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Vorsprung durch Technik: Warum Ingenieure als Firmenlenker so begehrt sind
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Der Vorstand als Spielfeld von Betriebswirten und Juristen? Das ist passé - zunehmend erreichen Ingenieure die Spitzenpositionen der Wirtschaft. Schon jeder dritte Chef eines Dax-Konzerns ist gelernter Techniker. Gesucht: ein Mix aus Ingenieursdenke und Management-Wissen.

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JEngbers 14.10.2013, 16:49
20. optional

Der DeLorean ist ein sehr schlechtes Beispiel weil dieser am Markt vorbei entwickelt wurde. Der Wagen ist aus technischer Sicht zudem nicht ausgewogen (stichwort Motor) und kam stark verzögert. D.h. hier stimmte sowohl die Ingenieursleistung als auch der Betriebswirtschaftliche Aspekt nicht.

Klar bevorzugen Techniker idR. die ausgereifte Lösung...die meisten sind jedoch genauso an pragmatischen Lösungen interessiert.

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Dumme–Pute 14.10.2013, 17:09
21.

Die Realität ist doch die, dass die unwissenden Zahlenschubser mehrheitlich in den Vorstandsetagen sitzen und Firmen ruinieren.

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maximillian64 14.10.2013, 17:18
22. Ingeneure in die Politik

Zitat von sysop
Der Vorstand als Spielfeld von Betriebswirten und Juristen? Das ist passé - zunehmend erreichen Ingenieure die Spitzenpositionen der Wirtschaft. Schon jeder dritte Chef eines Dax-Konzerns ist gelernter Techniker. Gesucht: ein Mix aus Ingenieursdenke und Management-Wissen.
Ok nicht jeder Ingenieur ist auch im Management erfolgreich, aber Ingenieure suchen die Lösungen in der Real-Welt, kenne die Technik und verstecken sich nicht hinter Vorschriften und Bilanzen.

Insofern fehlen uns vor allem auch in der Politik noch sehr sehr viele Igenieure.

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justus65 14.10.2013, 17:31
23. Ingenieure - Betrebswirte

Früher haben Technier Betriebe geründet und sich ein paar Buchhalter gehalten, die ausrechneten, ob die gwünschte Investition geht oder die Firma ruiniert. Dann nannten sich die Buchhalter Betriebswirtschaftler und setzten sich mit Hlfe der Banken an die Spitze, dazu noch ein paar Juristen, damit jemand einfache Verträge möglichst kompliziert abfassen konnte und Ingenieure wurde ins zweite Glied versetzt. Was war die Folge: Siehe Beispiele aus dem artkel, siehe Siemens siehe Hchst, siehe Grundig etc.
Man sollte jedoch eines berücksichtigen: Wirtschaftsingenieure heißen zwar Ingenieur, sind aber keine. Das sind BWLer, die mal ein oder zwei Semester in einer technischen Vorlesung saßen, Ahnung von Technik habend die dadurch noch lange nicht. Die nennen sich nur Ingenieure, weil es besser klingt und BWLer nur noch als Schimpfwort taugt.

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stefansaa 14.10.2013, 17:31
24.

Es ist wieder einmal wunderbar, wie jeder der ein MINT-Fach Studiert hat, sich für den aller größten hält und alle anderen haben doch einfach keine Ahnung.

Dabei ist das Führen eines Unternehmens nicht maßgeblich davon abhängig ob man BWL, VWL, Ostasiatischen Stepptanz, Maschinenbau oder Verfahrenstechnik studiert hat. Es kommt viel mehr darauf an, das man in der Lage ist sowohl Menschen, wie auch Produkte auf den richtigen Märkten zu platzieren.

Ich habe in meiner Zeit als Berater sowohl Ingenieure erlebt, die ausgezeichnete Geschäftsführer waren aber auch Ingenieure die einfach keine Ahnung davon hatten, was sie eigentlich taten, lediglich von einem Produkt profitierten. Wiederrum habe ich ebenso Betriebswirtschaftler oder Geisteswissenschaftler erlebt, die kleine bis große Unternehmen super geleitet haben. Da sie sich über die Jahre hinweg halt das notwendige Wissen angeeignet haben und auf entsprechende Hinweise gehört haben.

Die Pauschalisierung das immer ein Ing oder Techniker an die Spitze eines Technologieunternehmens gehört, kann ich daher absolut nicht unterstützen. Der Unternehmer der zu 100% zu seiner Unternehmung steht, gehört an die Spitze, denn derjenige wird alles dafür tun, das sowohl Produkte, wie auch Mitarbeiter gute Arbeit leisten.

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schwarzes_lamm 14.10.2013, 17:39
25.

Zitat von sysop
Vorsprung durch Technik: Warum Ingenieure als Firmenlenker so begehrt sind
Weil sich langsam die Erkenntnis durchsetzt, dass Soziologen und BWLer zu blöde sind. Was der Facharbeiter allerdings schon seit Jahren wusste.

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schwarzes_lamm 14.10.2013, 17:43
26.

Zitat von sysop
Der Vorstand als Spielfeld von Betriebswirten und Juristen? Das ist passé - zunehmend erreichen Ingenieure die Spitzenpositionen der Wirtschaft. Schon jeder dritte Chef eines Dax-Konzerns ist gelernter Techniker. Gesucht: ein Mix aus Ingenieursdenke und Management-Wissen.
Der letzte 190er und die erste C-Klasse wurden bei Mercedes-Benz unter Ingenieuren konstruiert und gebaut. Tachostände von 700.000 - 800.000 km ohne nennenswerte technische Defekte sind keine Seltenheit.
Irgendwann kamen die BWLer und die Soziologen............

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lotoseater 14.10.2013, 17:59
27.

Ich stimme Ihnen soweit zu:

Zitat von stefansaa
Dabei ist das Führen eines Unternehmens nicht maßgeblich davon abhängig ob man BWL, VWL, Ostasiatischen Stepptanz, Maschinenbau oder Verfahrenstechnik studiert hat. Es kommt viel mehr darauf an, das man in der Lage ist sowohl Menschen, wie auch Produkte auf den richtigen Märkten zu platzieren. [...] Der Unternehmer der zu 100% zu seiner Unternehmung steht, gehört an die Spitze, denn derjenige wird alles dafür tun, das sowohl Produkte, wie auch Mitarbeiter gute Arbeit leisten.
Allerdings beschweren Sie sich über Pauschalisierungen...

Zitat von stefansaa
Die Pauschalisierung das immer ein Ing oder Techniker an die Spitze eines Technologieunternehmens gehört, kann ich daher absolut nicht unterstützen.
...und pauschalisieren dann selbst:

Zitat von stefansaa
Es ist wieder einmal wunderbar, wie jeder der ein MINT-Fach Studiert hat, sich für den aller größten hält und alle anderen haben doch einfach keine Ahnung.
Dann stellt sich mir noch eine Frage:

Zitat von stefansaa
Ich habe in meiner Zeit als Berater sowohl Ingenieure erlebt, die ausgezeichnete Geschäftsführer waren aber auch Ingenieure die einfach keine Ahnung davon hatten, was sie eigentlich taten, lediglich von einem Produkt profitierten. Wiederrum habe ich ebenso Betriebswirtschaftler oder Geisteswissenschaftler erlebt, die kleine bis große Unternehmen super geleitet haben. Da sie sich über die Jahre hinweg halt das notwendige Wissen angeeignet haben und auf entsprechende Hinweise gehört haben.
Ingenieuren schreiben Sie also (vollkommen realistisch) gute und schlechte Eigenschaften zu. BWLer und Geistis bekommen von Ihnen aber nur positive Eigenschaften zugeordnet. Gibt es bei letzteren keine Negativbeispiele?

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caliper 14.10.2013, 18:10
28.

Zitat von HansiHansi
Aus vielen Jahren persönlicher Erfahrung in mehreren Unternehmen kann ich resümieren, dass Ingenieure oder Techniker absolut keine guten Manager sind. Das liegt einfach daran, dass der Ingenieur prinzipbedingt oder auch des Berufsethos wegen stets eine technisch hochstehende Lösung favorisiert. Die ist zwar sensationell, doch leider unverkäuflich. Das liegt aber nicht so sehr an der Finess der Lösung selbst, sondern vielmehr daran, dass der Markt (der Nachfrager) kaum rational agiert. Und so ist es kaum verwunderlich, dass ein Kaufmann immer die bessere Option für die Position des Firmenlenkers ist - es kommt halt schon darauf an den Markt zu kennen. Es reicht bei Weitem nicht aus die Bedürfnisse der Zielgruppe identifiziert zu haben und Lösung anzubieten, wenn das nicht unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten vertretbar ist. Der DeLorean aus "Zurück in die Zukunft" ist mit seiner Edelstahlkarosse eine grandiose Idee gewesen. Dumm nur, dass das der Kunde nicht honorieren wollte ...
In unserer Branche (Automobil) wird im Grossen und um Kleinen ständg das Gegenteil bewiesen. Man muss Ingenieure mit der Aufgabe betrauen Kosten zu senken. Nur der kann die Asuwirkungen einzelner Kostenhebel auf die Qualität des Produkts abschätzen. Ein Betriebswirt kann das nicht bewerten, sodass em Ende häufig ein schlechtes Produkt herauskommt.

Das beste Beispiel ist doch VW. Unter dem Betriebwirt Hahn wurde an falschen Stellen gespart. Erst als dann Piech und jetzt Winterkorn als Ingenieure das Ruder übernommen haben ging es wieder aufwärts. Volkswagen hat die Kosten im Griff und kann sich erlauben sehr hohe Gehälter zu bezahlen.

Auch Siemens hat an vielen Stellen den Anschluss verloren. Nicht weil hier jemand technikverliebt oder detailversessen Kosten nach oben getrieben hat. Es waren die Betriebswirte und Juristen, die dem Unternehmen viel Geld gekostet haben.

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gojko 14.10.2013, 18:15
29.

Bin selber Ingenieur. Meiner Meinung nach sollte ein Ingenieur das tun, was er gelernt hat, nämlich neue Sachen entwickeln oder in existierenden Systemen Fehler finden und beheben.

Das Gemeine ist nur, daß bei dieser Tätigkeit ab einer bestimmten Gehaltsstufe Feierabend ist. Eine "gläserne Decke" gibts nämlich auch für Ingenieure.

Für die Arbeit als CEO oder im sonstigen Topmanagement ist primär Menschenkenntnis wichtig. Das kann man als Ingenieur haben oder als BWLer.
Ein guter Manager setzt die richtigen Leute auf die richtigen Posten und legt dann im Idealfall die Füße hoch.

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