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Video-Experiment: "Nein, das will ich nicht übersetzen"

Pöbeln ist so viel leichter ohne echtes, lebendiges Gegenüber. Ein Versuch mit versteckter Kamera: Bewerber sollten einem Schwarzen Beleidigungen ins Gesicht sagen. Sie brachten es kaum übers Herz - ein anrührendes Video.

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Olaf 19.03.2015, 15:56
10.

Der Test war ja auch so angelegt, dass er kein positives Ergebnis haben konnte.

Hätte die Probanden die Beleidigungen ohne Stocken und ohne rot zu werden vorgelesen, wäre dies natürlich erst Recht ein Beweis für ihre rassitische Gesinnung gewesen.

Man hätte den Mumm haben müssen und die Verfasser der rassisitischen Postings einladen und sie ihre eigenen Sprüche vorlesen zu lassen.

Dann hätte das ganze Aussagekraft. So aber wird den harmlosen Probanden eine rassistische Einstellung einfach unterstellt, letztlich weil sie sich für diese Aussagen schämen.

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bruno bär 19.03.2015, 15:57
11.

Mir fällt es auch schwer das Video an zu schauen, weil mich dieser Betroffenheitsterror nervt. Er sagt möchte die Übersetzung haben, dann ist es nicht an euch/mir zu entscheiden ob er das hören darf/soll.
Im Grunde ist das auch eine Form von Rassismus. Ich muss den anderen beschützen, weil er damit nicht zurecht kommt. Ergo er ist inferior.

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alsterherr 19.03.2015, 15:59
12.

Zitat von hup
Es ist die Aufgabe der Medien in den afrikanischen Ländern in denen es ggf. Rassismus gegenüber Weissen oder Andersfarbigen gibt dies dort aufzudecken .....
Wenn mich ein türkischer Migrant als "Kartoffel" bezeichnet, ist auch das Rassismus.

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attatroll1 19.03.2015, 16:12
13. An den Haaren herbeigezogen

Es geht nicht darum, Migranten Beleidigungen ins Gesicht zu werfen, sondern es geht darum, angestrebten Parallelgesellschaften Einhalt zu gebieten. Ich habe auch überhaupt kein Interesse daran, Schwarze zu beleidigen - jedoch ein großes Interesse daran, dass kriminelle, gewalttätige und bereits abgelehnte Asylanten umgehend abgeschoben werden. Übrigens scheinen Migranten wenig Probleme damit zu haben, Deutsche zu beleidigen. DAS habe ich in der Tat schon öfter mit ansehen müssen.

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walter_e._kurtz 19.03.2015, 16:13
14. Da wäre ich mir nicht so sicher

Zitat von postmaterialist2011
... Ihr Beitrag ist ignorant und zeigt mir deutlich, dass Sie das Video nicht verstanden haben !!
Nix ignorant.
Wer das zweifelhafte Vergnügen hatte, die Kommentare des werten Foristen zu entsprechenden Themen zu verfolgen weiß, woher der Wind weht...
Hier trifft eher der Kommentar von thomas.b, #6 zu...
Leider kann man beim Klick auf den Nick nur noch eine verschwindend geringe Anzahl von Posts wiederaufrufen.

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Wolffpack 19.03.2015, 16:14
15.

Menschen beleidigen andere gerne im Internet? Hätte ich denen auch sagen können.
Das hat aber nichts mit Rassismus zu tun. Das tun die auch wegen Unterschieden im Musikgeschmack oder ähnlich Banalem.

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postmaterialist2011 19.03.2015, 16:14
16. Theme verfehlt !

Zitat von alsterherr
Wenn mich ein türkischer Migrant als "Kartoffel" bezeichnet, ist auch das Rassismus.
Nachdem türkische Mitbürger jahrzehntelang mit ekelerregenden Ausdrücken ( u.a. Knoblauchfresser) belegt wurden, haben sie sich vor ein paar Jahren mit dem harmlosen Ausdruck Kartoffel revanchiert ( der Durchschnittsdeutsche isst nunmal 5 mal die Woche die Knolle) und hat in etwa den gleichen Hintergrund wie "Krauts", ein Spitzname der uns von den Engländern aufgrund des Sauerkrautkonsums gegeben wurde. Dies mit Rassismus zu vermengen, zeigt dass Sie das Thema nicht verstanden haben. Zudem sind die weissen Deutschen hier die Mehrheitsgesellschaft und türkische Mitbürger die Minderheit. Hinsetzen sechs !

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Olaf 19.03.2015, 16:14
17.

Zitat von postmaterialist2011
Und wie oft sind Sie aufgrund Ihrer weissen Hautfarbe schon diskriminiert worden ? Ich habe 85 Länder besucht, war häufig in Afrika, aber habe niemals Rassismus der gegen mich gerichtet war erlebt.
Dann sind Sie nie dahinter gekommen, dass Sie wegen ihrer Hautfarbe in fast allen afrikanischen Ländern wesentlich höhere Preise als die Einheimischen bezahlen mussten?

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lupidus 19.03.2015, 16:17
18.

Zitat von bruno bär
Mir fällt es auch schwer das Video an zu schauen, weil mich dieser Betroffenheitsterror nervt. Er sagt möchte die Übersetzung haben, dann ist es nicht an euch/mir zu entscheiden ob er das hören darf/soll. Im Grunde ist das auch eine Form von Rassismus. Ich muss den anderen beschützen, weil er damit nicht zurecht kommt. Ergo er ist inferior.
finde ich auch merkwürdig. ich hätte ihn gleich auf den inhalt hingewiesen und auf meinen wunsch diese geschmacklosigkeit zu vermeiden und dann eben übersetzt, wenn er trotz warnung so erpicht darauf gewesen wäre. sie haben ja schließlich nicht ihre eigenen, im stillen kämmerlein verfassten, worte vorgelesen. aber dann so betroffen zu sein... meine güte, was ist, wenn die mal live aussagen von zeugen so mancher kriegsverbrechen übersetzen sollen ?

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cato. 19.03.2015, 16:18
19.

Was die Aktivisten zeigen wollten: Einen Kübel voll Hass über Minderheiten auszuschütten, geht locker von der Hand, wenn man es aus der Anonymität heraus tut - aber Schmähungen laut auszusprechen und jemandem dabei direkt in die Augen zu schauen, ist unendlich viel schwieriger. Im Internet pesten viele Menschen jeden Tag gegen Ausländer, Schwule, Frauen, Andersdenkende. Es ist der Fluch der unpersönlichen Kommunikation. Sie trägt maßgeblich dazu bei, dass Menschen in sozialen Netzwerken hemmungslos über alles und jeden herziehen, dass sie andere beleidigen oder bedrohen, ob versteckt hinter einem Alias oder auch unter ihrem richtigen Namen.

Ähm irgendwo scheitert das Experiment daran, dass man nicht gezielt Menschen genommen hat, von denen man weiß, dass sie sich im Internet rassistisch gegenüber Schwarzen äußern ... insofern klärt es nicht die Frage ob es einfacher ist aus der Anonymität heraus seine Schmähungen zu verbreiten oder ob die Leute es von Angesicht zu Angesicht genauso tun würden.

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