Forum: Karriere
Ungleichheit in Kitas: Männliche Erzieher arbeiten häufiger befristet
DPA

Männer bekommen in deutschen Kitas seltener unbefristete Verträge. Das legt eine Studie nahe. Die Forscher glauben: In diesem Beruf herrsche männlichen Erziehern gegenüber "ein unterschwelliges Misstrauen".

Seite 3 von 3
GerhardFeder 09.12.2018, 15:25
20. Ach was ...

Zitat von ohjeee
Kinderbetreuung wird übrigens nicht "vom Staat", respektive Bundesstaat/BRD, sondern von den Kommunen bezahlt
Die Kommunen sind nicht Staat, sondern private Einrichtungen? Das wäre mir neu.

Beitrag melden
tom2strong 10.12.2018, 00:23
21. @spontifex

Sie haben natürlich recht mit dem was sie schreiben. Auch danke für den Link. Ich würde mich weltanschaulich in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts zu bewegen hat mir noch niemand gesagt. Ich wünsche mir, dass der schwere Beruf eines Erziehers / Erzieherin besser bezahlt wird und höhere Anerkennung bekommt. Und wir sollten tatsächlich stärker auf die Wünsche und Forderungen von Frauen eingehen. Aber gerade weil ich nicht glauben kann, dass die Leute doof sind, schwingt ein Unbehagen mit was wohl dann die Motivation gewesen sein könnte Erzieher zu werden. Und ich wünsche mir natürlich, dass es nicht die sexuelle Neigung war. Aber das Unbehagen ist da. Es gab in der Schule meiner Jungs einen Putzmann der immer in der Früh vor der Schule stand und mit manchen Kindern gesprochen hat die auf dem Weg in die Schule waren. Mir ist das aufgefallen und ich hatte ein Unbehagen. Mit diesem Unbehagen ging ich zum Direktor und der konnte mich beruhigen. Er würde für X seine Hand ins Feuer legen. Er hat es so gesagt, dass ich ihm glauben konnte. In der Kita eines meiner Söhne gab es einen Koch der für die Kinder gekocht hat. Er war sehr nett und konnte offenbar auch mit den Kindern. Leider gab es einen Vorfall und der Koch musste gekündigt werden. Würde ich darüber nicht lesen, gäbe es nicht reale Fälle in meiner unmittelbaren Umgebung (auch wenn es nicht Erzieher waren), würde ich es möglicherweise anders einschätzen.

Beitrag melden
pharisaer 10.12.2018, 04:19
22. Ein BGE könnte Helfen

Bei solchen Verträgen Abhilfe zu schaffen. Ein BGE fördert nicht automatisch Faulheit! Es ist eher entmutigend, wenn Erspartes sinnlos zum Fenster raus geworfen werden muss, wenn man erstmalig Hartz4 beantragt.So lange man irgendeine Art von Vermögen besitzt, auch wenn es nur 20.000 Euro sind, gilt man nicht als hilfsbedürftig. Man darf ja nicht zu viel dazu verdienen. Dazu kommen Sperrungen und der Verlust der Wohnung sowie der nicht Finanzierung der Pflichtversicherung. Beginn einer verhinderbaren Schuldenspirale und Schuafa Einträge. Kitas, würden entlastet werden. Jemand der ein BGE von 1.300 Netto bekommt, könnte sich ohne weiteres bei einer Kita melden zum Arbeiten. Die Kitazahlt noch 300-400 oben drauf. Das wäre für mich eher ein Anreiz auch solche Berufe auszuüben. Alleinerziehende Eltern hätten ei. gesichertes Einkommen. Wie jeder Bundesbürger....Diese Jobceneter demotivieren eher.

Beitrag melden
peter.stein 10.12.2018, 09:38
23. Beispiel aus der Praxis

Zitat von tom2strong
Ja, das unterschwellige Misstrauen kann ich nachvollziehen. Mir ist natürlich bewusst, dass das gegenüber den männlichen Erziehern nicht fair ist, ziemlich ungerecht und ein echtes Vorurteil (von dem ich gerne sagen würde ich hätte es nicht), aber auch bei mir ist dieses Misstrauen einfach da. Mein Misstrauen speist sich auch aus der Ansicht, dass die Erziehung und Betreuung von Kindern eine wirklich schwierige, nicht angemessen entlohnte, und gesellschaftlich leider nicht besonders anerkannte Aufgabe ist. Ich frage mich deshalb (unfairerweise, das ist mir klar) was bringt einen Mann dazu trotzdem diesen Beruf zu ergreifen. Und finde für mich keine Antwort darauf die mein Misstrauen reduziert.
Ihrem Namen entnehme ich, dass Sie ein Mann sind, daher hoffe ich, dass die Antwort Sie nicht schockieren wird. Ein alter Schulkollege von mir hat sich auch für diesen Weg entschieden. Ich war etwas überrascht, mit Kindern hatte er es eigentlich nicht so, deshalb habe ich ihn mal gefragt. Seine Antwort war so ehrlich wie politisch inkorrekt: wegen der Frauen. In der Ausbildung: Frauenanteil von 90%; die späteren Kollegen/innen: Frauenanteil von 90%. Am besten nach seiner Ansicht: die ganzen alleinerziehenden Mamis in der Kita.
Tja, jeder setzt bei der Berufswahl seine Prioritäten anders...

Beitrag melden
Plasmabruzzler 10.12.2018, 10:05
24.

"Hier gibt es eine systematische Ungleichbehandlung von Männern", sagt Carsten Wippermann, Leiter der Studie
Das ist aber ein Euphemismus. Würde es mehr weibliche befristet Beschäftigte geben, würde der Terminus nicht "Ungleichbehandlung", sondern "Benachteiligung" lauten.

Beitrag melden
Seite 3 von 3
Diskussion geschlossen - lesen Sie die Beiträge!