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Vom Berater zum Firmengründer: Jetzt entscheide ich!
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Sie analysieren, rechnen, präsentieren, aber wozu bloß? Viele teure Tipps von Unternehmensberatern landen einfach im Papierkorb - eine eigene Firma zu gründen, erscheint da besonders verlockend. Hier erzählen Ex-Berater und Beraterinnen, die den Seitenwechsel gewagt haben, von ihren Erfahrungen.

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murphy83 08.10.2012, 12:27
1. das sollten sich alle Berater einmal zu Herzen nehmen...

Wichtigste Erkenntnis war wohl: Jetzt sind die Ausgaben nicht mehr egal - aha auf einmal .... aber vorher waren sie es - Hauptsache dicke Kohle abkassiert - wenn die ach so tollen Ideen dann eh nicht umgesetzt werden, dann kann man da ja auch reinschreiben was man will - nur dumm wenn manche Firmen dass dann eiskalt umsetzen - die Effekte sehen wir doch derzeit überall in der Wirtschaft.
Wie wäre es einfach mal wieder mit gesundem Menschenverstand anstelle einen hochtrabenden Business-Plan? Hilft erstaunlich viel.

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sprücheklopferklopfer 08.10.2012, 12:29
2. optional

Super...ich mag Menschen mit Mut und Leidenschaft, die nicht an feiger Angestelltenmentalität leiden, die hierzulande leider so typisch ist.
Super Artikel Frau Töpper!
Schöner

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spon-facebook-1199348194 08.10.2012, 12:37
3. Super Artikel - Mutige Menschen!

Zuerst ein großes Kompliment an Frau Töpper. Den kurzweiligen Artikel zu lesen, macht Freude.
Ich finde den Schritt dieser ehemaligen Berater sehr mutig - und gleichzeitig ermutigend. Selbst anpacken und Ideen beleben ist eine ganz andere Liga als nur zu beraten (das kann ich auch eigener Erfahrung sagen!). Vielen DANK!!!

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ofelas 08.10.2012, 12:47
4. McBoozley

Zitat von sysop
Sie analysieren, rechnen, präsentieren, aber wozu bloß? Viele teure Tipps von Unternehmensberatern landen einfach im Papierkorb
genau, klassischer Consultant "leiht deine Uhr, sagt dir wie spaet es ist und gibt dir dann eine Rechnung"

eine gute Bekannte von mir er-streitet ihren Lebensunterhalt damit, das sie zu Unternehmen einer Branche geht und dort sagt "die Praesentation von Unternehmensberatung X oder Y (zwei der ganz grossen) hat auf Folie nr .. und nr.. dies und das dargestellt." Die Unternehmen sind doch tatsaechlich geschockt. Dann werden die grossartigen Strategien auf Machbarkeit umgemodelt und tatsaechlich Implementiert.

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e-ding 08.10.2012, 12:48
5. ...

Zitat von murphy83
Wichtigste Erkenntnis war wohl: Jetzt sind die Ausgaben nicht mehr egal - aha auf einmal .... aber vorher waren sie es - Hauptsache dicke Kohle abkassiert - wenn die ach so tollen Ideen dann eh nicht umgesetzt werden, dann kann man da ja auch reinschreiben was man will - nur dumm wenn manche Firmen dass dann eiskalt umsetzen - die Effekte sehen wir doch derzeit überall in der Wirtschaft.
Welche Effekte wären denn das? Also m.E. gehts der deutschen Wirtschaft garnicht so schlecht.

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mc.clinton 08.10.2012, 12:54
6. Mehr als nur Unternehmensberater....

sind wir, sondern auch Kenner betriebswirtschaftlicher Abläufe und deren Zusammenhänge bei Unternehmenserfolg oder Niedergang. Leider sieht die Praxis manchmal ganz anders aus, viele Hinweise (wie im Beitrag schon geschildert) landen im Papierkorb, weil alte und starre Strukturen sich schwer aufbrechen lassen und was früher immer "GUT" war auch noch heute gelten soll. Dabei vergessen viele Firmenverantwortliche den Zeitwandel und die Veränderungen auf dem Markt. Desweiteren werden soziale Aspekte nicht berücksichtigt, liegt hier ein enormes (kostenloses) Kapital bereit, Unternehmen erfolgreich nach vorne zu bringen. Ein Unternehmensberater aus Überzeugung ist derjenige, der nicht nur nach den Kosten (Einsparungen ua.) schaut, sondern das ganze Unternehmen in seiner Gesamtheit betrachtet und Wege aufzeigt, noch besser und erfolgreicher auf dem Markt zu reagieren. Das notfalls Strukturen verändert werden müssen, ist eine normale Begleiterscheinung, nur sollte dieses immer unter Beachtung der sozialen Aspekte erfolgen. Menschen sind der Erfolg eines Unternehmens und hier liegt noch eine sehr große Kapitalreserve (ca. 30% lt. wiss.Untersuchung) die die meisten Unternehmen nicht nutzen. Ich hatte einmal das große Glück nicht nur Veränderungen vorzuschlagen, sondern ein Unternehmensbereich auszugliedern und als eigenständiges Unternehmen neu aufzubauen. Die beiden Geschäftsführer des ausgegliederten Unternehmen vertrauten mir und meiner Konzeption, mit dem Hinweis "machen Sie es so wie sie am Besten damit arbeiten würden) ließen sie mir freie Hand bei der Neustrukturierung und Aufbau des Unternehmens und deren IT-Strukturen. Nach Abschluß waren alle mit dem Ergebnis zufrieden und noch heute (nach 10 Jahren) sind sie mit diesen Strukturen erfolgreich in der Welt (und führend im Bereich Satellitenkommunikation). Und dieses erfolgte ohne Reduzierung von betriebliches Humankapital! Und wenn man dann diesen Erfolg nach Ende des Projektes sieht, dann ist man immer bestrebt, diese Linie weiter beizubehalten. Klar hatte ich auch schon mal vor etwas selbst auf die Beine zu stellen, aber Familie und Krankheit (krebs) haben dieses leider verhindert. Als Schlußfolgerung habe ich keine neuen Verträge mehr abgeschlossen, bin aus dem Berufsleben ausgestiegen und widme mich jetzt meiner Familie und den Enkelkindern, da ich nicht weiß wie weit meine Kerze noch brennen wird und wieviel Zeit mir noch bleibt. Eigentlich schade, hätte gerne noch einiges bewirkt.

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Aschmersal 08.10.2012, 13:11
7. Cooler Artikel

Zitat von sysop
Sie analysieren, rechnen, präsentieren, aber wozu bloß? Viele teure Tipps von Unternehmensberatern landen einfach im Papierkorb - eine eigene Firma zu gründen, erscheint da besonders verlockend. Hier erzählen Ex-Berater und Beraterinnen, die den Seitenwechsel gewagt haben, von ihren Erfahrungen.
Ein wirklich guter Artikel, den ich aus der Praxis bestätigen kann: Etliche meiner Kollegen (ich arbeite seit rund 10 Jahren in der Beratung) haben sich selbständig gemacht, bzw. denken darüber nach.

Leider bleiben die meisten branchennah und bieten Beratungsleistungen auf eigene Rechnung an. Ist m.E. das einfachste, aber auch das Langweiligste.

Ich selbst habe im Sommer (nach einem halben Jahr Planung) eine Firma gegründet, die in einer anderen Branche ist und zur Zeit noch so nebenher läuft. Was zweifellos hilft, wie im Artikel beschrieben, ist das Netzwerk und das Knowhow. Hier ist es gar nicht so verkehrt, das typische Durchstrukturieren eines Beraters anzuwenden und nicht kopflos loszurennen. Und das Finanzpolster, das man idR hat ist auch nicht zu verachten, dort hat die Autorin ebenfalls recht.

Drücke den Kollegen auf jeden Fall die Daumen!

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olli0816 08.10.2012, 13:27
8. Macht Spaß zum Lesen

Zitat von sysop
Sie analysieren, rechnen, präsentieren, aber wozu bloß? Viele teure Tipps von Unternehmensberatern landen einfach im Papierkorb - eine eigene Firma zu gründen, erscheint da besonders verlockend. Hier erzählen Ex-Berater und Beraterinnen, die den Seitenwechsel gewagt haben, von ihren Erfahrungen.
Ich habe mir die Internetseiten angeschaut und fand die Unterschiedlichkeit der Geschäftsideen sehr interessant. Manches ist schon sehr schön präsentiert, anderes sicher noch verbesserungswürdig. Das ist aber normal, da der Aufbau eines eigenen Unternehmens ein stetiger Prozess ist. Das kenne ich aus eigener Erfahrung. Ich habe selber zwei Unternehmen mit aufgebaut und habe auch selber manches gut, manches weniger gut gemacht.

Als ehemalige Unternehmensberater haben die Leute im Artikel sicher was das anfängliche Knowhow betrifft einige Vorteile, gleiches bei den bestehenden Verbindungen. Trotzdem zeigt es sich sehr früh, dass die Praxis weniger aus Visionen besteht, sondern eine ständige Beharrlichkeit in der Verfolgung des Ziels vorhanden sein muß. Ein guter Geschäftsführer wird man erst nach Jahren und die leidigen Fehler wird man immer wieder mal machen. Mit der Zeit wird es aber weniger und wenn das Unternehmen in die Gewinnzone kommt und man davon leben kann, ist das so gut wie immer besser als ein Consulting- oder Festangestelltenjob. Wir brauchen diese Leute um neue oder auch alte Ideen umzusetzen. Dort werden die Arbeitsplätze geschaffen und viele Menschen finden in den kleinen und mittleren Firmen interessante Aufgaben und gute Jobs.

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smashjack 08.10.2012, 13:32
9. PR-Kampagne 4.0

Hmmm...gab´s dieses Thema nicht schon gefühlte 20 mal in den letzten Monaten bei SPON?
Ist das jetzt wieder eine neue PR-Kampagne und uns erwarten noch weitere Themen rund um die Consulting-Branche in den nächsten Wochen?
Oder braucht das Manager Magazin höhere Klick-Zahlen.

Sucht euch doch mal andere Job´s raus und vor allem auch mal die, die noch Old-School sind. Selbst arbeite ich nicht dort, aber man glaubt es kaum, in diesem Bereich arbeiten immer noch die meisten in Deutschland und SPON wird auch von diesen "normalen" oder "einfachen" Leuten gelesen.

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