Forum: Karriere
Verheizte Lehrlinge: "Bist du Kazubi oder Packesel?"
DPA

In Deutschland fehlt es an Ausbildungsreife - mehr bei Firmen als bei jungen Menschen, sagt Karrierecoach . Er sieht gute Gründe, warum jeder vierte Lehrling hinwirft: Mitunter werden Azubis als Billigarbeiter angeheuert und ausgenutzt.

Seite 1 von 20
jujo 22.10.2013, 11:33
1. ...

Zitat von sysop
In Deutschland fehlt es an Ausbildungsreife - mehr bei Firmen als bei jungen Menschen, sagt Karrierecoach Martin Wehrle. Er sieht gute Gründe, warum jeder vierte Lehrling hinwirft: Mitunter werden Azubis als Billigarbeiter angeheuert und ausgenutzt.
Die Ausnutzung der Lehrlinge als billige Arbeitskräfte war schon immer so, das geht zurück bis zur Ständewirtschaft des Mittelalters!
Wenn es positiv läuft lernt der junge Mensch auch dabei, Es wird doch überprüft ob der Ausbildungsstand dem Lehrjahr entspricht! oder etwa nicht mehr?

Beitrag melden Antworten / Zitieren
wschwarz 22.10.2013, 11:35
2.

Zitat von sysop
In Deutschland fehlt es an Ausbildungsreife - mehr bei Firmen als bei jungen Menschen, sagt Karrierecoach Martin Wehrle. Er sieht gute Gründe, warum jeder vierte Lehrling hinwirft: Mitunter werden Azubis als Billigarbeiter angeheuert und ausgenutzt.
Die Deutschen sind eben Schnäppchenjäger! da wird alles verheizt, was Geld bringt.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
grimboldunfried 22.10.2013, 11:44
3. jaja...

dann fang doch mal an lieber Gesetzgeber und entzieh Ausbildern/Betrieben die nur Murks ausbilden, die Ausbildereignung, auch damit seriöse Ausbildungsbetriebe nicht über Dumpingpreise (die die anderen machen können, weil Sie Ihre AZUBIS ausbeuten), den guten Betrieben das Wasser abgraben....

Das Thema ist so alt wie das Handwerk... am Ende interessiert es doch niemanden...!

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Sleeper_in_Metropolis 22.10.2013, 11:45
4.

Zitat von
In einigen Berufen steigt mittlerweile die Mehrheit der Azubis aus, etwa bei den Kellnern und den Umzugshelfern (je 51 Prozent).
Als Umzugshelfer muß man eine Ausbildung machen ? Wie lange braucht man denn offiziell, bis man Kartons und schwere Möbel die Treppen rauf- und runterschleppen gelernt hat ?

Azubis ausnutzen ist ein Unding, aber bei manchen Jobs scheint die Unmöglichkeit schon damit zu beginnen, das man dazu auf dem Papier überhaupt eine Ausbildung braucht. Wozu braucht es denn eine mehrjährige Ausbildung zum Einzelhandelsverkäufer oder eben zum Umzugshelfer, währen in den gleichen Branchen 400EUR-Kräfte als Quereinsteiger in ein paar Stunden vollumfänglich angelernt sind ? Doch nur, damit das Azubiausbeutungssystem auch weiterhin wie geschmiert laufen kann.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
papayu 22.10.2013, 11:48
5. Wozu noch Lehrlinge,als Billigloehner?

Man waren das schoene Zeiten,als ich Lehrling war, 1956-59.
Zu allererst Ablage von einem Jahr ablegen, Dauer war nicht vorgeschrieben, dann Bote zu den Konsulaten, den Reedereien und Schiffsmaklern, Nie wurde auf die Uhr geschaut. Da konnte ich mich schon mal an die Elbe oder Alster setzen und nicht nur die Seele baumeln lassen.
Dann die Schuppenausbildung erst 55. Morgens den Stauervizen und Anderen die Schiffszettel verteilen Ging so bis Mittag, nachmittags rumgammeln. 15h Feierabend.
Zur Berufsschule auch 2x die Woche, da gabs den ersten Aerger. Bis ich in der Firma war, war es meistene 16h vorbei. Das musste ich nachholen. Postmachen bis 18h.

Und heute, wer wird denn ueberhaupt noch in welchen Berufen ausgebildet?
Uebrigens war schon damals der Lehrling die billigste Kraft im Hause. 1. 45, 2.56. 3. 65 DM

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Bernd41 22.10.2013, 11:51
6. kenn ich :(

So geht es mir als AZUBI auch.
Von dem was ich eig. lernen soll sehe ich nichts.
Weil es niemanden gibt der die Aufgaben machen will, wird halt der Azubi damit beauftragt ... der dann damit das er es nicht gezeigt bekommen hat, auch noch auf die "Schnauze" fällt.

Und dann wundert es die leute das man keine Lust hat (in meinem Fall 45h pro woche) für 350€ pro Monat zu arbeiten...

Das hat nichts damit zu tun das es schon "immer" so war ...
Überprüft wird nichts. Es wird vorrausgesetzt!
Man bekommt nur den Tipp von der Berufschule, dass man sich evt nach einem neuen Arbeitgeber umschauen soll.

Danke .. Ich bin Deutschland!

Beitrag melden Antworten / Zitieren
firefox34 22.10.2013, 11:53
7. Mal nich meckern...

immerhin dürfen die Azubis einen Tag die Woche in die Berufschule um sich zu erholen. Die "Lehrherren" sind dann meist diejenigen, welche sich über schlecht auf das Berufsleben vorbereitete Bewerber beschweren. Klar, am Besten bringen die Schüler schon alles nötige für den Beruf aus der Schule mit. Dann kann es mit der Ausbeutung schon am ersten Lehrtag los gehen.
Wirklich arme Schweine sind die Pratikanten. Uni Abschluß und mit dem verprechen auf vielleicht mal eine Festanstellung, so in 2-3 Jahren, für einen Hungelohn schuften. Naja, wenigstens gibt es in den "guten" Agenturen einen Obstkorb. Soll ja keiner verhungern.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
vipix 22.10.2013, 11:55
8. so waht

das ist in ganz Europa und USA genauso. nur da kann der Chef sagen ok, dann uebernehm ich dich als "Computer Guru" und zahl auch. Nach einigen Jahren fragt niemand mehr wie es dazu kam. Wenn man dann was anders machen will kann das auch klappen...just American

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Ze4 22.10.2013, 11:56
9. Nichts Neues

Zitat von sysop
In Deutschland fehlt es an Ausbildungsreife - mehr bei Firmen als bei jungen Menschen, sagt Karrierecoach Martin Wehrle. Er sieht gute Gründe, warum jeder vierte Lehrling hinwirft: Mitunter werden Azubis als Billigarbeiter angeheuert und ausgenutzt.
Habe in den 70ern auch schon eine Lehre geschmissen. Nach dem Versprechen "Möbeltischlerei" war nur noch Kunststofffenster einbauen angesagt, jeden Tag mit einem versoffenen bräsigen Gesellen auf dem Bau...

Eine Frechheit: Meine verlorene Zeit, für die der Betrieb natürlich nicht büßen musste.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 1 von 20