Forum: Karriere
Urteil des Obersten US-Gerichtshofs: Bäcker verweigerte Torte für schwules Paar - und
JIM LO SCALZO/ EPA-EFE/ REX/ Shutterstock

Ein Konditor wollte einem schwulen Paar keine Hochzeitstorte backen. Die Männer beschwerten sich, fühlten sich erniedrigt. Nun hat der Supreme Court dazu geurteilt.

Seite 1 von 8
guayaquil 04.06.2018, 18:37
1. Freier Dienstleister

Der Bäcker hat meiner Meinung nach das Recht, Kunden und ihre Aufträge abzulehnen, aus was für Gründen auch immer.
Wenn der Bäcker aber konkret als Grund angibt, daß dies Gott missfallen würde, dann sollte doch bitte das Oberste Gericht dafür einen Beweis verlangen, aber nicht irgendeinen Passus aus der Bibel, die man sowieso interpretieren kann, wie man's gerade braucht, sondern einen wirklich handfesten Beweis.
Dann würde der Bäcker vor Gericht "ganz schön alt aussehen"...

Beitrag melden
isi-dor 04.06.2018, 18:38
2.

Man kann die USA nicht mit Europa vergleichen. Diskriminierung ist dort völlig normal und zwar in allen Ebenen.
Er würde auch damit durchkommen, wenn er sich weigern würde, für Schwarze zu backen, oder für Frauen.

Beitrag melden
walker33 04.06.2018, 18:47
3.

ALSO ich bin selber Konditor und kann dem Kollegen dies nachempfinden. Wenn er es sich leisten kann einen solchen Auftrag abzulehnen dann sollten sich auch die Auftraggeber daran halten . Sie hätten ja zum nächsten gehen können. Es sollte jedem Handweker selbst überlassen sein Wehn er bedient oder nicht.

Beitrag melden
r.runkel 04.06.2018, 18:50
4. Dämliche Fragestellung im Poll

Blöd, wenn man zwei Fragen in eine Abstimmung packen will.
Frage 1: Teilen Sie die Meinung des Bäckers?
Frage 2: Sollte man dem Bäcker vorschreiben, was er zu tun hat?
Hätten sie auch so entschieden, wie der Bäcker? Meine Antwort wäre : Nein, aber er hat das Recht einen Auftrag abzulehnen.

Beitrag melden
meimic29 04.06.2018, 18:50
5. Privatautonomie

Wenn es dem Bäcker missfällt für Schwule einen Kuchen zu backen hätte ein einfaches „habe keine Zeit“ auch gereicht.

Beitrag melden
ansv 04.06.2018, 18:54
6.

Also: Entscheidungen niemals begründen. So enstand auch das AGG das heute dazu führt, dass Bewerber nicht mehr erfahren dürfen, warum sie nicht genommen werden.

Beitrag melden
nurmeinsenf 04.06.2018, 18:57
7.

Niemand sollte dazu gezwungen sein, einen Kundenauftrag anzunehmen. Wenn die Leute ihren Job mit Liebe und Überzeugung machen, kommt regelmäßig etwas Besseres dabei raus. Wenn sowas vor Gericht landet, ist es doch klar, worum es geht: Nicht um die Torte, sondern um Aktivismus. Dafür spricht auch, daß man das bis zum Supreme Court getragen hat. Sonst könnte man ja einfach zum nächsten Bäcker gehen, der ein schwules Paar supertoll findet vielleicht noch gratis einen Regenbogen extra draufzaubert...

Beitrag melden
freekmason 04.06.2018, 18:58
8.

Zitat von isi-dor
Man kann die USA nicht mit Europa vergleichen. Diskriminierung ist dort völlig normal und zwar in allen Ebenen. Er würde auch damit durchkommen, wenn er sich weigern würde, für Schwarze zu backen, oder für Frauen.
nur, wäre es ein schwarzer bäcker gewesen, der sich weigerte, torten für die KKK-party zu backen, hätte es vermutlich anders ausgesehen.
das passiert halt, wenn der supreme court zu 3/4 aus bigotten besteht, die eine, wahrschinlich die eigene, märchenideologie über die objektivität stellen. ich meine, auf eine verdrehtere, als die begründung aus dem artikel, muss man erst mal kommen!

Beitrag melden
Cassius 04.06.2018, 19:07
9. Geht zu weit

Die political Correctness geht eindeutig zu weit. Wenn ich einen Handwerker suche und der will nicht für mich arbeiten, weil ihm meine Nase nicht passt, dann ist das eben so, wahrscheinlich wäre ich sowieso nicht glücklich mit der Arbeit des Handwerkers.

Beitrag melden
Seite 1 von 8
Diskussion geschlossen - lesen Sie die Beiträge!