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Urteil des Europäischen Gerichtshofs: EU-Staaten müssen Arbeitgeber zur Arbeitszeiter
Geert Vanden Wijngaer/ AP

Die Deutsche Bank hat vor dem Europäischen Gerichtshof verloren: Arbeitgeber in der EU sind verpflichtet, die Arbeitszeit ihrer Mitarbeiter zu erfassen.

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fsteinha 14.05.2019, 15:03
360. Ich fahr heute früher nach Hause

und hole meinen Sohn von der Schule ab. Ich habe heute weniger gearbeitet, was ich zu Hause nachhole. Erfassen tue ich alles mit einer App auch wenn ich im Betrieb bin. So weiß ich, welches Projekt ich belasten muss.
Ich finde Vertrauensarbeitzeit gut
Stechuhren finde ich blöd.

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CobCom 14.05.2019, 15:04
361.

Zitat von kfvk-07
Vertrauensarbeitszeit heißt das Zauberwort, mit dem Arbeitgeber ihren Mitarbeitern vorgaukeln, dass sie es besonders gut haben, weil Arbeitszeiten nicht erfasst werden. Bei konsequenter Erfassung käme dann auch schnell heraus, wenn Projekte falsch kalkuliert sind und Mitarbeiter Arbeitszeiten nicht erfassen sollen, damit es nicht auffällt. Für die Mitarbeiter wäre eine strikte Kontrolle der Arbeitszeiten sicher gut. Und das gilt auch für Mitarbeiter in Großbetrieben. Nur müsste auch kontrolliert werden, dass korrekt erfasst wird und ebenso die Ergebnisse der Erfassung. Nur machen nach meiner Erfahrung Betriebsräte und Gewerbeaufsicht oder wer zuständig ist, wenig Anstalten dazu. Danach würden auch die Arbeitszeitstatistiken glaubwürdiger werden.
... sicher gut? Danke, will nicht. Da ich nicht ortsgebunden arbeite und mir als Eule oft die guten Gedanken nicht zu irgendwelchen Schichtzeiten kommen, bevorzuge ich die aktuelle Vertrauensarbeitszeit bei Weitem. Oder wie wollen Sie erfassen, wenn Sie z. B. etwas eher gehen, dann wegen Verspätung offline (Bahnfunkloch) ein paar Mails erledigen, Ihnen abends noch eine gute Konzeption einfällt, die Sie noch schnell skizzieren und dafür im Ausgleich gerade eben einen Post ins SPON Forum setzen.
Und nein, ich bin nicht ausgebeutet sondern möchte tatsächlich so frei arbeiten.

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jomai 14.05.2019, 15:05
362. Unglaublich

Arbeitswelt 1.0 bis aufs Messer verteidigen aber gleichzeitig Arbeitskampf 4.0 führen wollen. Was bin ich froh dass Gewerkschafter und Betriebsräte meine Interessen nicht vertreten dürfen und das schreibe ich als Arbeitnehmer.
Aber es kann gerne jeder mit einer exakten Erfassung von Arbeitszeiten glücklich werden. Sollte sich dann halt nicht wundern warum es in den Tarifstufen irhttp://admin.forum.spiegel.de/spmod/moderate.php?do=posts#gendwie nicht so recht vorwärts geht.

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Ottokar 14.05.2019, 15:07
363. Dokumentieren ist gaaaanz wichtig

wie wird aber berechnet und dokumentiert das der Angestellte heute morgen um drei mit Grausen and die Arbeit gedacht hat.

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markus_wienken 14.05.2019, 15:08
364.

Zitat von themistokles
D.h. der Arbeitnehmer (!) trägt eigenverantwortlich ein, wann er wieviel gearbeitet hat? Wo ist dann der Unterschied zur "Vertrauenszeit"?
Es ist dokumentiert, dem Gesetz wird genüge getan und dient der Absicherung (Ihrer und der des Arbeitgebers).

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Kurt-C. Hose 14.05.2019, 15:09
365. Bürokratieungetüm

In kleinen BEtrieben herrscht vielfach Vertrauensarbeitszeit. Und was ist im Homeoffice?
Kein Wunder, wenn die Leut von dieser EU nur noch genervt sind. Und wer sich unter den Umständen noch den Tort antut, selber Mitarbeiter anzustellen, wissen die EU-Bürokraten vermutlich nicht, aber schwafeln dann in Sonntagsreden von "Innovationen" und "Gründergeist". Dabei töten sie den mit jedem Federstrich.

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Knödelseder 14.05.2019, 15:12
366. Sorry, der Artikel ist viel zu ungenau formuliert

Das fängt schon mit der Frage an, wer ist überhaupt Arbeitnehmer?
Nur tariflich Angestellte?
Gilt dieses Urteil auch für AT-Angestellte?
Gilt dieses Urteil auch für Führungskräfte mit Personalverantwortung?

Arbeitnehmer ist, wer

aufgrund eines privatrechtlichen Vertrages
entgeltliche Dienste für einen Dritten
in persönlicher Abhängigkeit erbringt. Die persönliche Abhängigkeit bedeutet Weisungsgebundenheit bezüglich der Arbeitszeit, des Arbeitsortes sowie des Arbeitsinhaltes.

Bei der Arbeitsaufnahme wurde ich nach Tarif bezahlt und musste ein Zeiterfassungsgerät bedienen. Nach der Erteilung der Prokura fiel ich wie so viele aus dem Tarifvertrag gehaltlich heraus und gleichzeitig endete
die Zeiterfassung.
Nun ich bin seit 17 Jahren im Ruhestand.
Gott sei Dank, da man diesen ganzen EU-Irrsinn nicht mehr erleben muss.

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willib1955 14.05.2019, 15:14
367.

Zitat von moev
Würde schon Ärger geben, bei 08:30 Arbeitszeit hätte mindestens eine volle Stunde Pause gemacht werden müssen ;)
Die Arbeit ist durch im voraus feststehende Ruhepausen von mindestens 30 Minuten bei einer Arbeitszeit von mehr als sechs bis zu neun Stunden und 45 Minuten bei einer Arbeitszeit von mehr als neun Stunden insgesamt zu unterbrechen. Die Ruhepausen nach Satz 1 können in Zeitabschnitte von jeweils mindestens 15 Minuten aufgeteilt werden. Länger als sechs Stunden hintereinander dürfen Arbeitnehmer nicht ohne Ruhepause beschäftigt werden.

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Knödelseder 14.05.2019, 15:14
368. Aha!

Die festangestellten Journalisten im Fronteinsatz haben jetzt ein Zeiterfassungsgerät oder ein App bei sich zur Zeiterfassung, so fern es sich nicht um freie Mitarbeiter handelt.

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CHANGE-WECHSEL 14.05.2019, 15:17
369. Es gibt also auch gute Gesetze...

Es gibt also auch gute Gesetze und wir können nur hoffen, dass es immer mehr davon geben wird. Dann erkennen viele Arbeitnehmer, wie sie systhematisch von ihren "Arbeitgebern" ausgebeutet werden.
Demokratie gibt es noch lange nicht in Europa!

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