Forum: Karriere
Typologie: Welcher Kaffeetrinker sind Sie?
Lina Moreno/ DER SPIEGEL

Kaffee gehört zum Bürojob wie Pflanzen in den Garten. Doch nicht jeder konsumiert ihn gleich. Lesen Sie hier von Kaffeeholikern und Zuckerschnäuzchen.

Seite 1 von 2
annoo 09.11.2019, 09:05
1. Wunderbar

Ich habe herzlich gelacht. Und ich glaube ich kenne jeden einzelnen Typen oder kann ihn mir zumindest gut vorstellen.

Ich könnte der Gruppentrinker sein. Jetzt weiß ich auch, weshalb mein Kaffee im Büro oft kalt auf meinem Schreibtisch steht. :-)

Beitrag melden Antworten / Zitieren
thomas387 09.11.2019, 09:36
2. So also trinkt man beim 'Spiegel' Kaffee?

Lauter Karikaturen der Oberflächlichkeit? Kann ich gar nicht glauben. Es muss darin auch Kaffee-Netz-gestählte Experten geben, die ihren Siebträger nach jahrelangem Tüfteln mit PID, Microwaage und mineralienreduziertem Brühwasser endlich zu Höchstleistungen veranlasst haben. Wozu schließlich hat man das Recherchieren gelernt und das genaue Hinsehen? Und wo bleiben die Blümchen-Trinker? Die To-Go-Enthusiasten, denen der stete warme Schluck jene Nährwerte zuführt, deren ihre Seele bedarf? Die Mühe, die man bei Schreiben dieser Glosse auf solcherart Typologie verwendet hat, hätte ich eher in die Zubereitung einer guten Tasse Kaffee gesteckt. Das nämlich ist gar nicht so einfach. Über- und Unterextraktion begleiten gefährlich den schmalen Grat dessen, was allein dem Typus eines Getränkes gerecht wird, das weltweit einzigartig ist und in seinem Massenkonsum jegliche Wertschätzung verloren hat. Da kann man sich, darin haben die Autoren Recht, darüber nur lustig machen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
AxelSchudak 09.11.2019, 09:51
3. Es fehlt...

der Teetrinker. Trinkt eigentlich lieber Tee, aber weil der Tee, den man im Büro bekommt, so grottenschlecht ist (häufig in Kaffekannen gemacht), trinkt er lieber gleich Kaffee. Artverwandt mit dem Gruppendrucktrinker, nur ohne Gruppendruck...

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Sique 09.11.2019, 10:13
4.

Zitat von AxelSchudak
der Teetrinker. Trinkt eigentlich lieber Tee, aber weil der Tee, den man im Büro bekommt, so grottenschlecht ist (häufig in Kaffekannen gemacht), trinkt er lieber gleich Kaffee. Artverwandt mit dem Gruppendrucktrinker, nur ohne Gruppendruck...
Es fehlt auch der militante Teetrinker. Er bereitet sich seinen Tee selbst zu, aus Teedosen mit Aufdrucken, die mindestens mit T.G.F.O.P., wenn nicht F.B.O.P.F. oder gar F.T.G.F.O.P.1. und ähnlichen kryptischen Zeichenkombinationen bedruckt sind.
Er hat eine größere Kollektion von Teesieben und Tee-Eiern in der Büroküche deponiert und verfügt über ein Laborthermometer, damit er den Pai Mu Dan und den Mao Feng Cris Cross ja nicht mit mehr als 79°C Wassertemperatur kränkt. Referiert gern über die Feinheiten der Tees. Trinkt seine Teetasse immer nur halb aus, erst, weil der Tee zu heiß ist, dann, weil kalter Tee die Aromen nicht mehr voll genug entfaltet.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Little_Nemo 09.11.2019, 12:24
5. Büroküchen-Gandalfe

Zitat von Sique
Es fehlt auch der militante Teetrinker. Er bereitet sich seinen Tee selbst zu, aus Teedosen mit Aufdrucken, die mindestens mit T.G.F.O.P., wenn nicht F.B.O.P.F. oder gar F.T.G.F.O.P.1. und ähnlichen kryptischen Zeichenkombinationen bedruckt sind. Er hat eine größere Kollektion von Teesieben und Tee-Eiern in der Büroküche deponiert und verfügt über ein Laborthermometer, damit er den Pai Mu Dan und den Mao Feng Cris Cross ja nicht mit mehr als 79°C Wassertemperatur kränkt. Referiert gern über die Feinheiten der Tees. Trinkt seine Teetasse immer nur halb aus, erst, weil der Tee zu heiß ist, dann, weil kalter Tee die Aromen nicht mehr voll genug entfaltet.
Nicht zu vergessen, er hat auch eine Hochpräzisionsatomuhr, damit sein Tee exakt die richtige Dauer zieht. Denn ab 3 Minuten und einer Nanosekunde verwandelt sich das Gebräu auf wundersame Weise von einem Hallo-Wach-Aufguss in ein Sedativum, wenn nicht gar Anästhetikum.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
io_gbg 09.11.2019, 13:17
6.

Insgesamt fehlt in der Typologie noch jemand, der/die Filterkaffee ablehnt, aber sonst nicht übermäßig festgelegt ist und allerhand verschiedene Zubereitungsarten des Kaffees genießt, solange dieser vor allem von guter/hoher Qualität ist.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Horst Scharrn 09.11.2019, 18:13
8.

Der Handmahler.
Bringt seine eigene kleine Kaffeemühle mit ins Unternehmen um vor Ort die eigens mitgebrachten frisch gerösteten Bohnen schonend per Hand zu mahlen und sich dann jeweils immer nur eine einzige Tasse Kaffee zuzubereiten, die zugegebenermaßen wesentlich besser schmeckt als jeder andere Kaffee im Unternehmen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
rgsf 09.11.2019, 19:52
9. Lustig...

...aber mein Kardiologe sagt ein paar Espressos (Espressi sagt der Hipster) pro Tag seien nicht schlecht fürs Herz. Und Rennradfahren schon gar nicht. Der Maserati finanziert sich eher durch den übergewichtigen Wohlstandsbäuchler.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 1 von 2