeschlossenheit ziehe ich in Zweifel. Denn Ihrem Beitrag kann man klar entnehmen, dass wir heute noch, in Tierfelle gehüllt im Stammesverband, in Höhlen leben würden, wenn der durchschnittliche Frühmensch Ihre Art der "Aufgeschlossenheit" dominant besessen hätte.

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Drunken Masta 20.10.2019, 15:25
55. Kann mir zu wenig

Hätte prinzipiell nichts gegen technische Verbesserungen am Körper einzuwenden.
Aber ein simpler Identifikations-Chip, zumal in dieser Größe?
Ob das Ding jetzt an einer Karte hängt, hinterm Ohr klebt oder eben in der Hand unter der Haut, macht jetzt nicht wirklich viel Unterschied. Der technische Fortschritt ist eher minimal.
Lasst die Schweden ruhig so rudimentäre Spielerein testen, auch was Datensicherheit angeht. Ich bin dann gerne bei den wirklich coolen Neuerungen dabei.

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koska 20.10.2019, 15:27
56. Überschrift

.. hab in 50 Jahren noch nie eine Karte oder einen Schlüssel verloren. Ich denke, hier hilft mehr Training des Geistes auf Konzentration und andere Qualitäten. Die bringen allerdings keinen Gewinn ...

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PRAN1974 20.10.2019, 15:27
57. In Zukunft dann Hand- statt Handtaschen-Klau?

Nur um im Büro ein paar Öffnungsmechanismen betätigen zu können, würde ich mir keinen Chip implantieren lassen. Der Vorteil, es immer dabei zu haben, überwiegt nicht die Nachteile. Erst ist es schmerzhaft beim Einbau und wenn man gegebenenfalls ein halbes Jahr später den Job wechselt, muss man gleich noch mal durch die Entfernungs-Prozedur. Ist das dann auch kostenlos?

Nützlicher wäre es natürlich, wenn das Ding überall als Ausweis- und Kreditkartenersatz dienen könnte. Allerdings müsste ich dann wohl keine Angst mehr haben, dass mir das Portemonnaie geklaut wird, sondern dass mir die Hand abgehackt oder aufgeschnitten wird! Extrem gruselige Vorstellung - hoffentlich wird das nie Realität.

Außerdem könnte man solche Chips genauso gut in Armbänder, Armbanduhren oder Ringe integrieren - warum muss das denn unbedingt unter die Haut?

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HansHuckebein 20.10.2019, 15:29
58. Weiter denken

Zitat von whocaresbutyou
Und Sie machen sich Gedanken über einen kleinen Sender, der auf Anfrage auf zwei Zentimeter Entfernung eine Nummer aussenden, die nur dem Kühlschrank und dem Kaffeeautomaten bekannt sind...
Ja, ja. Und nur dem Bankautomaten, dem Apothekenautomaten, dem Ticketautomaten und dem Schnapsautomaten... Die alle noch schön vernetzen und schon ist man durchsichtiger, als wäre man aus Glas. Ne, danke, schöne neue Welt!

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Afro-Mzungu 20.10.2019, 15:30
59.

Zitat von ellge@arcor.de
Die Digitalisierung geht mir heute auf den Keks, es wird Zeit, ihr entschieden entgegen zu treten. Weg mit den Ministerien für Digitalisierung. Ich nutze PC und Internet seit BTX, aber zu viel ist zu viel. Der Bürger hat wenig von dieser Art Fortschritt, aber trägt alle Risiken und Nachteile, anscheinend ohne es zu merken, weil besoffen von Scheinvorteilen.
Komisch. Ich habe mit meinen über 50 Lebensjahren von Beginn an die Digitalisierung miterlebt. Der Fortschritt und die Vorteile sind für mich täglich greifbar, wenn sie auch bewusst oft nicht mehr wahrgenommen werden, weil selbstverständlich.
Mir ist aber nicht ein einziger echter, tatsächlicher(!) Nachteil in Erinnerung, den ich jemals durch die Digitalisierung erlitten hätte.
Möglicherweise sind wir die gleiche Generation, leben aber in unterschiedlichen Realitäten. Oder ist Ihnen der Fortschritt zu schnell, das Spektrum der Möglichkeiten zu weit, als dass Sie noch intellektuell zu folgen in der Lage sind? In diesem Fall kann ich natürlich das Gejammere nachvollziehen. "Früher" wären Sie dann eben der Opa gewesen, der nur noch im Schaukelstuhl am Kamin sitzt und den Rest des Lebens an sich passiv vorbeiziehen lässt, gefürchtet und ein wenig belächelt von den Enkeln.

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