Forum: Karriere
Unbezahlte Arbeit: Frauen arbeiten weltweit mehr als Männer
Getty Images/iStockphoto

Haushalt, Pflege, Betreuung und Ehrenämter: Frauen verbringen mit diesen unbezahlten Arbeiten deutlich mehr Zeit als Männer. Eine neue Studie zeigt, wie groß das Missverhältnis ist.

Seite 5 von 13
Die linke Kobra 06.05.2019, 18:22
40. Erstens, Zweitens, Drittens, Viertens

Zitat von mumuwilli1975
Meine verheiratete Freundin sagte neulich zu mir, dass es ihr genauso ginge wie mir (Ich bin alleinerziehend) , nur dass sie noch einen Ehemann hat, der nichts tut und sich um nichts kümmert. Sie geht neben den beiden Kindern und dem Haushalt noch 60% arbeiten. Sie hat seit 6 Jahren nicht eine Nacht länger als 4 Stunden geschlafen, weil Mann nicht macht. Da nützt es auch nicht, dass der Alte Geld mit nach Hause bringt. Das kann Frau nämlich selbst. Ich bin dankbar, geschieden zu sein und nicht noch einen Faulpelz neben mir ertragen zu müssen.
Erstens; warum hat sie so einen Depp geheiratet. Zweitens: warum lässt sie sich nicht scheiden. Drittens: 24 Stunden - (8 Stunden x 0.6) Arbeit - 4 Stunden Schlaf = 15 Stunden. Viertens: was macht sie in den 15 Stunden ? Ich behaupte ja nicht, dass ihr bei 60% Arbeit und zwei Kinder langweilig ist, Vielleicht sollte sie die Zeit, die sie zusammen mit ihrem Mann im Bett verbringt, mehr zum Schlafen als zum Vögeln verwenden. Die Stundenangabe hierzu haben Sie unterschlagen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
simon.pfeiffer74 06.05.2019, 18:23
41.

Zitat von markus_wienken
Bei den mir bekannten Paaren wo beide in vollzeit arbeiten gehen, wird die Hausarbeit durchaus 50:50 aufgeteilt. Bei denen wo einer (immer die Frau) in Teilzeit arbeitet entsprechend. Ich vermag hier nun wirklich kein grundsätzliches Problem zu erkennen.
Weil es keines gibt. Aber SPON braucht Clickbait-Überschriften.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
ssissirou 06.05.2019, 18:30
42.

Zitat von ge_heim
der "typischen Männerarbeit"? Steuererklärung machen, Autos in die Werkstatt bringen, den Geschirrspüler reparieren, den Fahrradschlauch wechseln, der Anruf beim Mobilfunkanbieter, weil das Telefon nicht geht, den NAS-Server einrichten/ neu aufsetzen, .... soll doch jeder so leben und seine Arbeit aufteilen, wie er es mag. Die einen traditionell, konservativ, die anderen 50:50, der eine alles, der andere nix.... so lange die Leute glücklich sind, geht es doch niemanden etwas an! Dieses willkürlich einseitige gegeneinander aufgewiege ist jedenfalls widerlich und der eigentliche Sexismus!
Im Ernst! Steuererklärung machen, Autos in die Werkstatt bringen oder beim Mobilfunkanbieter anrufen, ist typische Männerarbeit? Die Autos reparieren doch schliesslich die Mechaniker in der Werkstatt, und bei weitem nicht alle Männer können einen Geschirrspüler reparieren.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
ole#frosch 06.05.2019, 18:31
43. Volkswirtschaftlich betrachten

Volkswirtschaftlich sind viele der Tätigkeiten nur schwer zu erfassen bzw. bringen so gut wie nichts.
Das Pflegen von alten Menschen ist super und wichtig, aber bei einer reinen monetären Betrachtung ist es volkswirtschaftliche Irrsinn.
Kindererziehung ist da schon was anderes.
Im Grunde sind aber viele Dienstleistungen und der aufgezählten Tätigkeiten nur moglicj, weil irgendwo tatsächlich fürs BIP zahlbar Mehrwert geschaffen wirs. Diese Jobs werden dann auch entsprechend entlohnt.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
MichaelundNilma 06.05.2019, 18:33
44. Erklärungsbedürftige Studie

Wie es um die Männer in Deutschland bestellt ist, verrät die Studie nicht. Aber im Durchschnitt aller 41 Länder arbeiten Frauen 266 Minuten am Tag ohne Bezahlung, Männer gerade mal 108 Minuten. Aha. Ich darf daran erinnern, daß in muslimischen Ländern und sonstigen patriarcharen Gesellschaften Hausarbeit Frauensache ist. Ob in anderen Ländern unter dem Begriff Vereinsarbeit dasselbe gemeint ist wie bei uns, wage ich zu bezweifeln. Nun, da wir ja von der Studie nicht betroffen sind, können wir uns genüßlich zurücklehnen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
markus_wienken 06.05.2019, 18:40
45.

Zitat von Cata19
Ich arbeite 16 Std am Tag als Unternehmerin und Gründerin, weil Beruf für mich mit Berufung gleichzusetzen ist. Trotzdem sagte bei der Hausarbeit mein (angestellter) Ex-Partner regelmäßig: "Ich helfe dir doch, wenn ich kann. Aber Hausarbeit ist naturgemäß eher dein Gebiet." Jetzt habe ich eine Putzfrau und mein Ex einen Schrank voller Mikrowellengerichte. Meine Freundin, Mutter von 3 Kindern (eines davon behindert), reibt sich in Vereinen und Elternorganisationen auf und sie hasst es. Kuchenbacken, Trikots für die Kindervereine nähen, Fahrtdienste, zermürbende Aktionsdebatten, diverse therapeutische Kinderfreizeiten, das Organisieren von noch mehr Kinderaktivitäten und gemeinnützigen Aktivitäten … Dazu hilft sie noch an der "Tafel" aus. "Aber wenn wir es nicht machen, wer dann? Ich will doch nicht als nutzlose Egoistin dastehen.." Vor zwei Monaten wurde bei ihr Depression und Burn Out diagnostiziert, die sie mit Tabletten in Schach hält, damit sie weiterhin funktionieren kann. Täglich hinterfragt sie ihren Wert als Individuum. Arbeit, die nicht monetär vergütet wird, gilt als Weibchen-Luxus.
Was Ihre Freundin angeht:
Nach der im Haushalt/Familie anfallenden Arbeit und gerne auch etwas darüber hinaus (die sie hoffentlich mit ihrem Partner gemeinschaftlich erledigt) kann sie ihre Freizeit verbringen wie sie möchte.
Wenn sie ihr Helfersyndrom ausleben möchte auch. Nur soll sie sich nicht beschweren wenn ihr alles über den Kopf wächst, Hilfe bis zur Selbstaufgabe gehört therapiert und verdient keine Bewunderung.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
gruenerfg 06.05.2019, 18:42
46. Auf den Punkt

Denn Männer kommen bekanntlich nach acht Stunden nach einem Kneipenbesuch nach Hause, lassen sich Abendessen servieren, gucken die Sportschau und verlangen von der gestreßten Ehefrau Geschlechtsverkehr, bevor sie sich auf ihren Bierbauch drehen und schnarchend einschlafen. Endlich erkannt.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
ThomasS79 06.05.2019, 18:42
47. Übersättigte Opferrolle...

wieder einmal! Man wird beim SPON nicht müde, die scheinbar katastrophale Lebenssituation der Frauen und geschlechtliche Ungleichheit anzuprangern! Man fragt sich ja regelrecht, warum es noch nicht zum Krieg gegen die Männer gekommen ist - bei all der femininen Perfektion und der moralischen Großchance auf ewigen Weltfrieden! Was führe ich als Mann doch für ein Zuckerwatte-Leben! Nur leider merke ich davon nichts! Bei Vollzeitberufstätigkeit und täglich 2-4 h für Wohnung, Haushalt, Besorgungen und Familie (kinderlos), führt meine Frau ein (auch in der Selbstwahrnehmung) doch ein recht entspanntes Leben! Einkaufen, Familien-, Terminplanung und die psychosoziale Bedürfnis-Pflege aller Beteiligten fällt übrigens auch zu 100% mir zu. Bemerkenswert dabei ist, typische Frauenaufgaben gibt dabei in unserem Haushalt nicht - wohl aber mannigfaltige (meist schwer körperlich betonten) für Männer! Es tut mir leid - aber ich kann die ganze Debatte nicht mehr für voll nehmen! Der Eindruck selektiver, geschlechtlicher Diskreditierung drängt sich bei so einseitigen Betrachtungen nicht nur in dramatischer Form auf, es entsteht auch eine Ungleichheit in der Wahrnehmung und Aufmerksamkeit der tatsächlichen Lebensumstände! Eine Gesellschaft, in der Männer mittlerweile nur noch als Täter, bevorzugt und patriarchisch dargestellt werden, dient einer gleichberechtigten Gesellschaft ebenso wenig wie eine eben solche Realität!

Beitrag melden Antworten / Zitieren
FocusTurnier 06.05.2019, 18:46
48. Frauen wollen Teilzeit

Zitat von Caminare
Männer bekommen für die bezahlte Arbeit später einiges mehr Rente. Frauen, die sich bei Teilzeitarbeit um Haushalt und Kinder kümmern, leisten weniger bezahlte Arbeit, aus der sie später eine magere Rente, die kaum zum Leben reicht, erhalten. Nicht gerecht! Beide ARBEITEN!! Bei Trennung sehen Frauen in Hinblick auf die Rente alt aus.
Dazu eine interessante Studie des BMFSFJ:

https://www.spiegel.de/karriere/teilzeit-die-meisten-frauen-in-teilzeit-jobs-sind-zufrieden-a-1243712.html

Beitrag melden Antworten / Zitieren
tommit 06.05.2019, 18:52
49. Bedeutet

Zitat von Pfaffenwinkel
und die Pflege der Oma sind noch immer überwiegend "Frauensache". Und diese Arbeiten wurden und werden nicht bezahlt. Dank der Technik haben es Frauen heute zwar leichter, aber die Dummen sind sie immer noch.
Die Pflege wird also von Dummen erledigt..
Die Frage ist jetzt nur ob sich der geneigte Forist abngesichts dieser Erkenntnis für sein Alter nur noch intelligente Kinder und Enkel wünschen sollte...
Mann wird das noch lustig .. man döst bei Fernsehen und Haldol während im Nebenraum die Statistiker die Zajlen quälen...
Gebt den Statistikern doch einfach das Gehalt einer Pflegekraft und das Thema hat sich...

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 5 von 13