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Urteil zur Kündigungsfrist: Sonntags muss niemand den Briefkasten leeren
dpa

Ein Anwalt wirft seiner Mitarbeiterin die Kündigung in den Briefkasten - an einem Sonntag. Sie findet das Schreiben am nächsten Tag. Und da ist die Kündigungsfrist schon verstrichen. Welches Datum gilt? Das vom Montag, so das Arbeitsgericht.

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jujo 11.11.2015, 15:48
1. ...

Der Rechtsverdreher hat es auf ein linke Tour versucht und ist gescheitert. Gut so!

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brunnersohn 11.11.2015, 15:53
2. Wie unwissend (oder dumm?)

manche Anwälte doch sind. Es könnte auch Hinterlist gewesen sein? Und warum? nur um 2 Wochen Lohn zu sparen. Ist Geiz nicht auch blöd?

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tradepro 11.11.2015, 15:54
3. Urteil erfreut mich

Dieses Urteil erfreut mich in mehrfacher Hinsicht! Die Kündigung einfach so in den Briefkasten werfen? Ohne persönliches Gespräch? Wo gibts denn sowas? Ich würde wegen so einer Frechheit behaupten die Kündigung gar nicht erst erhalten zu haben.

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tradepro 11.11.2015, 16:00
4. Anwalt sauer?

Der Anwalt war wohl sauer weil die Mitarbeiterin am Sonntag nicht zur Arbeit erschienen ist und dachte sich: Die kündige ich jetzt. Sehr gut dass dies nicht durchging!! Freut mich.

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zoonix 11.11.2015, 16:01
5.

Bereits zum Beginn des Jurastudiums lernt man, dass Fristen nicht an einem Sonn- oder Feiertag enden, sondern erst mit dem nächsten Werktag. Dieses Argument verfängt eher, als die krude Erklärung des Kündigungsanwalts, dass Sonntagsblättchen am Sonntag ausgetragen werden. Der werte Anwalt dachte wohl, die Richter im Tiefschlaf anzutreffen?

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lindenbast 11.11.2015, 16:01
6.

Zitat von brunnersohn
manche Anwälte doch sind. Es könnte auch Hinterlist gewesen sein? Und warum? nur um 2 Wochen Lohn zu sparen. Ist Geiz nicht auch blöd?
Das war Berechnung.
Der Arbeitgeber rechnete damit, dass die Kündigung am Sonntag nicht zur Kenntnis genommen würde.
Womit er nicht gerechnet hat, war, dass ein paar Juristenkollegen noch nicht gänzlich den Kontakt zum real existierenden Leben verloren hatten.

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hans-rai 11.11.2015, 16:08
7. Und wie wird ein Gericht entscheiden, wenn...

...die Post eine solche Kündigung erst nach mehreren Tagen oder gar länger als eine Woche zustellt? Das ist nämlich inzwischen leider auch schon Usus bei der Post, Briefe einfach liegen zu lassen. Im Zweifelsfall bei Fristversäumnissen einen Nachbarn hinzuziehen, der die lokale unregelmäßige Postzustellung bestätigt. Schwierig bleibt es allemal. Die Vorgehensweise des Anwalts in diesem speziellen Fall ist allerdings unseriös und vom Gericht richtig beurteilt worden.

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Karbonator 11.11.2015, 16:08
8.

Zitat von tradepro
Ich würde wegen so einer Frechheit behaupten die Kündigung gar nicht erst erhalten zu haben.
Unter Umständen kann es vor Gericht dann aber ausreichen, wenn der "Sender" einen Zeugen hat, der das "Zustellen" des Briefes bestätigen kann. Dann würde Ihre Falschaussage nicht sehr überzeugend wirken.

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thomas_putzo 11.11.2015, 16:09
9. für mich klingt das eher ...

nach typisch überarbeitetem Anwalt, der es in der Fülle seiner Fristen verpennt hat, rechtzeitig zu kündigen und dann Sonntags dann noch irgendwie "retten" wollte, was nicht mehr zu retten war. Spricht jedenfalls nicht für effektive Kanzleiorganisation, sondern für Chaos pur. Langfristig wird die MAin vermutlich sogar froh sein, nicht in dem Laden arbeiten zu müssen.

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