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Versicherungen: Vorsicht, auch Papas Makler denkt ans Geschäft
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Der erste Job, das erste Geld - ein Vertreter klopft an die Tür: Hausrat-, Kranken-, Unfall-Versicherung gefällig? Hermann-Josef Tenhagen warnt Berufseinsteiger: Viele Makler wollen nur hohe Provisionen kassieren.

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StromkundeHH 21.07.2015, 11:26
1. Verstehe nicht...

...weshalb eine Provision in Höhe eine vierstelligen Betrages anrüchiger ist als ein Honorar in ähnlicher Höhe? Glauben Sie, der Honorarberater kennt Tausende von Tarifen in allen Details und überprüft ständig, ob es Änderungen z.B. in den Bedingungen gibt? Greift auch dieser Berater nicht auf ausgesuchte Anbieter zurück, die SEINER Meinung nach gut sind?

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donjofe 21.07.2015, 11:28
2. Hm

...diese Tipps gibt es von einem ehemailgen Chefredakteur von Finanztest, der natürlich nicht uneigennützig zu Finanztip wechselt. Geld hat da sicherlich keine Rolle gespielt, oder Herr Tenhagen???

Ihre eindimensionalen Empfehlungen schieben die Vermittler von Versicherungen stets in die kriminelle Ecke. Warum nur??? Haben Sie selbst bereits schlechte Erfahrungen gemacht??? Übrigens: Die Anlageempfehlungen in Tagesgeld (super Zinsen!) und weltweit anlegende Indexfonds zeigen, dass hier jemand ohne grundlegende Investmenterfahrung Tipps zum besten gibt. Viel Spaß wünsche ich den Anlegern, die Ihren Tipps vertrauen. Haften Sie eigentlich auch für "Falschberatung"???

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mad_man_walking 21.07.2015, 11:46
3. Wie bitte ?

"...brauchen Sie neutrale Hilfe. Und die kommt am besten von einem Honorarberater.
Selbst wenn die Beratung zunächst einen vierstelligen Betrag kostet - seien Sie sicher, das Geld ist vernünftig investiert. ..."

Was ist DAS denn für ein "neutraler" Artikel ?
Solche Artikel dann bitte auch als "Werbung" kennzeichnen !
Eine individuelle, umfassende Fachberatung gibt es in jeder Verbraucherzentrale für um die 100 € !

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isolde.duschen 21.07.2015, 11:48
4.

Zitat von donjofe
...diese Tipps gibt es von einem ehemailgen Chefredakteur von Finanztest, der natürlich nicht uneigennützig zu Finanztip wechselt. Geld hat da sicherlich keine Rolle gespielt, oder Herr Tenhagen??? Ihre eindimensionalen Empfehlungen .....
Bei Herrn Tenhagen muss man schon froh sein, wenn er dem Leser keine Riester-Rente empfiehlt.

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PeterPan95 21.07.2015, 11:56
5.

@1+2: Geld ist die Motivation der meisten Menschen, und das ist in Ordnung. Allerdings wird ein Berater nicht neutral sein, wenn er deutlich mehr Geld verdient wenn er das schlechtere Produkt verkauft. Ein Honorarberater verdient das Geld auch wenn er Ihnen den besseren Tarif vermittelt und kann daher viel besser die Interessen des Kunden vertreten, da er keine eigenen verfolgt.

Dass es gute und schlechte Honorarberater gibt ist wohl unstrittig, genauso wie es gute und schlechte provisionsbezahlte Vermittler gibt. Bei dem einen Typ liegt aber schon das Prinzip im Argen, bei dem Anderen eben nicht.

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static2206 21.07.2015, 12:37
6. Unbedingt Rechtsschutz

Ich damals auch noch unter 18 als ich die Ausbildung und auch einige Versicherungen abgeschlossen habe. Und ich hab viele Fehler gemacht. Ich hab mich überversichert

Hausrat, Haftpflicht etc braucht man alles nicht, wenn man Zuhause wohnt. Eltern haben in der Regel eine Familienhaftpflicht und die enden nicht zwangsläufig damit, wenn das Küken eigenes Geld verdient. Berufsunfähigkeit, kann man ein paar Jahre aufschieben. Muss nicht sofort gemacht werden. Unfallversicherung. Braucht man als normaler Mensch auch nicht unbedingt. Ich hab eine weil das ein oder andere Hobby sehr verletzungsbehaftet ist.

Was im ersten Moment wie völlige Geldverschwendung und ein dummer Rat erscheint ist die Rechtschutz. Dies ist immer noch eine meiner teuersten Versicherungen überhaupt, aber aus Erfahrung weiß ich. Man braucht sie und das nicht unbedingt zu knapp. Ich hätte mir einiges an Ärger und Geld ersparen können, wenn ich eine Rechtsschutz gehabt hätte (auch wichtig ohne Selbstbeteiligung, denn in der Regel braucht man sie wenn man eh schlecht dar steht und wenn der Gegner dann noch ein richtiges A*loch ist, dann braucht man zwei mal die Versicherung für eine Sache. Ein Mal zum gewinnen und dann noch mal um das Urteil durchzusetzen.) Was man auch mitnehmen sollte ist die VWL, das ist geschenktes Geld und es summiert sich in 12 Jahren.

Kurz um
Rechtsschutz und VWL direkt
Unfall, Haftpflicht etc bei Bedarf
Berufsunfähigkeit ein paar Jahre und Gehaltsklassen höher

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scheckala 21.07.2015, 12:41
7. Im öffentlichen Dienst....

...muss man als Berufsanfänger extrem aufpassen, nicht am ersten Tag eine private Krankenversicherung verpasst zu bekommen. An meinem ersten Arbeitstag stand schon der Versicherungsvertreter auf der Matte, der von seinem Freunden in den Behörden informiert wurde.

Mehr als eine Krankenversicherung braucht man als Berufsanfänger zunächst nicht. Allerdings hat man als vorheriger Student wenig Erfahrung, auf was man sich da einlässt.

Die Prämie ist für einen jungen Menschen mit Mitte 20, wenn er auch noch alleinstehend ist, natürlich sehr attraktiv. Aber wehe, er hat dann später Familie und muss jedes Familienmitglied extra versichern. Da zahlt man sicht tot. Das sagt der PKV-Vertreter nicht.

In meinem Fall war die damalige leichtsinnige Entscheidung richtig. Ich zahle heute viele, viel Jahre später monatlich ca. 114 Euro/Monat PKV-Beitrag KK, Pflege (< 2% meiner Nettobezüge). Nur damals wusste ich nicht, dass ich mit Familie nie was am Hut haben werde.

Eine Riester-Rente wird man sicher nie brauchen. Gut, dass Herr T. das diesmal nicht empfohlen hat. In 40 Jahren wird das jetzige Geld in jedem Fall pulverisiert sein. Man wird nichts mehr von den Einzahlungen wiedersehen.

Ich nehme wohl an, dass heutige Behörden solche Informationen wie bei mir damals schon aus datenschutzrechtlichen Gründen nicht mehr praktizieren. Auch hierzu war ich damals zu unerfahren, um dagegen zu protestieren.

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scheckala 21.07.2015, 12:56
8. Rechtsschutz Unsinn

Zitat von static2206
Ich damals auch noch unter 18 als ich die Ausbildung und auch einige Versicherungen abgeschlossen habe. Und ich hab viele Fehler gemacht. Ich hab mich überversichert Hausrat, Haftpflicht etc braucht man alles nicht, wenn man Zuhause wohnt. Eltern haben in der Regel eine Familienhaftpflicht und die enden nicht zwangsläufig damit, wenn das.....
Wenn der Streitfall juristisch "sauber" ist, wird man i. d. R. den Prozess gewinnen. Man bekommt sämtliche Kosten von der Gegenseite erstattet. Gutachten und Gerichtskosten müssen vorfinanziert werden bei Klageeinreichung.

Vor dem Amtsgericht braucht man i. d. R. keinen Rechtsanwalt (Ausnahme: Familiengericht). Ich habe alle Prozesse selbst geführt. Zumindest habe ich die Kosten für einen eigenen Anwalt gespart.

Bei einer Rechtsschutzversicherung müssen Sie zunächst sie fragen, ob sie den Fall überhaupt übernimmt. Falls ja und Sie verlieren den Prozess, bekommen Sie anschließend die Kündigung. Sie gelten dann als "Prozesshansel", der Sie aus der Sicht der Versicherung nicht sein sollen. Sie sollen ja 30 Jahre lang zahlen und die Versicherung nie in Anspruch nehmen.
Eine Rechtsschutzversicherung ist eine der dümmsten und teuersten Versicherungen.

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fatherted98 21.07.2015, 13:14
9. Unverständnis...

...unsere Azubis sind im Internet zu Hause...die tippen schneller ins Handy als in die Schreibmaschine/PC. (leider)...auf jeden Fall wissen die ganz genau wo man Infos herbekommt...da braucht es keinen Berater ob nun auf Provisions oder Honorarbasis....im übrigen werden die meisten von den Eltern beraten...und mehr als eine private Haftpflicht und vielleicht ne Hausrat brauchts eh nicht...ich glaube nicht das Jugendliche da Probleme haben sich selbstständig zu informieren.

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