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Überstunden: So schicken Sie Ihren Chef ins Gefängnis
Corbis

Ihr Chef beutet Sie aus? Dann wehren Sie sich! Bosse, die ihren Mitarbeiter zu viele Überstunden aufbrummen, müssen schlimmstenfalls in den Knast. Ein Überblick über Ihre Rechte.

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Bernt 23.01.2015, 13:44
1. Falsch recherschiert - 5 setzen!

Samstag ist auch Werktag!
Letztendlich darf ich also in der 5 Tage Woche jeden Tag 9,6h
Also in der Woche 5* 9,6h=48h arbeiten!

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Sibylle1969 23.01.2015, 13:49
2. Coole Sache...

...aber leider kaum praktikabel. Wer würde sich das trauen? Es gibt viele Firmen, in denen es zur Firmenkultur gehört, dass permanent deutlich mehr gearbeitet wird, als das Arbeitszeitgesetz erlaubt.

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Waldpinguie 23.01.2015, 13:49
3. tolle Ratschläge

Chef in Knast, Arbeitnehmer in Recht und füllt Antrag auf Arbeitslosengeld aus.
Etwas übertreiben dargestellt sicherlich.
Letztlich bleibt es ein nehmen und ein geben.....

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relic 23.01.2015, 14:01
4. Da würde ich gerne mal...

... die Reaktion des Arbeitgebers sehen (und auch das folgende Arbeitszeugnis) wenn ein Arbeitnehmer ihn in den Knast schickt. Der bekommt odch niemals wieder einen Job!

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annoo 23.01.2015, 14:01
5. Naja, es mag ja stimmen...

...aber wer klagt, kann gleich gehen.

In vielen Architekturbüros, die ich kenne, werden bis zu 60 Stunden pro Woche gearbeitet, selbstverständlich ohne Überstunden bezahlt zu bekommen. Für noch nicht mal besonders viel Geld, zumindest in Berlin. Wem das nicht passt, der kann ja gehen, es stehen genug andere auf der Straße, so vom Chef gehört.

Ebenso mal gehört - Originalzitat: "Was ist das für ein Architekturbüro in dem der Chef als einziger am Wochenende arbeitet?". Wohlgemerkt, es ging dabei nicht um ein einmalig hohes Arbeitsvolumen, nein, es handelte sich um eine ganz normale Arbeitswoche wie die meisten. Arbeitsphasen mit geringem Auftragspensum gibt es da so gut wie gar nicht, da sind die Scheinselbstständige schon gar nicht mehr beschäftigt.

Insofern ist die Idee, den Chef per Klage zur Raison bringen zu wollen, nur begingt gut.

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spon-facebook-10000283853 23.01.2015, 14:03
6.

Im Gegensatz zum Staat, der unter Drohung mit Gefängnis 60% der jährlichen Arbeitsleistung jedes Bürgers per Steuern und Abgaben enteignet, ist der Arbeitsplatz frei gewählt.

Die weitaus größere Gefahr - weil die Möglichkeit für physischem Zwang - geht von mehr Staat aus ... Nicht von der freiwilligen Kooperation auf dem Arbeitsmarkt.

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blubberquark 23.01.2015, 14:06
7. Ein Widerspruch auf dieser Argumentation kann ziemlich böse enden...

Die 6-Monate-Durchschnittsregel stammt vermutlich aus Zeiten der 6 Tage-Woche. In einer 6-Tage-Woche schaffe ich in 6 Monaten erlaubt ca 156 Tage x 8 h ~ 1248h, bei einer 5-Tage-Woche in derselben Zeit mit maximaler Mehrarbeit ca 126 Tage x 10h ~ 1260h. Hier läge man nur geringfügig über der Grenze. Aber auch die Urlaubstage sind einzurechnen. Wer in den letzten 6 Monaten ein paar Tage frei hatte, kann also gesetzeskonform durchgehend 10-Stunden-Tage arbeiten. So mein Kenntnisstand. Falsch?

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Bernt 23.01.2015, 14:22
8. 6-Tage Woche

Zitat von blubberquark
Die 6-Monate-Durchschnittsregel stammt vermutlich aus Zeiten der 6 Tage-Woche. In einer 6-Tage-Woche schaffe ich in 6 Monaten erlaubt ca 156 Tage x 8 h ~ 1248h, bei einer 5-Tage-Woche in derselben Zeit mit maximaler Mehrarbeit ca 126 Tage x 10h ~ 1260h. Hier läge man nur geringfügig über der Grenze. Aber auch die Urlaubstage sind einzurechnen. Wer in den letzten 6 Monaten ein paar Tage frei hatte, kann also gesetzeskonform durchgehend 10-Stunden-Tage arbeiten. So mein Kenntnisstand. Falsch?
Dem Gesetz liegt eine 6 Tage Woche also 48h pro Woche zu Grunde. Du kannst aslo gesetzeskonform 48h in einer 5-Tage Woche arbeiten!

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butalive76 23.01.2015, 14:35
9. Gut Aufklärung, im Arbeitsalltag wenig aussichtsreich

Zwar richtig, aber durch Existenzängste, gesellschaftl. Zwang und die Arbeitsmarktreformen von 2003 ("Hartz IV") passen sich die meisten Betroffenen an und beschweren sich nicht. Bruch von Arbeitnehmerrechten sind an der Tagesordnung. Das muss viel einfacher und härter geahndet werden, Zurzeit muss ja jeder einzeln klagen und das machen die meisten nicht. Ein Klagerecht über die Arbeitnehmervertretung oder Sammelklagen der gesamten Belegschaft wie auch persönliche empfindliche Strafen für die Verantwortlichen wäre ein Anfang. Aber grunds. steht ja die Wirtschaft über den Menschen...

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