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Verwaltungsgericht Berlin: Auch mit großen Tattoos kann man Polizist werden
DPA

Ein großes Fußballtattoo auf dem Arm ist kein Hindernis für eine Polizeikarriere. Das hat ein Gericht in Berlin entschieden und gab einem Bewerber Recht, der seine Tätowierungen nicht entfernen lassen will.

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m.ecker 27.07.2018, 00:30
1.

Ich denke ein Beamter ist im Dienst zur Neuträlität verpflichtet. Jedes sichtbare Tatoo ist aber eine einseitige Meinungsbekundung und macht ein neutrales Auftreten unmöglich.
Verdeckt getragen ist das kein Problem. Wie erklärt ansonsten der Schalketatooträger in Uniform, dem BVB Fan, dass er jetzt gerade nicht zu einem Teil seiner selbst steht. Auf der anderen Seite wird mangelder Respekt gegenüber der Polizei beklagt. Meine Oma sagte: " wie Du kommat gegangen, so wirst Du auch empfangen"

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der_rookie 27.07.2018, 06:02
2. Hm

Fiktives Szenario: Dieser Bewerber wird Polizist und wird irgendwann einmal zu einem Streit wegen Fussball gerufen (harmloser Fall: angebliche Ruhestörung durch Fußballfans, kritischerer Fall, sogenannte Fußballfans haben unschuldigen verprügelt). Und dann steht da ein Polizist der sich offensichtlich als Fußballfan zeigt. Hilft das?

Meines Erachtens sollte das äußere Erscheinungsbild eines Staatsrepräsentanten keine persönlichen Vorlieben ausstrahlen - egal um was es geht. Solch ein Neutralitätsgebot ist für mich eines der Pflichten die so ein Beruf mit sich bringt (ähnlich wie die Pflicht zur Schichtarbeit, oder die erweiterte Pflicht zur Nothilfe, etc.). Wer diese Pflichten nicht akzeptieren möchte, der kann sich immer noch auf 1000 andere Jobs bewerben.

Wenn es ein Gesetz erfordert solche Aspekte zu regeln, dann sollten die Berliner Politiker bitte die Debatte beginnen, ob so etwas wie meine Meinung in Berlin mehrheitsfähig ist.

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fatherted98 27.07.2018, 07:52
3. naja...

Zitat von der_rookie
Fiktives Szenario: Dieser Bewerber wird Polizist und wird irgendwann einmal zu einem Streit wegen Fussball gerufen (harmloser Fall: angebliche Ruhestörung durch Fußballfans, kritischerer Fall, sogenannte Fußballfans haben unschuldigen verprügelt). Und dann steht da ein Polizist der sich offensichtlich als Fußballfan zeigt. Hilft das? Meines Erachtens sollte das äußere Erscheinungsbild eines Staatsrepräsentanten keine persönlichen Vorlieben ausstrahlen - egal um was es geht. Solch ein Neutralitätsgebot ist für mich eines der Pflichten die so ein Beruf mit sich bringt (ähnlich wie die Pflicht zur Schichtarbeit, oder die erweiterte Pflicht zur Nothilfe, etc.). Wer diese Pflichten nicht akzeptieren möchte, der kann sich immer noch auf 1000 andere Jobs bewerben. Wenn es ein Gesetz erfordert solche Aspekte zu regeln, dann sollten die Berliner Politiker bitte die Debatte beginnen, ob so etwas wie meine Meinung in Berlin mehrheitsfähig ist.
....falls Ihnen noch nicht aufgefallen...Polizisten tragen zumeist lange Hemden und Handschuhe in solchen Einsätzen....eher noch mehr....denn diese Fußballeinsätze machen Schutzkleidung notwendig. Das also jemand überhaupt seinen Unterarm oder Hand sieht ist bei einem solchen Szenario eher unwahrscheinlich....auf der anderen Seite gebe ich Ihnen Recht....einen seriösen Eindruck macht ein solcher Polizist nicht....aber der Mythos vom "Freund und Helfer" ist wahrscheinlich sowieso nicht mehr zu halten....Tatoo hin oder her.

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menton 27.07.2018, 08:16
4. Wo ziehen Sie die Grenze?

Dem Grunde nach gebe ich Ihnen ja recht. Auch ich finde, dass Polizeibeamte mit Meinungsäußerungen - auch in Firm von Tatoos - eher sparsam sein sollten.

Allerdings finde ich Tatoos sowieso unsinnig und tendenziell prollig und hässlich. Die meist dahinter stehende Symbolik (asiatische Schriftzeichen für Glück, Geburtsdaten von Eltern, Kindern oder Liebschaften, das Gesicht von irgendwem....) ist m.E. nur lächerlicher Kitsch,

Aber ich akzeptiere auch schlechten Geschmack ;).

Letztlich kann man aber von niemandem - auch nicht von Polizisten - völlige Neutralität erwarten. Auch mit der Wahl einer bestimmten Frisur, dem Gesichtsausdruck beim Anschauen eines Bürgers oder dergleichen drückt man sich aus. Wo wollen Sie also die Grenze ziehen?

Eine schwierige Frage!

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odapiel 27.07.2018, 08:24
5. Schritt in die falsche Richtung

Nicht nur, daß die derzeitige Tattoosucht selten von irgendeiner erkennbaren Ästhetik im Zaum gehalten wird, und damit durchaus geeignet ist, zu nerven - ähnlich den unsäglichen Gangsta Graffiti an allen öffentlichen Hauswänden.

Nein, mir fehlt jeglicher Respekt vor einem angeblich smarten und unabhängigen Staatsdiener, der sich dermaßen plakativ und dauerhaft verunstaltet und eine dämliche Position bezieht, und damit klarstellt, daß sich in seinem Hirn wohl kaum mehr als zwei einzelne Hirnzellen ab und an treffen.

Und diese Meinung ist auch wahrscheinlich wieder zu starker Tobak für den Spiegel, aber Tattoos sind ja sowas von wagemutig und progressiv... wenns nicht jeder jedem nachmachen würde.

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sinnmacher 27.07.2018, 08:39
6. @fatherted98

Wieso ist der Mythos vom Freund und Helfer nicht zu halten? Was ist geschehen, was mir entgangen ist?

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lksteam 27.07.2018, 09:30
7. Sorry...

...aber mit den ganzen Aussagen hier, fällt mir nur eins ein. Armes Deutschland. Ich denke mir immer, Menschen, die so über andere herziehen oder so etwas sagen, wie hier generell über Tattoos gesprochen wird, sind Menschen, die einfach mega eifersüchtig sind, dass andere sich sowas trauen, man selbst aber nicht den A**** in der Hose hat, es auch zumachen und seinen Lebensfrust dann hier los wird. Leben und leben lassen. Auch ein Polizist kann mit einem Tattoo ernst genommen werden. Das Tattoo spielt da keine Rolle. Es ist einfach mittlerweile die super tolle soziale Einstellung bei uns.

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lksteam 27.07.2018, 09:32
8. Sorry...

...aber mit den ganzen Aussagen hier, fällt mir nur eins ein. Armes Deutschland. Ich denke mir immer, Menschen, die so über andere herziehen oder so etwas sagen, wie hier generell über Tattoos gesprochen wird, sind Menschen, die einfach mega eifersüchtig sind, dass andere sich sowas trauen, man selbst aber nicht den A**** in der Hose hat, es auch zumachen und seinen Lebensfrust dann hier los wird. Leben und leben lassen. Auch ein Polizist kann mit einem Tattoo ernst genommen werden. Das Tattoo spielt da keine Rolle. Es ist einfach mittlerweile die super tolle soziale Einstellung bei uns.

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simie 27.07.2018, 09:57
9.

Die Beispiele in den Beiträgen wirken schon arg konstruiert. Tattoos sagen doch nichts über die Eignung zum Polizeidienst aus. Im Grunde spricht aus den Vorschriften und Gesetzen nur noch der Muff aus tausend Jahren.

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