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Vorsprung durch Technik: Warum Ingenieure als Firmenlenker so begehrt sind
DPA

Der Vorstand als Spielfeld von Betriebswirten und Juristen? Das ist passé - zunehmend erreichen Ingenieure die Spitzenpositionen der Wirtschaft. Schon jeder dritte Chef eines Dax-Konzerns ist gelernter Techniker. Gesucht: ein Mix aus Ingenieursdenke und Management-Wissen.

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Kanzleramt 14.10.2013, 13:16
1. optional

Hmmmm. Grundsätzlich stimmt das so.

Das Blöde ist nur, wenn sich die Firmenlenker-Ingenieure nach 5 Jahren in der Position plötzlich genauso verhalten, wie die Wirtschaftsmagier... und ihnen die Produkte, Kunden und Mitarbeiter genauso unwichtig werden, zugunsten von Quartalszahlen...

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marthaimschnee 14.10.2013, 13:19
2.

Zitat von sysop
Der Haken an der Sache:
ist, daß der typische, fähige Ingenieur nicht das geringste Interesse an Management hat. Das ist ähnlich wie Wissenschaftler, denen man auf Biegen und Brechen aufzwingen will, ihre Forschungen als Unternehmer eines StartUps verkapitalisieren zu müssen. "Fahr zur Hölle mit dem Scheiß" dürfte da wohl eine häufige Antwort auf solchen Vorschläge sein.

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JEngbers 14.10.2013, 13:35
3. optional

Ich frage mich ehrlichg gesagt eh wie die Marotte entstehen konnte "Fachfremde" Technikunternehmen leiten zu lassen.
BWL ist wichtig, keine Frage, aber an der Spitze Technikunternehmen ist es eben genauso wichtig Beurteilungskompetenz im Bezug auf die eigenen Produkte und das Marktumfeld zu besitzen.

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CaptainSubtext 14.10.2013, 13:49
4.

Ist doch auch nur logisch.
Manche meinen Sinn und Zweck eines Unternehmens wäre es Gewinne zu erzielen. Das ist falsch. Gewinne sind ein Mittel zum Zweck. Der Zweck besteht darin Autos zu bauen oder Medikamente zu entwickeln oder Flugzeuge fliegen zu lassen oder oder ;-)
Da ist doch nur sinnvoll, dass man Leute an die Spitze holt, die das Kerngeschäft verstehen. Mit den "Kollateralaufgaben" wie Kostenoptimierung etc. kann man einen BWLer aus dem dem mittleren Management beschäftigen.

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TS_Alien 14.10.2013, 14:01
5. .

Welcher fähige Ingenieur wechselt ins Management? Viele Manager mit einem technischen Hintergrund haben aus gutem Grund ins Management gewechselt: es hat wesentlich bessere Ingenieure in ihrem Umfeld gegeben. Firmen würden weitaus besser fahren, würden sie ihren fähigen Ingenieuren mehr Gehalt bezahlen und mehr Spielraum geben. Selbst in den Forschungsabteilungen wird mittlerweile das vorhandene Potential nicht annähernd genutzt, weil das Management vorschreibt, was zu erforschen ist und was nicht.

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smartphone 14.10.2013, 14:04
6. Generalproblem

ist folgendes . Solange man GUTE Ingeneure kaum in die Firmen läßt (!) , weil die nämlich nicht mit Standardfragen ala Nennen se mal drei Stärken/Schwächen von sich oder Wo sehen Sie sich in 5 Jahren etc zu 99,9 % durch "Raster" der typischerweise BWL-ler Personalermafia fallen ... solange ist es zwecklos hierzulande . Das wird leider der Jugend nihct vermittelt - nur dass angeblich Fachkräftemangel sein , defacto aber nur genug Absagevieh zur Lohndrückerei in bzw aus den Unis gespült werden soll.

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noalk 14.10.2013, 14:10
7. Vorwärts in die Vergangenheit

Ingenieure als Firmenlenker? War früher gang und gäbe. Dann kamen die BWLer. Pushten den Vertrieb. Strichen die Forschung zusammen. Fuhren aus Kostengründen die Qualität runter. Behinderten Innovationen. Weil Entwickeln ja nur Kosten verursacht. BWL ist der Datenbus in einer Firma, nicht der Arbeitsspeicher, und schon gar nicht die CPU.

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zensorsliebling 14.10.2013, 14:13
8. Schweinezyklus....

Zitat von sysop
Der Vorstand als Spielfeld von Betriebswirten und Juristen? Das ist passé - zunehmend erreichen Ingenieure die Spitzenpositionen der Wirtschaft. Schon jeder dritte Chef eines Dax-Konzerns ist gelernter Techniker. Gesucht: ein Mix aus Ingenieursdenke und Management-Wissen.
Bis Anfang der 1990er Jahre war das in vielen Konzernen so. Dann stellte man lieber BWLer ein. Naturwissenschaftler und Ingenieure standen zu der Zeit auf der Straße - kein Bedarf für "Fachidioten". Nachdem sich in den letzten 15 Jahren herausgestellt hat, dass Betriebswirte nur die Summen zwischen Einnahmen und Ausgaben bewegen und mit ihren Vorgaben zudem Innovationen bremsen müssen wieder Techniker ran.

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billhall 14.10.2013, 14:17
9.

Zitat von sysop
Der Vorstand als Spielfeld von Betriebswirten und Juristen? Das ist passé - zunehmend erreichen Ingenieure die Spitzenpositionen der Wirtschaft. Schon jeder dritte Chef eines Dax-Konzerns ist gelernter Techniker. Gesucht: ein Mix aus Ingenieursdenke und Management-Wissen.
Zuerst einen schwierigen Ingenieursstudiengang absolvieren um sich hinter ein Zahlenschubserdasein im Primatenzoo des Managements anzutun? Klingt nicht wirklich erstrebenswert für Ingenieure.

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