Forum: Karriere
Urteil: Bundeswehr kündigt Mitarbeiter wegen Verbindungen in die rechte Szene
Patrick Pleul/DPA

Er war mehr als 30 Jahre lang Hausmeister bei der Bundeswehr - dann geriet er in Verdacht, Mitglied einer rechtsextremen Kameradschaft zu sein und wurde entlassen. Zu Recht, entschied nun ein Gericht.

De Wi 17.07.2019, 15:07
1.

2% von 250.000 sind aber 5000, und nicht 500

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daniel_krempfer 17.07.2019, 16:06
2. Kreative Art, das Problem "kleinzurechnen".

2% von 250.000 sind 5.000, da hat der User "De Wi" völlig Recht.

Und das ist nur die Spitze des Eisberges. Der MAD ist - wie alle Sicherheitsorgane - generell eher Rechts der Mitte verordnet und bemüht, nur die wirklich klaren, unzweifelhaften Fälle zu benennen. Wenn der MAD von 2% ausgeht kann man aus Sicht der Mitte schon 5% und aus linker Sicht locker 10% annehmen (vgl. auch die Zahlen zu den Todesopfern rechtsextremer Gewalt - gleiches Problem!).

2% ist in jedem Fall eine denkbar, denkbar niedrige Zahl. Ich habe zwar "nur" um die Jahrtausendwende meinen Wehrdienst bei der Bundeswehr abgeleistet, aber selbst da sind mir schon zahlreiche Rechtsextreme aufgefallen. Sei es mein damaliger Zugführer, der sich damit rühmte, am Wochenende wieder mit der Borussenfront (einer rechtsextremen Hooligan-Gruppierung) unterwegs gewesen zu sein oder zwei StUffze, die ganz klar weit Rechts im Abseits standen (einer davon hatte zumindest einen Beförderungsstopp, weil er sich u.a. weigerte, weibliche Vorgesetzte (z.B. im Sanitätspersonal) zu grüßen... lässt tief blicken... er fiel auch mit Nazi-Sprüchen auf...)

Kurzum, auch wenn meine eigene Erfahrung natürlich keine hinreichende Datengrundlage für eine Gesamtschätzung ist, erscheint mir 2% sehr, sehr, sehr niedrig geschätzt. Sehr niedrig!

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im_ernst_56 17.07.2019, 17:02
3.

Zitat von daniel_krempfer
2% von 250.000 sind 5.000, da hat der User "De Wi" völlig Recht. Und das ist nur die Spitze des Eisberges. Der MAD ist - wie alle Sicherheitsorgane - generell eher Rechts der Mitte verordnet und bemüht, nur die wirklich klaren, unzweifelhaften Fälle zu benennen. Wenn der MAD von 2% ausgeht kann man aus Sicht der Mitte schon 5% und aus linker Sicht locker 10% annehmen (vgl. auch die Zahlen zu den Todesopfern rechtsextremer Gewalt - gleiches Problem!). 2% ist in jedem Fall eine denkbar, denkbar niedrige Zahl. Ich habe zwar "nur" um die Jahrtausendwende meinen Wehrdienst bei der Bundeswehr abgeleistet, aber selbst da sind mir schon zahlreiche Rechtsextreme aufgefallen. Sei es mein damaliger Zugführer, der sich damit rühmte, am Wochenende wieder mit der Borussenfront (einer rechtsextremen Hooligan-Gruppierung) unterwegs gewesen zu sein oder zwei StUffze, die ganz klar weit Rechts im Abseits standen (einer davon hatte zumindest einen Beförderungsstopp, weil er sich u.a. weigerte, weibliche Vorgesetzte (z.B. im Sanitätspersonal) zu grüßen... lässt tief blicken... er fiel auch mit Nazi-Sprüchen auf...) Kurzum, auch wenn meine eigene Erfahrung natürlich keine hinreichende Datengrundlage für eine Gesamtschätzung ist, erscheint mir 2% sehr, sehr, sehr niedrig geschätzt. Sehr niedrig!
Sie schreiben "Und das ist nur die Spitze des Eisberges. Der MAD ist - wie alle Sicherheitsorgane - generell eher Rechts der Mitte verordnet und bemüht, nur die wirklich klaren, unzweifelhaften Fälle zu benennen. Wenn der MAD von 2% ausgeht kann man aus Sicht der Mitte schon 5% und aus linker Sicht locker 10% annehmen"

Damit bestätigen Sie, dass die Definition, was rechts oder rechtsextrem ist, von der politischen Einstellung des Betrachters abhängt. Z.B. dürften aus linker Sicht schon Anhänger der CSU rechts bis rechtsextrem sein. Und dann kommen sie bei der Bundeswehr wahrscheinlich auf weit mehr als 10%. Wenn die Bundeswehr die Bevölkerung widerspiegelt, dann kommen sie mit AfD + CSU auf 20%. Wie gesagt, es ist eine Sache des politischen Blickwinkels. Letztens hat hier im Forum zu einem anderen Thread jemand Dieter Nuhr wörtlich als "Rechtsaußen-Comedian" bezeichnet.

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GeMe 18.07.2019, 09:29
4. @im_ernst_56 Gestern, 17:02: Politischer Blickwinkel

Zitat von im_ernst_56
Wenn die Bundeswehr die Bevölkerung widerspiegelt, dann kommen sie mit AfD + CSU auf 20%. Wie gesagt, es ist eine Sache des politischen Blickwinkels.
Zum Einen spiegelt die BW nicht die Bevölkerung wider, denn Linke und Grüne wird man eher selten bei der Bundeswehr finden, während das rechte politische Spektrum eher zum Militär neigt.
Politisch Rechts endet bei der CSU. Alles was danach kommt, AfD, III. Weg, Die Rechte, Pro-Irgendwas usw, ist rechtsextrem.
Wer sich dazu bekennt, verstößt meiner Meinung nach gegen seinen Eid, den er als Soldat geschworen hat und gehört entlassen.
Ich selbst hatte währen meiner Offizierlaufbahn (bis 1995) nur zweimal mit Rechtsextremisten zu tun. Beides Wehrpflichtige, die schnell wieder entlassen wurden, nachdem der MAD eingeschaltet war.
Angemerkt sei noch, dass z.B. die Fallschirmjäger immer etwas weiter rechts standen und dass dort ein gewisser Stolz auf die Fallschirmjäger der Wehrmacht verbreitet war.
Die Panzeraufklärer waren ebenfalls eine sonderbare Truppe. Hervorgegangen aus der ehemaligen Kavallerie ware dort viele "vons", also Adelige, die trauerten gerne mal dem Kaiserreich und ihren Privilegien nacht. Was uns an der BW-Uni einen Besuch des MADs bescherte als diese Herren etwas zu auffällig den Geburtstag Kaiser Wilhelms gefeiert hatten.

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stolte-privat 18.07.2019, 15:22
5. Im Artikel...

...ist die Rede von 2 Promille (2/1000stel) nicht von 2 Prozent (2/100stel). Mit einer falschen 10er Potenz wird in der Diskussion dann aus 500 mal 5000. SPON hat das ganze nachträglich korrigiert. Bitte genauer lesen um ernsthaft zu diskutieren!

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japhet 19.07.2019, 10:11
6. Neuer Extremistenerlass

Es bedarf dringend neuer, verbindlicher Regelungen zu Extremisten im öffentlichen Dienst! Weder Rechts- noch Links-Extremisten dürften im Sold unseres Staates stehen, den sie dann nur von innen aushöhlen wollen.

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manicmecanic 19.07.2019, 11:09
7. nichts neues bei der BW

Schon als der Verein mich zum Dienst gezwungen hat konnte man öfters klar rechtsextreme Äußerungen hören.Und die kamen so gut wie immer von länger Dienenden nicht von den anderen Wehrpflichtigen.Auch damals war das offizielle Motto schon daß man sowaselden sollte.Haha,wer so brav war das zu tun hatte ruckzuck die A....karte als Kameradenschwein und landete auf der Liste besonders zu triezender Soldaten.Solche Zustände wurden auch schon vor meinen Zeiten von Bekannten,Verwandten etc bezeugt,mich wundert es nicht daß der Haufen immer noch so tickt.Soviel zu denen die das Ende des Zwangsdienstes bejammern unter der Begründung das wäre hauptschuldig an solcher rechten Gesinnung.Vollkommen falsch wie ich und viele andere klar bezeugen können.Ich war dort "Bürger in Uniform" zur heißesten Zeit des kalten Kriegs als die große Menge der Soldaten Wehrpflichtige waren.

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