Forum: Karriere
Umfrage zu Arbeitswegen: Ab 40 Minuten nervt das Pendeln so richtig
DPA

Langes Pendeln kann anstrengen. Eine Umfrage zeigt nun, ab welcher Dauer der Arbeitsweg die Pendler stresst - und woran das Homeoffice scheitert.

Seite 2 von 13
ansv 12.10.2018, 07:30
10. Seltsame Zahl

"Mehr als 8 von 10". Ich nehme an, es wurden nur ganze Menschen befragt? Und kann man sich gar nicht mehr vorstellen, dass es eine große Zahl von Arbeitnehmern gibt, die noch tatsächlich Dinge anfassen?

Beitrag melden
navitrolla 12.10.2018, 07:31
11. Umdenken nötig - in der Politik!

Die Konzentration von Jobs on Ballungszentren bringt haufenweise Probleme mit sich: Erzwungene Umzüge, unglückliche und ungesunde Pendler, verwaisende Landstriche andernorts, Unweltprobleme in den Städten, mehr Kriminalität bei hoher Bevölkerungsdichte, weniger soziale Kontrolle, weniger Gesellschaftlichen Zusammenhalt und weniger langfristiges ehrenamtliches Engagement.
Hier wäre politisch anzusetzen. Förderung von Jobs auf dem Land und ermöglichen von Homeoffice sollte in gleichem Umfang gefördert werden wie die aktuelle Situation. Momentan trägt die Bundesrepublik Kosten von rund 5Mrd alleine für die entfernungspauschale. Warum nicht ähnlich ambitioniert das Nicht-pendeln fördern? Geld für Arbeitgeber fürs Zuhause arbeiten lassen, Subvention für die Schaffung von Jobs in sterbenden Regionen anstelle Förderung von Infrastruktur in den Ballungszentren. Und mit dem aktuellen Dieselktionismus werden wohl auch wieder vorrangig Stadtmenschen und Werkstätten / Autohändler in Städten unterstützt - egal wer das bezahlt.

Beitrag melden
Plasmabruzzler 12.10.2018, 07:43
12.

Nun ja, meine Frau und ich würden auch gerne weniger Zeit fürs Pendeln investieren, aber da unsere Arbeitgeber je 25km nördlich bzw. 35km südlich liegen, haben wir uns für die Mitte entschieden, wo es einen guten Anschluss an den ÖPNV gibt. In die Nähe eines Arbeitgebers zu ziehen und dann und den anderen über 1 Stunde pendeln zu lassen, kam aus mehreren Gründen nicht infrage. Der gewichtigste Grund war die monatliche Belastung für Miete bzw. Kauf einer Immobilie. Gut, Kaufen können wir uns auch aktuell kaum leisten, aber die Mietpreise sind moderat, obwohl wir nicht einmal auf dem Dorf leben. Meine Frau braucht ca. 35 Minuten zur Arbeit und ich knapp 45 Minuten. Wir arbeiten in Branchen, in denen es nicht überall adäquate Stellen gibt, so dass ein Arbeitgeberwechsel so gut wie ausgeschlossen ist.
Ich könnte zumindest Telearbeit resp. Homeoffice machen, aber mein Arbeitgeber würde dies erst in Erwägung ziehen (es ist ein formeller seitenlanger Antrag erforderlich), wenn ich jemand Angehörigen zu pflegen hätte, kleine Kinder hätte und/oder ich selbst schwerbehindert wäre. Gelegentlich starke Schmerzen im Knie aufgrund eines Jahre zurück liegenden Unfalls und krumme Wirbelsäule (vulgo Skoliose) seien kein hinreichender Grund. Außerdem könnte man maximal 2 Tage die Woche Telearbeit machen, ansonsten wird Anwesenheit verlangt.
Nein, das ist kein Jammern, sondern die Realität, mit der ich aber im Großen und Ganzen zufrieden bin. Beim Pendeln im ÖPNV hat man auch mal Zeit, um gute Musik am Stück zu hören und von der Arbeit abzuschalten, bevor man zu Hause ankommt.

Beitrag melden
radnabe 12.10.2018, 07:45
13. @Tr1ple, ÖPV

Doch, die automatischen Tickets gibt es. Vor über zehn Jahren eingeführt von der Deutschen Bahn. Nennt sich Touch and Travel, man meldet sich beim anfahren im Smartphone an und bei der Ankunft wieder ab. Das System berechnet den Preis und kennt auch die Tarife der teilnehmenden Verkehrsverbünde.

Als dann nach und nach immer mehr Verbünde teilnahmen hat die Bahn es schnell abgeschafft. Vor zwei Jahren. Zu viel Service schadet dem Image der Bahn. Es war nicht umständlich genug.

Beitrag melden
smickey 12.10.2018, 07:57
14. logische konsequenz

Wenn jemand mit dem Auto im Stau lange Anfahrtzeiten hat und dann auch noch ein Job macht, den er nicht mag und zu Hause auch nicht die optimale Beziehung hat (homeoffice???) dann ist Stress nur die logische Konsequenz.

Beitrag melden
fehleinschätzung 12.10.2018, 07:59
15. Das verstehe wer will

pendeln: WIE? mit dem Auto, dem Zug, dem Flugzeug, dem Rad, zu Fuß? Ein Weg 40min oder gesamt 40min? und warum diese Aufteilung in die 20min Blöcke? Etwas differenzierter hätte man schon fragen können, Oder?

Beitrag melden
rainerknoll 12.10.2018, 08:07
16. Pendlerwahnsinn

wer zu Fuß oder mit dem Rad seinen Arbeitsplatz erreichen kann, weiß oft gar nicht, welche Gnade ihm zuteil wird. Auf dem Land lebend mit einer qualifizierten Ausbildung/Studium ist leider oft dazu verurteilt einem Arbeitsplatz hinterher zu fahren. Ich muß seit 30 Jahren einfach 80 km fahren. Das kostet mindestens zwei Stunden am Tag Zeit und richtig viel Geld. Überschlagsweise bin ich auf ausschließlich eigene Kosten in dieser Zeit über 1 Million Kilometer gefahren - ein Wahnsinn!

Beitrag melden
FelixM186 12.10.2018, 08:16
17. 70km

Also ich fahre 70km die einfach Strecke, also 140km am Tag. Ich fahre halt nach Luxemburg. Doppelte Strecke zur Arbeit, aber dafür auch doppeltes Gehalt, mehr Kindergeld, viel mehr Rente, viel mehr Steuerrückerstattung....

Beitrag melden
jiasouma 12.10.2018, 08:16
18. Kommt hin

Ich fahre einfache Strecke 35 km und benötige dafür ca. 45 Minuten. Mich nervt das eigentlich täglich, weil es verlorene Lebenszeit ist und die Pendelei eine ganze Stange Geld kostet. Mein Traum wäre fußläufige Entfernung zum Arbeitsplatz, dass kann man aber in der Bodensee-Region bei den hohen Mieten und Immobilien preisen vergessen. Der Zug fährt übrigens nur im Stundentakt und hält recht weit vom Zielort entfernt, da wäre ich also noch länger unterwegs.

Beitrag melden
der_durden 12.10.2018, 08:23
19.

Zitat von jhea
Ich selbst pendele ca 45 Minuten täglich. Warum? Weil ich es will. ich könnt auch nur 10 Minuten pendeln, indem ich näher zu meinem Arbeitsplatz ziehe - so wie es jeder andere auch könnte. Daher hält sich mein Mitleid in Grenzen, besonders dann wenn das Pendeln angeblich nur mit dem Auto klapp. Es ist jedermanns persönliches Pech wenn er meint mitten auf dem Land zu leben wo man nur 3 Apfelbäume hingestellt hat statt eines Bahnhofes oder einer Bushaltestelle.
Sie meinen also, jeder könnte, wenn er denn nur wollte, in der Stadt leben und somit das Pendeln reduzieren? Darf ich mal fragen, in welchem Land Sie leben? Falls es Deutschland ist, die Frage, haben Sie die letzten Jahre verschlafen?

Es kann sich nicht jeder leisten, in jeder Stadt zu leben. Es mag Städte geben, die kein Problem darstellen, aber München, Frankfurt, Hamburg, Berlin, Köln und einige mehr, haben schon längst keinen bezahlbaren Wohnraum mehr für alle die dort arbeiten. Und selbst diejenigen, die sich den Wohnraum leisten können, finden häufig keinen.

Ihre Aussage, dass alles nur eine Frage der Entscheidung ist, ist entweder zynisch, ignorant oder Sie sind ahnungslos.

Gerade am Beispiel München zeigt sich, dass sich nicht mal mehr der Polizist, der die Stadt schützen soll, dort eine Wohnung leisten kann, bzw. eine findet.

Beitrag melden
Seite 2 von 13
Diskussion geschlossen - lesen Sie die Beiträge!