Forum: Karriere
Ü67: Mehr Menschen im Rentenalter arbeiten noch
DPA

Arbeiten bis zur Rente, und dann ist Schluss: Das war einmal. Immer mehr ältere Menschen arbeiten auch im Seniorenalter noch. Der Bildungsgrad spielt dabei offenbar eine Rolle.

Seite 1 von 10
Tharsonius 08.06.2016, 11:09
1. Bei den

lächerlichen Renten, die mancher ertragen muss, wundert das jetzt aber keinen, oder?

Beitrag melden Antworten / Zitieren
stinkfisch1000 08.06.2016, 11:21
2. Wieso auch nicht

Die Menschen leben länger, sind länger fit, warum sollen sie nicht auch länger arbeiten. Daran wird angesichts der Demographie kein Weg vorbeiführen. Individualismus und Verzicht auf Kinder zugunsten der eigenen Freiheit haben gesellschaftlich halt irgendwann einen Preis.
Kann man mit dem Finger auf die Politik zeigen, die kann am Grundproblem aber auch nichts ändern. Jedenfalls nicht mit weiteren Rentengeschenken.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
cosmose 08.06.2016, 11:39
3.

Zitat von stinkfisch1000
Die Menschen leben länger, sind länger fit, warum sollen sie nicht auch länger arbeiten. Daran wird angesichts der Demographie kein Weg vorbeiführen. Individualismus und Verzicht auf Kinder zugunsten der eigenen Freiheit haben gesellschaftlich halt irgendwann einen Preis. Kann man mit dem Finger auf die Politik zeigen, die kann am Grundproblem aber auch nichts ändern. Jedenfalls nicht mit weiteren Rentengeschenken.
Wieso nicht?
Weil irgendwann auch mal Schluss ist. Ich hab zwar noch 30 Jahre vor mir bis zur Rente, aber ich kann Ihnen versichern, dass ich keinen Tag zuviel arbeiten werde.
Aus diesem Grund habe ich schon seit der Ausbildung zwei private Rentenversicherungen, da (zumindest mir) vor 15 Jahren schon klar war, dass die gesetzliche Rente eher ein Witz ist.
So werde ich mit viel Glück in etwa das an Rente kriegen, was ich nun netto verdiene (minus den Abzügen für KV, etc natürlich) und kann dann einfach mein hoffentlich langes Leben geniessen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
nolabel 08.06.2016, 11:41
4. Leben um zu arbeiten

oder arbeiten um zu leben? Bei den Wenigen, die tatsächlich ihre Berufung gefunden haben und den Vielen, die von ihrer Renten nicht leben können, kann ich verstehen, wenn sie lange arbeiten. Alle anderen haben wohl ein Problem, ihre freie Zeit zu verbringen oder sind schlicht geldgierig. Ich habe mit 60 aufgehört und es keine Sekunde bereut, trotz erheblicher finanzieller Einbußen. In meinen letzten Stunden werde ich mich jedenfalls nicht darüber grämen, was ich alles versäumt habe im Leben. Kein Blümchen ungepflückt, kein Gläschen ungetrunken ,-)

Beitrag melden Antworten / Zitieren
he.ro.lito 08.06.2016, 11:53
5. Jeder wie er mag!

Zitat von nolabel
oder arbeiten um zu leben? Bei den Wenigen, die tatsächlich ihre Berufung gefunden haben und den Vielen, die von ihrer Renten nicht leben können, kann ich verstehen, wenn sie lange arbeiten. Alle anderen haben wohl ein Problem, ihre freie Zeit zu verbringen oder sind schlicht geldgierig. Ich habe mit 60 aufgehört und es keine Sekunde bereut, trotz erheblicher finanzieller Einbußen. In meinen letzten Stunden werde ich mich jedenfalls nicht darüber grämen, was ich alles versäumt habe im Leben. Kein Blümchen ungepflückt, kein Gläschen ungetrunken ,-)
Wenn Sie und auch #1 Tharsonius richtig gelesen haben, wissen Sie, dass es vor allem diejenigen mit höherem Bildungsstand sind, die länger arbeiten. Also gerade nicht diejenigen, die von ihrer Rente nicht leben können. Sie vermuten Geldgier? Kann es auch sein, dass Leute einfach Lust haben weiter zu arbeiten?

Beitrag melden Antworten / Zitieren
garfield53 08.06.2016, 11:59
6. mmm

Was soll diese Schlagzeile suggerieren, das wir alle "arbeiten" müssen, bis wir morgens liegen bleiben?

Die Realität zeigt doch aber die ungebrochene Entwicklung, das "Arbeitnehmer" ab ca. 60 Jahren in vielen Firmen verdeckt oder offen "entsorgt" werden, sich dann mit "Massenbilligjobs" bis zum Renteneintritt hangeln oder mit empfindlichen Einbußen früher in die Rente gehen.

Natürlich, wenn man das sich selbst ausbeutende Handwerk und viele Familienbetriebe sieht, in welchen aus reinen Überleben und Not viele Familienangehörige bis weit über siebzig mitmachen "müssen", dann hat der Schreiber recht.
Aber das betrifft aus eigenen Erleben nur einen Bruchteil aller Älteren.

Beängstigender ist der aufgrund der Minirenten bestehende Zwang vieler Alten, sich mit "Sklavenjobs" ein paar Euros fürs blanke Überleben dazu verdienen zu müssen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
InesH 08.06.2016, 12:03
7. Der Fisch stinkt vom Kopf her ...

Zitat von stinkfisch1000
Die Menschen leben länger, sind länger fit, warum sollen sie nicht auch länger arbeiten. Daran wird angesichts der Demographie kein Weg vorbeiführen. Individualismus und Verzicht auf Kinder zugunsten der eigenen Freiheit haben gesellschaftlich halt irgendwann einen Preis. Kann man mit dem Finger auf die Politik zeigen, die kann am Grundproblem aber auch nichts ändern. Jedenfalls nicht mit weiteren Rentengeschenken.
Diejenigen, welche aus Individualismus auf Kinder verzichtet haben, können sich genau diesen Indivudualismus, FREIWILLIG nach der Berentung zu arbeiten, auch leisten.

Diejenigen, die Kinder großgezogen haben und aus diesem Grund vielleicht nicht die ganz große Karriere oder überhaupt gar keine gemacht haben - die MÜSSEN sich oft zur Rente noch etwas dazuverdienen, wenn sie auch nur ansatzweise ihren Lebensstandard halten wollen.

Erstere und definitiv kleinere Gruppe verwirklicht sich so und protzt damit auch noch rum.

Fragen Sie aber mal den Handwerker (nein, nicht den Meister, sondern deren Angestellten), ob er mit 67 noch Fliesen legen, Dächer decken, Leitungen verlegen oder Mauern hochziehen will. Im Produktivitätsvergleich zu Arbeitnehmern, die 20 oder mehr Jahre jünger sind.
Fragen Sie die Kassiererin, die Krankenschwester, den Altenpfleger. Die Erzieher.
Fragen Sie den Polizisten, also den aus der Streifenhörnchentruppe.
Und fragen Sie vor allem die Arbeitgeber, ob diese solche Menschen einstellen.

Alle Menschen aus beiden Gruppen leben tatsächlich länger als früher, der guten medizinischen Versorgung sei Dank. Der bewußteren Lebensweise ebenso.

Es ist aber ein Unterschied, ob man länger arbeiten WILL oder KANN oder MUSS.
Meist ist das WILL nicht an das MUSS gekoppelt (Gruppe 1) und das MUSS frei vom KANN (Gruppe 2).

LG
InesH

Beitrag melden Antworten / Zitieren
hedgehog66 08.06.2016, 12:16
8. Erhöhung des Rentenalters = steigende Altersarmut

Die Erhöhung des Rentenalters führt zu steigender Altersarmut!

Im Artikel wird dies treffend beschrieben und auch mit Zahlen belegt!

"Kritiker befürchten hingegen, dass die Rente mit 67 zu verstärkter Altersarmut führen wird, weil viele Menschen nicht bis zu diesem Alter berufstätig sein können. Zwar planen immer mehr Erwerbstätige der Studie zufolge, bis zur höheren Regelaltersgrenze zu arbeiten. Allerdings gelingt das seltener: 1996 waren nur 3,6 Prozent direkt vor dem Ruhestand arbeitslos. 2014 seien es mehr als viermal so viele gewesen."


PS: Die Auswirkungen von Industrie 4.0 auf die Thematik werden im Artikel gar nicht betrachtet.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
turbi 08.06.2016, 12:23
9. AG 'Alte Techniker'?

Mit Verlaub, aber das Foto scheint mir nicht unbedingt "malochende Alte" zu zeigen!
Eher sieht es aus wie eine "Arbeitsgemeinschaft 'Alte Techniker'", die aus Spaß an der Freude (mit Strickjacke am Schraubstock) gemeinsam ihre Freizeit genießen.

Letzendlich paßt das Foto zur Thematik. Der Leser/Wähler/Arbeitnehmer wird verarscht!!!

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 1 von 10