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Unbezahlte Arbeit: Frauen arbeiten weltweit mehr als Männer
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Haushalt, Pflege, Betreuung und Ehrenämter: Frauen verbringen mit diesen unbezahlten Arbeiten deutlich mehr Zeit als Männer. Eine neue Studie zeigt, wie groß das Missverhältnis ist.

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elizar 06.05.2019, 20:18
60.

Zitat von im_ernst_56
Das ist solange kein Problem als der Gesetzgeber - etwa auf der Grundlage dieser Studie - nicht die Einführung einer Dokumentationspflicht - wie beim Mindestlohn - im familiären Bereich einführt und Sie nachweisen müssten, dass sich Ihre Frau soviel vom gemeinsamen Konto genommen hat, wie ihr zustände, wenn sie die unentgeltliche Arbeit entgeltlich leisten würde. Ich halte es nicht für ausgeschlossen, dass so eine Forderung in absehbarer Zeit erhoben wird. Die Alternative wäre, dass der Gesetzgeber vorschreibt, dass die Gehälter beider Ehepartner addiert und dann hälftig aufgeteilt werden müssen.
Falls Sie das nicht mit Ihrem Partner nicht hinkriegen tut mir das Leid für Sie. Schließen Sie aber bitte nicht von sich auf andere. Wenn Sie diesen Quatsch wirklich einführen wollen, dann brauchen Sie sich nicht wundern, wenn immer wenige Leute heiraten. Ist das Ihr Ziel?

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Esib 06.05.2019, 20:21
61. Wie üblich: Zu kurz gegriffen

Wer was für die Familie tut, ist eigentlich egal. Entscheidend ist, dass die Gesamtarbeit gerecht verteilt ist und das heißt: Berufstätigkeit und nicht berufstätige Arbeit müssen zusammenaddiert werden. Erst dann kann man vergleichen, wenn man schon Männer und Frauen vergleichen will. Und da zeigt sich ein anderes Bild: Bei Familien leisten Männer deutlich mehr Arbeit in der Gesamtbetrachtung als Frauen. Wer es nicht glaubt, sollte einfach mal in die Studie des stat. Bundesamtes ("Wo bleibt die Zeit") schauen.
Übrigens schreibe ich bewusst "nicht berufstätige Arbeit", denn "unbezahlte Arbeit" ist eine Lüge, da dem im Haushalt arbeitenden Partner die Hälfte des Familieneinkommens per Gesetz zusteht.

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mumuwilli1975 06.05.2019, 20:21
62. mw91

Da der Mann ab dem Zeitpunkt der Geburt des ersten Kindes nichts mehr gemacht hat, muss Frau das halt übernehmen oder lassen Sie Kinder nachts weinen. Wer hilft mit dem aus den Windeln kommen, den Tränen und des Albtraums. Er nicht. Er glotzt bis 3 Uhr nachts Serien und lässt halt machen.

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markus_wienken 06.05.2019, 20:25
63.

Zitat von ssissirou
Im Ernst! Steuererklärung machen, Autos in die Werkstatt bringen oder beim Mobilfunkanbieter anrufen, ist typische Männerarbeit? Die Autos reparieren doch schliesslich die Mechaniker in der Werkstatt, und bei weitem nicht alle Männer können einen Geschirrspüler reparieren.
/einmisch
Ja, Steuererklärungen, handwerkliche Tätigkeiten und "PC/Telko/Technik-Kram" aller Art sind typische Männerdomänen...so zumindest die Erfahrungen in meinem Bekannten- und Freundeskreis (2 weibliche Ausnahmen - IT-Fachkraft und Steuerfachgehilfin oder wie man das heute korrekt benennt- bestätigen die Regel).
Autos reparieren (zu lassen) ist zwar keine harte Arbeit, kostet aber Zeit, ähnlich wie die Kinder zum Sport zu fahren oder so.

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markus_wienken 06.05.2019, 20:31
64.

Zitat von mumuwilli1975
Da der Mann ab dem Zeitpunkt der Geburt des ersten Kindes nichts mehr gemacht hat, muss Frau das halt übernehmen oder lassen Sie Kinder nachts weinen. Wer hilft mit dem aus den Windeln kommen, den Tränen und des Albtraums. Er nicht. Er glotzt bis 3 Uhr nachts Serien und lässt halt machen.
Da stellen sich mir doch gleich 2 Fragen:
Warum hat sie sich nicht von diesem Faulpelz, Totalausfall und Pascha getrennt?
Und warum hat sie trotz dieser mehr als schlechten Erfahrungen mit diesem Schwachkopf ein zweites Kind mit ihm in die Welt gesetzt?
Manche Menschen scheinen das Leiden zu genießen und verdienen einfach kein Mitleid.

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horst_müller 06.05.2019, 21:34
65.

Haushalt, Kinder, Ehrenamt. Ich würde das ja als Leben bezeichnen, aber unbezahlte Arbeit hört sich ja Ungerechtigkeiten an, da nimmt man doch lieber diesen Begriff. Schliesslich sind die Frauen ja grundsätzlich die Guten.

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weltverkehrt 06.05.2019, 22:19
66.

Um diese Statistik einzuordnen, möchte ich noch zwei Zahlen für die SPIEGEL-Stadt Hamburg nennen (Quelle NDR, https://www.ndr.de/nachrichten/hamburg/Statistik-Wenig-Kinderhaushalte-in-Hamburg,hamburg1660.html):

1. Die Zahl der Single-Haushalte in Hamburg an allen Haushalten in Hamburg ist 54 Prozent.

2. Die Zahl der Haushalte mit Kindern unter 18 Jahren ist 18 Prozent. Daraus ergibt sich (100% - 54-% - 18%), dass die verbliebenen 28 Prozent kinderlose Haushalte von Pärchen sind.

Die Frauen in Hamburg wohnen also zu mehr als die Hälfte (nur der Frauen natürlich) ebenfalls als Singles bzw. ohne Kinder. Denn die 18 % sind ja Haushalte sowohl von alleinerziehenden als auch verpartnerten Eltern. Alle anderen Haushalte haben keine Kinder zu Hause (unter 18 Jahren).

Die Mär, dass alle oder die meisten Frauen zu Hause so viel tun müssten wegen Kindern, greift also gar nicht. Zumindest nicht in Hamburg, liebe Autoren.

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salomon17 06.05.2019, 22:35
67. Kann ich nicht bestätigen

In meiner gesamten Umgebung lebt nicht eine einzige Frau, die mehr arbeitet als ihr Mann. Sorry, aber das ist meine Beobachtung. Das mag nicht repräsentativ sein, aber es hat in jedem Fall dazu beigetragen, dass ich diese wissenschaftliche Erkenntnis sehr skeptisch beurteile.

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at.engel 06.05.2019, 22:43
68.

Sozial gesehen sagt das aber nicht viel aus: Es ist ist durchaus vorstellbar - geht aber aus dem Artikel nicht hervor - das bezahlte Arbeit umso "gerechter" verteilt ist, umso ärmer ein Paar ist, und unbezahlte Arbeit prozentual eine geringere Rolle spielen, wenn Menschen zum Beispiel sechs Tage die Woche arbeiten. Während die unbezahlte Arbeit in der klassischen westlichen Mittelstandsgesellschaft der 50er wesentlich "ungerechter" verteilt war.
Solche pauschalen "weltweiten" Statistiken sagen halt irgendwann einfach überhaupt nichts mehr aus.

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Stäffelesrutscher 06.05.2019, 23:41
69.

»Die Studie untersucht die Situation von 1,2 Milliarden Arbeitenden in 41 Ländern.«
Und in dieser Studie stehen interessante Dinge drin. Über die Unterschiede zwischen abhängiger Beschäftigung und Selbstständigkeit, über Stressfaktoren am Arbeitsplatz, über soziale Absicherung, Demokratie und Selbstbestimmung am Arbeitsplatz ... alles kein Thema für SPON. Aber dass derjenige, der 13 Stunden abwesend ist, um 8 bezahlte Arbeitsstunden zu leisten, weniger wäscht und bügelt als diejenige, die im Laden um die Ecke Teilzeit arbeitet, daraus wird ein Artikel gemacht.

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