Forum: Karriere
Unzufrieden im Job: Warum wollt Ihr denn mehr arbeiten?
DPA

Rund vier Millionen Menschen leben mit der falschen Arbeitszeit. Die einen würden gern deutlich mehr arbeiten - die anderen deutlich weniger. Beides ist ein Problem.

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SarahMue 24.06.2015, 18:30
20. es ist schlimmer

Wir wir alle wissen sind die Zahlen der offiziellen Arbeitslosenquote massiv gefälscht. Neben den zahlreichen Fällen die aus der Statistik getrickst werden, gibt es viele Leute die eigentlich Anspruch auf ALG 2 hätten, sich aber nicht melden - aus Scham und Angst vor der Behörde. Rechnet man noch die Menschen hinzu die prekär beschäfigt sind und damit keinerlei Chance haben eine Rente zu beziehen, erhält man wesentlich höhere Zahlen. Selbst der Durchschnittsverdiener liegt gerade so an der Grenze zur späteren Rente. Dann erhält er ein paar Euro mehr als Sozialhilfe. Etwa 40% der Beschäftigten werden zukünftig, trotz Einzahlungen, keine Rente erhalten. Wir haben also einen Großteil der arbeitslos bzw. unterbeschäfigt ist und auf der anderen Seite stark überarbeitete Arbeitnehmer deren Belastung stetig zunimmt. Die Automatisierung & Digitalisierung wird diesen Trend in noch nie dagewesener Weise verstärken. Die meisten Schätzungen gehen von einem Wegfall der Arbeit von über 50% aus! Darauf haben wir keine Antworten. Sicherlich müssen wir Arbeit anders verteilen und entlohnen. Letztendlich funktioniert die Kopplung Arbeit = Lohn nicht mehr. Wenn wir keinen sozialen Ausgleich schaffen, werden wir massive soziale Unruhen erleben. Damit müssen wir jetzt beginnen da die Politik naturgemäß wesentlich träger als die technischen Entwicklung reagiert.
Hier ein kurzes Video zu dem Thema: https://www.youtube.com/watch?v=7Pq-S557XQU

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unaufgeregter 24.06.2015, 18:36
21. Wo ist das Problem?

Es gibt das Teilzeit- und Befristungsgesetz und danach hat jeder Arbeitnehmer einen Anspruch auf Teilzeit, wenn der Betrieb eine gewisse Größe hat.
In meiner Behörde ist das absolut kein Problem. Nachdem ich meine Endstufe erreicht hatte und das Einkommen stimmte, habe ich meine Arbeitszeit reduziert. So habe ich jeden Tag mittags Feierabend und finde das so genial, das ich kaum Worte dafür finde.
Keine öden Mittagspausen mit öden "Mahlzeit" mehr. Keine nachmittäglichen Dauerlaberrunden im Chefbüro.
Dafür entspannte Besuche in der Bibliothek, ein Sonnenbad auf meinem Balkon oder ein Mittagessen mit Freunden. Ich würde nie wie in Vollzeit arbeiten. Mein Leben ist mir viel zu wertvoll.

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unaufgeregter 24.06.2015, 18:38
22. Sklavenmentalität

Zitat von TomRohwer
Die Notwendigkeit, ihren Lebensunterhalt (und den ihrer Familie) zu verdienen?
Alles hausgemachte Probleme. Niemand wird gezwungen, einen Partner zu heiraten, der nicht für seinen eigenen Unterhalt sorgen will/kann. Auch Kinder muss niemand haben.

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steffen.ganzmann 24.06.2015, 18:38
23. Ich machte bei meinen 2 letzten Kliniken, ...

... zur Bedingung, dass ich mir meine Arbeitszeit selbst einteilen darf:.
Brauche ich für meine tägliche Routinearbeit mehr Zeit, muss ich eben anstandslos und ohne Rumgemosere länger arbeiten, bin ich früher fertig, gehe ich dafür früher - Notfälle natürlich ausgenommen.

Ich hatte mich auch schon seit dem PJ.an den Dienstbeginn um 7 Uhr morgens gewohnt. In den erwähnten Kliniken war offizieller Arbeitsbeginn 8 Uhr. So kam meine 2, Forderung, dass ich um 7 anfangen und dafür auch eine Stunde früher gehen darf. Dem Papierkram ist es nämlich egal, ob ich den um 7 Uhr morgens oder 4 Uhr nachmittags mache. Hauptsache der Schreibtisch ist leer, wenn ich gehe.

Nahezu unbegreiflicherweise akzeptierten diese 2 Chefärzte meine Bedingungen, wobei ich glaube, dass der erste einfach zu verdutzt über so viel Frechheit war, und deshalb quasi "automatisch".sein Placet gab, begriffen hatte er das erst, als ich in seiner Klinik anfing - von 7 bis 4 und nicht wie alle andere Ärzte von 8 bis 5.

Der zweite wollte mich unbedingt, weil sein leitender Oberarzt bald in den Ruhestand gehen würde und er dringend Ersatz für ihn brauchte. Er sorgte sogar dafür, dass mein schweizer Facharzt anstandslos in einen deutschen umgeschrieben wurde. Ein paar andere deutsche Kollegen aus meiner Klinik in Fribourg hatten mit ihrem Facharzt FMH nämlich alle Probleme bekommen.

Und das Pflegepersonal sowie der Diensthabende waren froh, einen Oberarzt eine Stunde früher.in der Klinik zu wissen.

Siehe: Auch so etwas klappt, man muss sich nur trauen ...

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picard95 24.06.2015, 18:40
24. Arbeit ist ein notwendiges Übel

Ich bin jetzt Mitte 40 und es reicht (mir) eigentlich.

Mit meinen Ersparnissen könnte ich Stand Heute 7 Jahre früher aufhören zu arbeiten ohne vom Amt drangsaliert zu werden. Aber 60 Jahre ist noch zuviel.

Wahrscheinlich doch noch 10 Jahre durchknüppeln, sparen/Geld richtig anlegen und dann mit 55 aufhören.

Mir macht mein Job (Softwareentwicklung) durchaus Spass, aber ich trete gerne früher ab um dem Nachwuchs eine echte Berufschance zu geben.

Ich finde es recht unerklärlich, dass trotz großem Fachkräftemangel viele Firmen keine unbefristeten Arbeitsplätze anbieten und diese Verleihfirmen gefühlte 80% der Stellenangebote ausmachen.

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unaufgeregter 24.06.2015, 18:41
25. Hybris

Zitat von Sibylle1969
...die einen Vollzeitjob haben, aber permanent Überstunden machen? Ab einem gewissen Jobniveau sind unbezahlte Überstunden ja völlig normal. Da würde es vielen sicher schon reichen, wenn die tatsächliche Arbeitszeit 40 und nicht 50 oder 60 Stunden betragen würde.
Was ist daran normal? Wenn ich für 40 Stunden bezahlt werde, dann arbeite ich auch nur 40 Stunden. Was Sie als normal bezeichnen ist ungesund. Im Übrigen ist niemand so wichtig, als dass er nicht innerhalb kürzester Zeit zu ersetzen wäre. Habe in meiner langen Berufstätigkeit schon viele Menschen getroffen, die Tag und Nacht gearbeitet haben und irgendwann an die Wand gefahren sind mit ihrem Modell. Geholfen hat ihnen anschließend niemand. Selber schuld.

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ericus 24.06.2015, 18:41
26. Mehr oder länger Arbeiten ?

Ich vermute, dass ein Großteil lieber länger Zeit für die bestehende Arbeit haben möchte. Und nicht mehr Aufgaben dazu. Ich beobachte bei uns im Büro, dass die bezahlten Mehrstunden für viele einfach nur ein Dehnen der bestehenden Arbeit war.

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Lagrange 24.06.2015, 18:42
27. Umfrage viel zu grobmaschig

Also ich finde die Umfrage sehr unsinning. Es kommt doch sehr stark darauf an, welche Ausbildung man hat und in welcher Lebenssituation man sich befindet. Ich, um die 30, noch keine Kinder mit gutem Dipolmabschluss und stark eigenverantwortlicher Arbeit am Schreibtisch habe natürlich kein Problem damit mehr zu arbeiten. Tue das auch gerne und def. nicht des Geldes wegen. Wäre ich nun um die 50 in einem körperlich stark belastenden Job, würde ich sicher ganz anders denken

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marcnu, 24.06.2015, 18:44
28. Das Problem ist auch die Bezahlung nach Zeit.

Wer schneller arbeitet, bekommt dann nur noch mehr zu tun. Wer langsamer arbeitet, benötigt mehr Zeit und kann evtl. noch bezahlte Überstunden machen.

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professorA 24.06.2015, 18:54
29. Ein Zeichen der Hoffnung,

dass es noch Bürger gibt, die sich das,was sie nach ihren eigenen Maßstäben zum Leben brauchen, durch eigene Leistung erarbeiten wollen, anstatt sich ihr Leben im Rahmen der "sozialen Gerechtigkeit" von anderen bezahlen zu lassen. Solche Bürger braucht das Land!

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