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Unbezahlte Arbeit: Frauen arbeiten weltweit mehr als Männer
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Haushalt, Pflege, Betreuung und Ehrenämter: Frauen verbringen mit diesen unbezahlten Arbeiten deutlich mehr Zeit als Männer. Eine neue Studie zeigt, wie groß das Missverhältnis ist.

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jujo 06.05.2019, 16:25
1. ....

Das Frauen mehr tun im privaten Bereich, ich nenne es bewußt nicht unbezahlte Arbeit, ist unbestritten!
Das ist bei uns auch so, ich hole aber steitig auf. Küche, Staubsaugen u.s.w. ist für mich kein Problem.
Nur mit der Wäsche ist meine Frau eigen, da muß (!) ich die Finger von lassen. Dafür ist der Rasentraktor mein Spielzeug.

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Richard.M 06.05.2019, 16:33
2. Zu kurz gedacht, wie üblich

Erstmal: aus einer Studie, die X misst, aber nicht Y, eine Klage über das Ungleichgewicht X-Y zu machen, erfordert schon eine gewisse Chuzpe. Aber setzen wir mal als korrekt voraus, dass Frauen mehr im Haushalt leisten als Männer. Dann kann das immer noch legitimer Teil der traditionellen Arbeitsteilung sein, bei der der Mann Erwerbstätigkeit nachgeht, die Frau nicht oder in geringerem Maße Geld verdient, dafür mehr "unbezahlte" Arbeit macht und einen Teil des vom Mannes verdienten Geldes für ihre Bedürfnisse ausgibt. Dieses Modell funktioniert für viele Paare sehr gut; eine Studie, die eine Benachteiligung von Frauen belegen möchte, müsste alle Komponenten dieses Systems betrachten. Faktisch ist es wohl so, dass die meisten Konsumentscheidungen von Frauen getroffen werden; dass sie dabei systematisch zu kurz kommen, müsste erstmal bewiesen werden.

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quark2@mailinator.com 06.05.2019, 16:34
3.

Das ist halt das Problem mit den Statistiken. Man kann sie auf 1000 Arten aufstellen und interpretieren. Zum Beispiel ein Ehepaar, das klassisch aufteilt - er arbeitet seine 50..60 Stunden im Job, sie macht den Haushalt, das Einkommen geben beide gemeinsam aus (wobei die Statistik sagt, daß sie etwa 60..70% der Ausgaben kontrolliert, er nur 30..40%). Wenn ich diese Situation nehme und nun aufschreibe, wer wieviel "unbezahlt" arbeitet, dann kommt natürlich genau das raus, was im Artikel steht. Aber das Einkommen wird dennoch gemeinsam ausgegeben. Und im Zweifelsfall lebt frau noch länger und hat am Ende mehr von der Rente. Will ich damit beweisen, daß er in Wirklichkeit der Dumme ist ? Nein, will ich nicht. Mir geht es darum, daß diese Statistiken verdammt schwer zu interpretieren sind und das sie leider gern zu Schnellschüssen mißbraucht werden, um die eigene Agenda zu befördern. Man sollte sorgfältig damit umgehen.

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Pfaffenwinkel 06.05.2019, 16:34
4. Haushalt, Kinder

und die Pflege der Oma sind noch immer überwiegend "Frauensache". Und diese Arbeiten wurden und werden nicht bezahlt. Dank der Technik haben es Frauen heute zwar leichter, aber die Dummen sind sie immer noch.

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Die linke Kobra 06.05.2019, 16:39
5. Vereins- und Wohltätigkeitsarbeit !

"Der Haushalt, das Kümmern um Angehörige und die Vereins- und Wohltätigkeitsarbeit gehören dazu". Wem es nicht langweilig ist, braucht sich nicht bei Vereins- und Wohltätigkeitsarbeit engagieren. Vergessen wurde noch die Mehrarbeit, die durch Kaffeekränzchen mit Kuchenbacken, Volkshochschulkurse, Meditation und Tanz für Frauen entstehen. Auch der Austausch mit der Nachbarin über alles was die Frauen nichts angeht, wurde vergessen.

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weltverkehrt 06.05.2019, 16:41
6.

Da gibt es in der Tendenz ganz andere Zahlen aus Deutschland. Was mir im Artikel fehlt, ist der Hinweis auf die Art der Befragung, Zeitraum und die Zahl der Befragten, etc. .

Aber jeder kann sich im "Statistischen Jahrbuch 2018" vom Statistischen Bundesamt im Kapitel 6.3 ein ausführliches Bild machen und wird feststellen, dass hier wieder etwas verdreht wird, was eben im Detail nicht stimmt. Die Zahlen dort sind zwar von 2012/2013, aber dafür wurde hier umfangreich gearbeitet und über 11 000 Haushalte befragt in Deutschland.

Der Link zum PDF: https://www.destatis.de/DE/Themen/Querschnitt/Jahrbuch/jb-einkommenKonsumLeben.pdf?__blob=publicationFile&v= 6

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Christoph 06.05.2019, 16:43
7.

Was diese Studie verschweigt: Dass die üblicherweise zwar mehr unbezahlte Arbeit, dafür aber weniger bezahlte Arbeit verrichtende Frau durchaus am Einkommen ihres im Gegensatz dazu weniger unbezahlt, dafür aber mehr bezahlt arbeitenden Mannes beteiligt ist, dass das mit dem "unbezahlt" also so gar nicht stimmt. Und dass viele dieser unbezahlten Arbeiten gerade deswegen, weil sie unbezahlt sind, viel mehr Freiheiten lassen, als eine bezahlte Arbeit, evtl. sogar die Freiheit, den Leuten, mit denen man bei dieser Arbeit zu tun hat, einfach nur zu sagen, dass sie einen mal gepflegt am A.... lecken können, wenn sie zu sehr nerven. Bei einer vom Geld abhängigen Arbeit geht das natürlich nicht.

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weltverkehrt 06.05.2019, 16:45
8.

Zitat von Die linke Kobra
"Der Haushalt, das Kümmern um Angehörige und die Vereins- und Wohltätigkeitsarbeit gehören dazu". Wem es nicht langweilig ist, braucht sich nicht bei Vereins- und Wohltätigkeitsarbeit engagieren. Vergessen wurde noch die Mehrarbeit, die durch Kaffeekränzchen mit Kuchenbacken, Volkshochschulkurse, Meditation und Tanz für Frauen entstehen. Auch der Austausch mit der Nachbarin über alles was die Frauen nichts angeht, wurde vergessen.
Auf den Punkt. Wohltätigkeitsarbeit ist Freizeit. Wer am Wochenende für Fußballvereine den Schiri macht und damit den Jugendsport erst ermöglicht, wird hier sicherlich auch nicht als sozial mildtätig aufgeführt, wie die engagierte Mutter in Teilzeit, die nach der Kirche Seniorenkränzchen vorbereitet. Auch der Kirchbesuch ist nebenbei Freizeit.

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arminpillhofer 06.05.2019, 16:46
9. Wieder mal sind die Frauen die Guten

Dafür arbeiten Männer mehr im Job. Und da Männer auch viel öfter selbständig sind und diese Überstunden, die man da leisten muss, in keine Statistik eingehen, ist das wohl schwer zu vergleichen. Aber Frauen müssen in allen Vergleichen des Geschlechterkampfes besser abschneiden - ein ungeschriebenes Gesetz der Medien.

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