Forum: Karriere
Von wegen Feierabend: Angestellte opfern fünf Stunden Freizeit für die Arbeit - jede
AP

Feierabend? Für viele Arbeitnehmer ist unklar, wann der eigentlich anfängt. Denn Angestellte verbringen schon heute wöchentlich mehr als fünf Stunden ihrer Freizeit mit Beruflichem.

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ctreber 05.03.2018, 22:37
1. Was für Arbeitsnehmer?

Es geht hier offensichtlich nicht um den Kassierer bei Tengelmann, oder?

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genedoc 05.03.2018, 22:51
2. Interessant!

Und zum Gegenrechnen dann bitte gleich auch die Studie zu den Zeiten, die Arbeitnehmer mit Privatem während der normalen Arbeitszeit verbringen. Höchstwahrscheinlich fällt im Durchschnitt (schon klar, dass das nicht in allen Berufen geht, z.B. bei Weichenstellern ;-)) dann die Bilanz negativ für die Arbeitgeber aus. Wie oft ich erlebe, dass Mitarbeiter an ihren Smartphones rumfummeln oder am PC Flüge buchen, Olympia schauen etc.
Solange die Arbeitsleistung stimmt, sage ich ja nichts. Aber wenn mir eine käme mit Ausgleich für die im Artikel genannten (Über-)Stunden ...

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PeterPe 05.03.2018, 22:55
3. Privates am Arbeitsplatz bitte gegenrechnen

Die fuenf Stunden sehe ich bei mir auch. Fairerweise sollte man aber die oft betraechtliche Zeit, die waerend der Arbeit mit Privatem, insbesondere Internet-Sufen, verbracht wird, gegenrechnen. Zusammen mit privaten Emails und dem Nutzen des Telefons (WhatsApp etc) koennen das schnell 5 Stunden pro Woche sein.

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opalo 05.03.2018, 22:57
4. Grenzen setzen!!! Nur in absoluten Ausnahmefällen....

.... arbeite ich in meiner Freizeit. Ich mag meine Arbeit (und akzeptiere auch Überstunden), aber sie ist nicht mein Leben. Ein Diensthandy oder -laptop habe ich abgelehnt, Homeoffice auch. Denn hätte ich eine dieser Varianten, würde ich mindestens fünf Stunden in der Woche unbezahlt in meiner Freizeit arbeiten in der Illusion, mein Tisch wird dann vielleicht mal leerer. Ich zwinge mich auf diese Weise zur strikten Trennung von Arbeit und Freizeit und das tut mir gut. An alle, die sich das wünschen und sagen "Bei mir geht das aber nicht" - doch, es geht aus meiner Sicht in den allermeisten Fällen! Man muss sich dafür mit dem Gedanken anfreunden, dass man weniger wichtig für das Unternehmen ist als man glaubt und dass man ersetzbar ist. Würde ich von einem Tag auf den anderen tot umfallen, müssten meine Kollegen und Geschäftspartner ohne mich klar kommen. Und das würden sie auch. Und Ihre Kollegen, Kunden oder Geschäftspartner würden es im Fall der Fälle auch....!

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zeichenkette 05.03.2018, 23:02
5. Tja, hat zwei Seiten

Ich mache das auch schon mal, manchmal ist es letztlich einfacher, etwas sofort zu erledigen. Vor allem, wenn es noch Folgearbeiten nach sich zieht, wenn es nicht sofort erledigt. Aber es bleibt immer noch ein ganz erheblicher Unterschied zwischen Selbstständigkeit und abhängiger Beschäftigung: Bei Selbständigkeit bleiben die erwirtschafteten Gewinne bei einem selbst, bei abhängiger Beschäftigung beim Arbeitgeber. Das Verlustrisiko natürlich auch (und als Selbständiger zahlt einem niemand für die Zeit, die man Urlaub macht oder krank ist), aber übertreiben sollte man das garantiert nicht. Wer mehr als eine Stunde oder so in der Woche unbezahlt in der Freizeit arbeitet, sollte sich überlegen, wie das auf Dauer gehen soll. Wobei es hier natürlich auch noch interessant wäre, wie hoch die Gehälter derjenigen sind, die etliche Stunden in der Woche zusätzlich arbeiten: Wer 100000 Euro oder so im Jahr verdient, der hat da sicherlich eine andere Sicht als jemand, der kaum genug zum Leben verdient. Und Leute, für die ihre Arbeit auch eine Art Selbstverwirklichung ist, sowieso.

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krustentier120 05.03.2018, 23:06
6. Verschmiert halt

Solange man dann während der Arbeitszeit auch mal private Dinge wie Arztbesuche oder Behördengänge erledigen kann, und sich die Zeit so wieder ausgleicht, ist das doch super und im Interesse des Arbeitnehmers. Wenn man unentgeltlich mehr arbeitet, weil man glaubt es dem Betrieb zu schulden, macht man was falsch.

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santoku03 05.03.2018, 23:19
7.

Fachliteratur lesen und eine Stunde pro Woche über die Arbeit nachdenken, welche Katastrophe ;) Sollte ja wohl selbstverständlich sein.

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ferdi48 05.03.2018, 23:23
8. Marx Revival

Habe gerade das Hörbuch von Jürgen Neffe über Marx gehört: Ihr schafft nicht nur mehr Wert, als Euch vergütet wird, sondern mit den Überstunden, die Teil Eurer Lebenszeit sind, noch mehr davon (ich bin kein Linker, sondern Selbständiger).

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brooklyner 05.03.2018, 23:46
9.

haha, das müsste mir Mal unterkommen, ein Chef, der verlangt, dass ich unentgeltlich mehr arbeite, weil er nicht richtig delegieren kann. Welcher Schwachmat sich das gefallen lässt, versaut die gesamte Branche durch sein Duckmäusertum.

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