Forum: Karriere
Urteil des Europäischen Gerichtshofs: EU-Staaten müssen Arbeitgeber zur Arbeitszeiter
Geert Vanden Wijngaer/ AP

Die Deutsche Bank hat vor dem Europäischen Gerichtshof verloren: Arbeitgeber in der EU sind verpflichtet, die Arbeitszeit ihrer Mitarbeiter zu erfassen.

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rz231 14.05.2019, 10:14
20. Das war höchste Zeit!

Gelebte Praxis in vielen Betrieben ist die sog. Vertrauensarbeitszeit. Eigentlich ein guter Gedanke (und in vielen Firmen funktioniert das auch) - aber er führt nicht selten zur Selbstausbeutung der Mitarbeiter.

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lalito 14.05.2019, 10:14
21. Potzblitz!

Zitat von jürschn
Und noch mehr Bürokratie und noch mehr Regulierung und Gängelung der Unternehmer und Angestellten. Da braucht sich kein Politiker wundern, wenn in Zukunft immer mehr Arbeitsplätze wegautomatisiert werden oder nach Südostasien verlagert. Als wie wenn nicht die starren Kündigungsregeln, IHK-Zwänge, GEZ-Gebühren für Firmen, extrem hohe Sozialabgaben, überbordende Bürokratie und das "tolle" Ansehen, das Unternehmer in D genießen, nicht schon ausreichen würden.
Sie sagen es, Bürokratie als Gängelung, geht gar nicht, dann doch lieber Ausbeutung.

Sollten Sie in diesem Satz bei der Abteilung Sarkasmus fündig werden, dürfen Sie diesen gern behalten.

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!!!Fovea!!! 14.05.2019, 10:14
22. Auweia

Die armen, armen, armen Arbeitgeber, die gleich wieder aufheulen, da das minutiöse Ausbeuten, der am besten unterbezahlten, Fachkraft ein Ende hat.

Prompt das mantramäßige Bedauern mit der Verlagerung der Arbeit ins Ausland. Als ob die Installation einer Software mit Vioce over IP ein Problem ist.

Aber erstmal jammern. Gut, habt ihr fertiggeheult?

Oder heult ihr weiter, weil ihr euren Knechten nun mehr Geld oder Freizeit bezahlen müsst und die Bestellung einer Luxusjacht aufs nächste Jahr verschoben werden muss?

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burlei 14.05.2019, 10:14
23. Na, das geht aber mal gar nicht!

Wie soll man denn bei solchen Urteilen noch den Arbeitnehmer ausbeuten können? Jetzt muss man sich wieder hinsetzen und irgendwelche Schlupflöcher suchen, um dieses Urteil unterlaufen zu können. Der Arbeitnehmer hat zu malochen, bis ihm das Wasser im Arxxx kocht und die Schnauze zu halten. Wir sind konservativ, sogar wertekonservativ und verlangen nicht anderes als uns zu steht - die Ausbeutung des Menschen zum eigenen Vorteil. Altmaier, Seehofer, Merz, übernehmen sie!

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BruceWayne 14.05.2019, 10:14
24. Das waren Zeiten...

Als Schüler habe ich Ferienjobs in einem Handwerksbetrieb gemacht. Täglicher Job "nach Feierabend": Stundenzettel mit dem Gesellen oder Meister schreiben. Einfach. Der Zettel war Grundlage für den Lohn. Dann später, in einem Konzern, oder auch bei anderen "AT" Jobs, bekam man dann Gehalt. Eine Arbeitszeit steht bei Führungskräften und auch in anderen Hierarchien nicht im Vertrag. Im Journalismus, z.B. ist das auch ein wenig kompliziert, denn die Ereignisse halten sich im Allgemeinen nicht an Arbeitszeitbestimmungen. Die Frage wird sein, sollte das Urteil nach Deutschland überschwappen: Was ist verbotene Kontrolle (Betriebsrat) und was ist erlaubte Erfassung? Eigentlich einfach. Wie wäre es mit Stundenzetteln..? :-)

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wolfgang.rebhan70 14.05.2019, 10:14
25.

Sehr schwierig wird es bei ungewöhnlichen Tätigkeiten. Wie wird die Zeit bei angestellten Musikern erfasst, deren "Hauptarbeit" das Üben und nicht der Auftritt ist?

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The Restless 14.05.2019, 10:15
26. In der Forschung

funktioniert das nicht. Wir konkurrieren mit den besten Teams auf diesem Planeten, viele Postdocs arbeiten nicht selten 14 Stunden am Tag. Ist man zu langsam und eine andere Arbeitsgruppe publiziert zuerst, dann ist man weg vom Fenster. Es wäre Schwachsinn, hier Stunden zählen zu wollen, während andere die Ergebnisse einstreichen.

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hippie.jonny 14.05.2019, 10:17
27. gut so

Normal bei Angestellten war immer, dass von Ihnen Überstunden erwartet wurden, ohne dass diese bezahlt wurden. Das ist nicht nur Vertragsvereitellung, immerhin steht meist die wöch. Arbeitrszeit und die Bezaghlung drinnen, nein: es ist auch eine indirekte Steuerhinterziehung: Auch auf Überstunden muss immerhin Einkommensstéuer bezahlt werden. Jetzt können Angestellte sich darauf verlassen, dass die Üs bezahlt werden oder es im Halbjahresschnitt Freizeitausgleich gibt.
Mit der IT ist das überhaupt kein Problem, es sind nur ein paar Zahlen, die einfach gespeichert werden, mit Anschalten des Computers ist man dann praktisch gestempelt, auch per Homeoffice. Easyyyyyy....

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theanalyzer 14.05.2019, 10:18
28.

In meinem Kleinbetrieb zählen wir keine Stunden. Wenn viel zu tun ist, dann arbeitet jeder mehr, und wenn wenig zu tun ist, dann gehen die Leute eher nach Hause. Der Chef vertraut den Mitarbeitern, daß der Durchschnitt stimmt.

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bdroege 14.05.2019, 10:19
29. Schlecht für einige Arbeitnehmer

Bei meinen Arbeitgeber ist es völlig egal wenn ich später komme oder früher gehe wenn ich meinen Arbeit schaffe. Überstunden sind quasi nicht existent da nach der regulären Arbeitszeit eh nix zu tun ist.

Mit einer Zeiterfassung müsste ich gelegentlich Zeit ohne zu arbeiten absitzen und müsste für jeden Arzttermin Urlaub nehmen da ich Fehlzeiten nicht mit Überstunden ausgleichen kann.

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