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Urteil des Bundesverfassungsgerichts: Sachsen-Anhalt muss Richtern mehr zahlen
DPA

Verdienen deutsche Richter und Staatsanwälte zu wenig? Die Karlsruher Verfassungsrichter haben entschieden: In Sachsen-Anhalt ist die Richterbesoldung teils verfassungswidrig. Erstmals legt das Gericht Regeln für das Mindesteinkommen fest.

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karl-felix 05.05.2015, 12:21
10. Natürlich

Zitat von diesa52
Schön wenn Richter über das Einkommen von Richtern urteilen, die sind mit Sicherheit neutral in ihrer Rechtsprechung.
und die wissen, worüber sie entscheiden.
Es ist nicht in Ordnung, wenn Menschen für die gleiche Arbeit als Berufseinsteiger 800 Euro unterschiedliches Gehalt beziehen.

Irgendjemand muss da die Grenze ziehen und unser Grundgesetz umsetzen.

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taste-of-ink 05.05.2015, 12:29
11.

Jetzt geht hier gleich wieder die hässliche Neiddebatte ums Gehalt los... Ein paar Fakten sollte man dabei nicht aus den Augen lassen: Ein Jurastudium dauert in Deutschland idR mindestens 6 Jahre. Eingestellt werden in den Richterdienst nur die Top-Juristen. Da die Einsparwelle vor deutschen Gerichten nicht Halt gemacht hat, ist die Arbeitsbelastung mittlerweile mit jedem "normalen" Job locker vergleichbar. Die Verantwortung als Richter ist enorm, gerade wenn man sich Bereiche wie das Strafrecht oder Familienrecht vor Augen führt. Abgesehen davon sind die Karrierechancen und damit Möglichkeiten, das Gehalt signifikant zu steigern, extrem gering. Als "Beamter" hat man zwar das Privileg, keine Sozialabgaben zu zahlen (weshalb von den genannten Bruttogehältern doch recht viel netto übrig bleibt) und trotzdem gut abgesichert zu sein. Allerdings sind auch im Netto-Vergleich die staatlichen Gehälter ein Witz im Vergleich zu Positionen, die einem Juristen in der freien Wirtschaft zur Verfügung stehen.

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bert444 05.05.2015, 12:43
12. ja aber...

- "Im Saarland zum Beispiel erhält ein 27-jähriger, lediger Richter bisher monatlich 3235 Euro brutto, in Bayern hingegen 4070 Euro" –
und nun die Frage:
Wie viel Euro bekommt ein Richter wenn er 40 Jahre alt ist, 3 Kinder hat und verheiratet ist.
Na? da sieht die Welt schon ganz anders aus.

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wolfgang.h.r.mueller.gosl 05.05.2015, 12:51
13.

Wenn ein Vorstandsmitglied eines Dax-Konzerns Millionen € verdienen darf, dann sind alle Richter, Beamte und Politiker unterbezahlt. Wenn ein oberster Bundesrichter monatlich mit knapp 13.200,00 € (Grundgehalt) abgespeist wird, dann steht jedenfalls in einem klaren Missverhältnis zu den Verdiensten in Großkonzernen. Jeder Abteilungsleiter in einem dieser Dax-Konzerne verdient da mehr und hat oft noch Zusatzleistungen wie Dienstwagen Dienstsmartphon etc..

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Maybal12 05.05.2015, 13:02
14. Brutto fast Netto...

Natürlich ist das Einstiegsgehalt zu niedrig, keine Frage, jedoch ist ein Richter als Beamter von den Solzialabgaben befreit. So bleiben denke ich von 3200 Euro ca 2800 Euro übrig inkl PKV.

Und mit zunehmendem Alter und Kindern, wird es deutlich besser.;)

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alsi 05.05.2015, 13:12
15.

Zitat Robin.masters "Also für einen Richter der ewig studieren muss um auf so eine Position zu kommen sind 3200 brutto definitiv zu wenig. "

jetzt frag ich mich doch glatt wieso wir ihnen erst das teure Studium mit Bafög finanzieren und sie sich dann noch drüber beschweren das sie so "wenig" verdienen wo sie doch so lange studiert haben?
Da beißt sich doch die Katze in den Schwanz

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ribart 05.05.2015, 13:27
16. @wolfgang.h.r.mueller.gos

" Wenn ein oberster Bundesrichter monatlich mit knapp 13.200,00 € (Grundgehalt) abgespeist wird, dann steht jedenfalls in einem klaren Missverhältnis zu den Verdiensten in Großkonzernen."
Der Unterschied zwischen einem Dax-Vostand und einem Bundesrichter ist, dass ein Unternehmen das an den Vorstand gezahlte Gehalt erwirtschaften muss, der Bundesrichter wird vom Steuerzahler alimentiert. Desweiteren wird kein Jurist gezwungen in den Staatsdienst gehen. Jeder weiss was auf ihn zukommt wenn er diesen Schritt macht. ribart

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111ich111 05.05.2015, 13:29
17. Schon mal auf die Steuertabelle geschaut?

Zitat von Maybal12
Natürlich ist das Einstiegsgehalt zu niedrig, keine Frage, jedoch ist ein Richter als Beamter von den Solzialabgaben befreit. So bleiben denke ich von 3200 Euro ca 2800 Euro übrig inkl PKV.
Steuerklasse 1 Ohne Kinder:
Lohnsteuer: 612,42 €
Solidaritätszuschlag: 33,68 €
Kirchensteuer: € 55,12 €
PKV (50%) ca. 200 €

Gibt so grob überschlagen 900 € Abzug = 2300 € Netto.

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db0762 05.05.2015, 13:53
18. ein jurist in der Wirtschaft

Zitat von taste-of-ink
Jetzt geht hier gleich wieder die hässliche Neiddebatte ums Gehalt los... ... Als "Beamter" hat man zwar das Privileg, keine Sozialabgaben zu zahlen (weshalb von den genannten Bruttogehältern doch recht viel netto übrig bleibt) und trotzdem gut abgesichert zu sein. Allerdings sind auch im Netto-Vergleich die staatlichen Gehälter ein Witz im Vergleich zu Positionen, die einem Juristen in der freien Wirtschaft zur Verfügung stehen.
fängt so in etwa mit 30TEU Jahresgehalt an. Er zahlt davon Krankenkasse 15,5%; Steuern, Sozialabgaben und nicht zu vergessen seine Rentenbeiträge, im Gegensatz zu den Beamten.

Das Risiko arbeitslos zu werden haben Beamte nicht. Die Pension richtet sich nach den letzten paar Jahren, der Jurist in der Wirtschaft hat als Rente lediglich den mit Rentenpunkten multiplizierten Wert.

Also das Gejammer der "armen" Richter", die weder entlassen werden können noch arbeiten müssen geht mir schon gewaltig gegen den Strich.

Es hätte niemand dieser Staats"diener" in den Staatsdienst gehen müssen, wenn denn soviel in der freien Wirtschaft zu bekommen ist.

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Jens Jensen 05.05.2015, 13:58
19.

Abitur mit 19, sechs Jahre Studium, ein Jahr Examenszeit, ein halbes Jahr Wartezeit, dann Referendarzeit von zwei Jahren - das ist die kürzest denkbare Zeit. Bestallung zum Richter mit 29, das geht so gerade eben noch. Wie kann dann einer 27 sein?

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