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Urteil des Obersten US-Gerichtshofs: Bäcker verweigerte Torte für schwules Paar - und
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Ein Konditor wollte einem schwulen Paar keine Hochzeitstorte backen. Die Männer beschwerten sich, fühlten sich erniedrigt. Nun hat der Supreme Court dazu geurteilt.

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willybrandt61 04.06.2018, 19:09
10. Wenn die Mehrheit der Kunden

vom Bäcker einen Funken Grips hätte und den Laden meiden würden, wäre es doch aussergerichtlich erledigt. Könnte dann wieder von God's own Land gesprochen werden. Aber die Hoffnung habe ich nicht.

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spon_1980133 04.06.2018, 19:14
11. Einfach lächerlich ...

Wenn ich eine Dienstleistung wünsche, gleich wie ausgefallen oder bizarr mein Wunsch auch ist, bleibt es immer noch im Ermessen des Dienstleisters, meinen Wunsch zu erfüllen oder den Auftrag abzulehnen. Im Fall der Ablehnung suche ich mir eine anderen Dienstleister - so einfach ist das!

In Fall handelt es sich nämlich absolut nicht um Diskrimierung als vielmehr um gekränkte Eitelkeiten.

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evilynnigirlie 04.06.2018, 19:19
12.

Von mir aus soll er halt ablehnen. Ich schliesse mich allerdings 5. an - man kann das doch bitteschön so verpacken, dass man niemanden vor den Kopf stösst. Die Christen faseln doch sonst so von Nächstenliebe - wo war die denn da? Wie gesagt, wenns gegen seinen Glauben geht, dann ist das fuer mich ok, aber dann kann man das entsprechend respektvoll verpacken. Hätte er gesagt, er hat leider volle Auftragsbuecher, hätte sich das Paar bestimmt ohne sich diskriminiert zu fuehlen, einfach irgendwo anders umgesehen - so war doch Stress vorprogrammiert. Auch wenn ich eine solche Haltung nicht nachvollziehen kann, mich geht doch nicht an, wer mit wem ins Bett geht oder wer wen liebt - vor allem kann man sich das ja auch nicht aussuchen.

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kayakclc 04.06.2018, 19:23
13. Rechsfindung

Unabhängig vom persönlichen Standpunkt macht das eines klar: Rechtsfindung ist keine Wissenschaft, und Gesetze sind eben keine Naturgesetze. Daher werden viele Ansichten vom Zeitgeist und der jeweiligen politischen Überzeugung der Menschen in einem Land, und damit auch der Richter, die ja "im Namen des Volkes" recht sprechen deutlich. Es sind die Grautöne, also die Wichtung der Argumente für und gegen eine Sache, die zum Urteil beitragen. Die Feststellung, die USA sein nicht Europa ist banal, aber daher nicht notwenigerweise falsch. Aber auch ein Statement in der EU Schweden sei nicht Griechenland hilft nicht weiter. Die Frage, wie in einem Land mit Religionsfreiheit, die Entscheidungen einzelner Personen, und eben nicht staatlicher Organisationen gewertet werden sollen, ist nicht trival. Es ist die Frage nach der Freiheit des Einzelnen, die in den USA z.T höher bewertet wird, als in Europa, dass sich aus Feudalstaaten entwickelt hat. Die Anhänger staatlicher Regulative sind hier viel größer als in den USA, und die Beschneidung der Freiheitsrechte einzelner durch ein Kollektiv wird auf allen Ebenen eher hingenommen, was immer wieder zu Missverständnissen führt. Wir haben hier eine andere Rechtsauffassung in Europa. Aber überheblich sollten wir nicht sein, weil sie auch nur unserem heutigen Zeitgeist entspricht.

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Nelkenghetto 04.06.2018, 19:32
15. wenn ich dem Türsteher

an der Disco nicht passe komm ich auch nicht rein. Meine Güte warum müssen Online-Medien alles immer dramatisieren weil wer so oder so ist. Herr Lobo hat ja auch geschrieben das spiegel.de kostenfrei ist. Aber es gibt ja spiegel-plus :D denke sich jeder dazu was er will

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walldemort 04.06.2018, 19:32
16. Informationsmangel

Was der SPON-Beitrag meines Erachtens unterschlägt, ist die Aussage des Gerichts, hier keinesfalls ein Grundsatzurteil gefällt zu haben. Es beurteilte ausschließlich diesen einen Fall und das Verfahren der Behörden während der Vorinstanzen.
Und noch eine Frage an all die, die hier dem Bäcker völlige Narrenfreiheit zubilligen: Sie hielten es also für gerechtfertigt, einen jüdischen Kunden mit dem Hinweis auf Glaubensgründe des Ladens zu verweisen? Oder wenn ein Muslim sich aus Glaubensgründen weigert, einer Frau die Hand zu geben? Kaum zu glauben, diese Laissez-faire-Haltung.

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djweaverbeaver 04.06.2018, 19:33
17. Schlecht erklärt!

Diese Entscheidung wurde im engsten Sinne gefasst. Das Oberste Gericht hat ausdrücklich erklärt, der Urteil beziehe sich allein auf den besagten Fall. Das war kein Grundsatzurteil. Lest das Folgende für eine ausfühlichere Erklärung.
http://www.queer.de/detail.php?article_id=31287

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RenRlp 04.06.2018, 19:34
18. Fragestellung der Umfrage

Ich finde die Fragestellung der Umfrage etwas.. naja. Man hätte auch gut und gerne das "SO eine Torte" in "eine Torte" taufen können. Denn tatsächlich sollte jeder selbst entscheiden können, wem er welche Dienstleistung erbringt. Da bin ich wohl liberaler als die Liberalen, die ihre Stimme verweigerten.

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Harald Schmitt 04.06.2018, 19:41
19. dumme Gläubige

Wenn das alles Gott missfallen würde, warum gibt es dann auch im Tierreich so viele gleichgeschlechtliche Beziehungen!
Was ssoll das ganze heute würde man Menschen die mit brennenden Büschen reden in die Klapse stecken oder zur Drogentherapie schicken.
Wie erklären die denn warum andere Menschen mit anderen Göttern trotzdem überleben und warum man nicht an Schweinefleisch erstickt oder gar gleich vom Blitz getroffen wird?!
Man kann so viel Glauben wie man will aber sollte deshalb nicht andere diskriminieren oder ausschliessen.
Gerade auch im Vatikan mit Drogen und Schwulenparties der Kardinäle!
Jeder ist seines Glückes Schmied da sollte man nicht hoffen, dass ein höheres Wesen sein Leben regelt und auch keinem Glauben der es einem einreden will.
Man kann auch jeden Tag 5 mal beten aber die, die es nicht tun überleben auch, so lange keiner mit der Machete eigenmächtig "Gottes Wille" durchsetzen möchte! Das sollte einem zu denken geben!

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