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Urteil des Europäischen Gerichtshofs: EU-Staaten müssen Arbeitgeber zur Arbeitszeiter
Geert Vanden Wijngaer/ AP

Die Deutsche Bank hat vor dem Europäischen Gerichtshof verloren: Arbeitgeber in der EU sind verpflichtet, die Arbeitszeit ihrer Mitarbeiter zu erfassen.

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olaf77 14.05.2019, 09:55
1. Systematisch erfasst

was heißt das? Ich denke in nahezu allen Betrieben werden Arbeitszeiten mittlerweile genau erfasst, schon aufgrund des „neuen“ Arbeitszeiten Gesetzes bzw. der Dokumentationspflicht. Was könnte sich denn noch verschärfen??

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EinzHeinz 14.05.2019, 09:58
2. Da macht sich die EU,...

...so kurz vor der Wahl, richtig beliebt! Das kann teuer werden, gerade für kleinste Betriebe. Es ist davon auszugehen, dass die EU-Kommission noch Regeln zur korrekten Erfassung der Arbeitszeiten aufstellen wird. Mal sehen welches Unternehmen hierfür den Auftrag bekommt...

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bluraypower 14.05.2019, 09:58
3. Das Urteil war überfällig!

Ich möchte nur an die Arbeitnehmer in der Gastronomie und Branchen verweisen, die teilweise 50 Stunden und mehr ohne diese Mehrleistung bezahlt werden. Auch im Einzelhandel und in der Baubranche sind unbezahlte Überstunden Gang und Gebe und wird sogar erwartet.
Jetzt hat diese Ausbeutung endlich ein Ende und Überstunden können nachgewiesen werden da der Arbeitgeber das protokollieren muss. Gutes Urteil!

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jürschn 14.05.2019, 09:59
4. Und noch mehr Bürokratie

Und noch mehr Bürokratie und noch mehr Regulierung und Gängelung der Unternehmer und Angestellten. Da braucht sich kein Politiker wundern, wenn in Zukunft immer mehr Arbeitsplätze wegautomatisiert werden oder nach Südostasien verlagert. Als wie wenn nicht die starren Kündigungsregeln, IHK-Zwänge, GEZ-Gebühren für Firmen, extrem hohe Sozialabgaben, überbordende Bürokratie und das "tolle" Ansehen, das Unternehmer in D genießen, nicht schon ausreichen würden.

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iffelsine 14.05.2019, 10:00
5. Das ist wieder einmal am Leben vorbei !

In vielen großen Firmen - auch bei der Deutschen Bank in Deutschland - gibt/gab es die sogenannte "Vertrauensarbeitszeit", also der Arbeitnehmer hatte selbst dafür zu sorgen, dass er auf die vereinbarte Stundenzahl kommt. Insbesondere in kaufmännischen Berufen ist das sinnvoll, denn es bedeutet auch flexiblere Arbeitszeiten an verschiedenen Orten einer Firma. Der Aufwand an Bürokratie und Technik für die Arbeitszeitaufzeichnung sollte dem jeweiligen Unternehmen überlassen werden.

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labuday 14.05.2019, 10:01
6. wieder mal fern jeglicher Praxis - meine Mitarbeiter haben

alle home office und mir ist es schei.egal, ob sie zuviel oder zuwenig arbeiten - Hauptsache sie liefern Ergebnisse.
Ich könnte also nur per Software meine Mitarbeiter kontrollieren -mach ich das aber, gibt es richtig Ärger mit dem Betriebsrat - eine maschinelle Kontrolle mittels Software ist aufgrund des Arbeitsrechtes verboten.
Man kann nur einen Tod sterben.
Konsequenz: man arbeitet nur noch mit Freiberuflern.

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realist-42 14.05.2019, 10:02
7. Und wieder

eine zusätzliche Dokumentationspflicht, die besonders bei kleinen Betrieben noch mehr Arbeit verursacht. Warum ist die EU nicht konsequent und sagt gleich, dass sie keine Unternehmen mit weniger als 50.000 Mitarbeitern wünscht?

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muekno 14.05.2019, 10:04
8. Die EU macht sich systematisch kaputt

Nichts gegen Arbeitszeiterfassung aber was da wieder für ein Bürokratismus aufgebaut wird, ist ein Bumerang für alles kleinen und Mittelständischen Betriebe. Wer sich da noch selbständig macht und Mitarbeiter einstellt ist dumm. Dieses Europa und speziell D ist so kaputt, bin ich froh, dass ich die wenige restlichen Jahre meines Lebens noch verbringen kann, bevor alles zusammenbricht.

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Pela1961 14.05.2019, 10:08
9. Herrlich!

Wie hier manche die überbordende Bürokratie und den erhöhten Arbeitsaufwand für die ach so armen Arbeitgeber beklagen. Es wird in vielen Firmen haargenau festgelegt, wieviele Minuten dem Arbeitgeber für das Umkleiden zugestanden werden, in manchen Firmen hängen Aushänge, dass die "Pinkelpausen" grosszügigerweise nicht von der Arbeitszeit abgezogen werden, kein Aufwand ist zu groß, solange es dem Arbeitgeber nützt. Da sind sich Firmen nicht zu blöde, die Stromkosten für das Aufladen des Handys des Arbeitnehmers zu kontrollieren und festzuhalten und wenn es darum geht, die Arbeitszeit für alle korrekt zu erfassen, ist das zuviel verlangt? Dann mögen doch die Controller, die sich ansonsten um die durchschnittlicher Dauer des Toilettenbesuchs kümmern, einfach nur um diese Dinge kümmern.

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