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Urteil zur Kündigungsfrist: Sonntags muss niemand den Briefkasten leeren
dpa

Ein Anwalt wirft seiner Mitarbeiterin die Kündigung in den Briefkasten - an einem Sonntag. Sie findet das Schreiben am nächsten Tag. Und da ist die Kündigungsfrist schon verstrichen. Welches Datum gilt? Das vom Montag, so das Arbeitsgericht.

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krampf 12.11.2015, 02:17
40.

Sehr bitter, wie hier der Frust auf Rechtsanwälte mit dem eigentlichen Thema vermischt wird.

Es geht hier allein um die Zustellung. Ich bin zwar kein Anwalt, nur Rechtsfachangestellter einer Kanzlei. Mir erschließt es sich leider überhaupt nicht, warum die Kündigung nicht fristgemäß zugestellt wurde. Hier geht es weder um eine Beginn- oder Ereignisfrist, die durch den Sonntag auf den nächsten Werktag geschoben wird. Der Angestellten ist die Kündigung in ihrem Briefkasten zugestellt worden, wann sie da reinguckt ist doch völlig neben der Sache. Was wäre denn, wenn sie ein Fax hätte und der Arbeitgeber die Kündigung am Sonntag dahin gefaxt hätte? Sonntags brauch ich nicht darauf zu achten ob mein Fax etwas ausspuckt? Montags ist es aber fristgemäß?

Ich hoffe, dass ich mir die Begründung über juris oder ähnliches besorgen kann und mir dies die Erklärung liefert, denn dies hätte weitreichende Folgen für viele Fristsachen. Im Grunde könnte man das Wochenende dann vollkommen aus dem juristischem Kalender streichen.

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kommentator74 12.11.2015, 06:46
41. Naja...

Hauptsache, die Frau ist weg. Wird kein Großverdiener gewesen sein. Die zwei Wochen sind verschmerzbar.

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abby_thur 12.11.2015, 06:49
42.

Zitat von Nordstadtbewohner
Der Prozess ist der beste Beweis dafür, dass der Kündigungsschutz in Deutschland einer Entschlackung bedarf.
Finden Sie?
Ich sehe das nicht so, denn unser gesellschaftlicher Frieden liegt u.a. an unserer Gesetzgebung.

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holminger 12.11.2015, 07:33
43. Bitte mal den Namen des Advokaten nennen,

damit die Leser eine Chance haben, der Koryphäe aus dem Weg zu gehen. Der scheint ja eine echte Fachkraft zu sein und link noch dazu.

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giorgio2012 12.11.2015, 07:41
44. Da sind Sie leider

Zitat von moistvonlipwik
Nein - dies hat sich hier gezeigt.
im Irrtum. Hier hat sich nur gezeigt, dass der Einwurf zu spät war. Aber zugegangen war die Kündigung natürlich zuverlässig und nicht abstreitbar. Wäre Freitag vormittag oder Samstag vormittag eingeworfen worden, wäre die Kündigung durchgegangen.

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fatherted98 12.11.2015, 07:54
45. Endlich mal..

....eine Entscheidung mit gesundem Menschenverstand getroffen...egal ob für oder gegen einen Arbeitnehmer...es geht ja letztlich um die Entscheidung an sich...

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lupy 12.11.2015, 07:57
46. Chef dümmer als Angestellte

Der Arbeitgeber wird einsehen müssen, dass er einer guten Fachkraft gekündigt hat. Sie besaß den Mut, sich gegen einen examinierten Juristen zur Wehr zu setzen und gewann. Ich unterstelle ihr, dass es dabei weniger um das zweiwöchige Gehalt, als um die Möglichkeit ging, ihren Ex-Chef am Ring in der Nase durch zwei Justiz-Arenen zu führen. Es sei ihr gegönnt! Für ihren Ex-Chef war es, so vermute ich, eine teure Nachhilfestunde: Prozesskosten und Auslagen der Klägerin beim ArbG, und da er sich vermutlich durch das ArbG nicht belehren ließ: höhere Prozesskosten und Auslagen der Klägerin vor dem L-ArbG.

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thor1708 12.11.2015, 08:05
47.

Als Anwalt ist das ein Armutszeugnis. Beginn und Ende von Fristen ist genau das, was ein Anwalt wissen muss und nie vergessen darf...alles andere ist zweitrangig.

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frank_w._abagnale 12.11.2015, 08:30
48. Verkehrt.

Es ist schlimm, dass einem als Arbeitgeber derart viele Steine in den Weg gelegt werden, wenn es um die Trennung von low-performenden Arbeitnehmern geht.

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GSYBE 12.11.2015, 08:33
49. Briefkasten

Wenn der Anwalt dies Schreiben einfach persönlich in den Briefkasten geworfen hat, wie will er dann eigentlich den Beweis antreten, dass es dieses Schreiben tatsächlich gegeben hat?

Wichtige Briefe - möglicherweise zu meinem Nachteil - ohne meine schriftliche Empfangsbestätigung gelten bei mir grundsätzlich als nicht erhalten.

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