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Urteil: Bundespolizei darf Bewerber aufgrund ihres Charakters ablehnen
DPA

Ein 21-Jähriger wollte sich zum Bundespolizisten ausbilden lassen. Er verschwieg aber, dass gegen ihn wegen Körperverletzung ermittelt wurde. Die Bundespolizei lehnte ihn ab - zurecht, entschied nun ein Gericht.

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dasfred 02.04.2019, 18:08
1. Wozu der Aufwand

Wenn er Polizist ist braucht er auch nicht mehr zugeben, dass er Körperverletzungen begeht. Im Zweifelsfall wird das Opfer angezeigt. Hier ging es um ein Ermittlungsverfahren, nicht um ein Strafverfahren.

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kaltmamsell 02.04.2019, 18:46
2. Könnte das eine unglaublich bescheuerte Schlagzeile sein?

Es handelt sich im vorliegenden Fall um die Art und Weise, wie ein Bewerber mit der Wahrheit von Aussagen umgeht. Das ist ein Kernpunkt der Logik, die wiederum für Ermittlungsprozesse essentiell ist. Wird zur schwammig-volkstümlichen Umschreibung das Stichwort "Charakter" erwähnt, denkt jeder Leser, aha, der Kandidat ist etwas zu ruppig oder etwas zu sanft. Dabei geht es um ganz andere Punkte. Eine echt bekloppte Berichterstattung.

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c.PAF 03.04.2019, 07:59
3.

"Der Vorwurf der Körperverletzung stehe im Widerspruch zum Beruf eines Polizisten, dessen Aufgabe es sei, Straftaten zu verhindern und zu verfolgen."

Ok, wenn ich einen Bundespolizisten nicht mag, reicht es also, ihm Körperverletzung vorzuwerfen, um ihn aus dem Dienst zu entfernen?

Sorry, aber (nicht nur) dieser Satz ist doch Käse...

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fatherted98 03.04.2019, 08:26
4. Für so was...

...reicht schon eine Schubserei in einer Kneipe. Das der Bewerber es beim Gespräch nicht gesagt hat, ist meiner Meinung nach sein gutes Recht...er war weder verurteilt noch angeklagt....das ermittelt wird/wurde sagt nichts über Schuld oder Unschuld aus und hat deshalb im Bewerbungsgespräch nichts zu suchen.....seine Sache....Charakterschwäche....übler Vorwurf....wäre wohl eher der Fall wenn er Drogen, Alkoholabhängig wäre oder Spielsüchtig.

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frenchie3 03.04.2019, 09:30
5. Schon interessant

Da darf man beim Vorstellungsgespräch lügen daß die Balken biegen außer wenn man durch eine Verurteilung (Bankräuber) für den Posten (Geldtransporter) ungeeignet ist. Das mit der verbüßten Strafe und zweiten Chance lassen wir mal beiseite. Und der Bub war noch nicht mal verurteilt! Nee Leute, von einem kriminellen Polizisten will ich auch nicht behandelt werden. Aber ein Ausbildung "auf Probe" , ggf unter Auflagen, dünkt mir vernünftig

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quantumkosh 03.04.2019, 09:31
6. Das läuft unter...

…"endgültigen Vertrauensverlust", frei nach dem Sprichwort "wer einmal lügt, dem glaubt man nicht, und wenn er auch die Wahrheit spricht". In meiner Zeit im HR Bereich waren zumeist nicht die "Missetaten" für Kündigungen verantwortlich, sondern der extrem kreative Umgang mit der Wahrheit. Hätten die Betroffenen genug Rückgrat besessen sich an die Fakten zu halten, dazu zu stehen das sie Mist gebaut haben anstatt zu vertuschen, einem Großteil der Betroffenen wäre nicht gekündigt worden.

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mydryn 03.04.2019, 13:22
7. Lügen geht gar nicht

Hätte der Bewerber gesagt: Ja, da ist das und dass, hätte sich die Bundespolizei die Akten kommen lassen, nachgeschaut und ggfs. den Bewerber eingestellt. Das dargelegte Verhalten des Bewerbers ist inakzeptabel und damit sollte er nicht in die Ausbildung übernommen werden.

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zeisig 03.04.2019, 13:24
8. Aber hoffentlich !

Hoffentlich und Gott sei Dank darf die Polizei Bewerber aufgrund ihres Charakters ablehnen. Ich als Bürger darf eine ethisch und moralisch subere Polizei erwarten.

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ripley99 03.04.2019, 14:11
9.

Zitat von fatherted98
Das der Bewerber es beim Gespräch nicht gesagt hat, ist meiner Meinung nach sein gutes Recht...er war weder verurteilt noch angeklagt....das ermittelt wird/wurde sagt nichts über Schuld oder Unschuld aus und hat deshalb im Bewerbungsgespräch nichts zu suchen.....
Für diverse kritische Tätigkeiten im Öffentlichen Dienst oder Bereichen wie Medizin oder Security ist die Frage nach laufenden Ermittlungen durchaus üblich - als Ergänzung zum Führungszeugnis - und dann selbstverständlich wahrheitsgemäß zu beantworten. Das hat der Bewerber hier nicht getan. Aber wenn man so bei den Fakten bleibt, kommt natürlich kein reißerischer Presseartikel heraus.

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