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Vorstellungsgespräch: Müssen Frauen es sagen, wenn sie schwanger sind?
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Manche Arbeitgeber wollen über Bewerber alles wissen - mehr als erlaubt. Ein Klassiker der unzulässigen Neugier sind Fragen wie "Wollen Sie Kinder haben?" und "Sind Sie schwanger?" Dann gilt die Lizenz zum Lügen.

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Spiegelleserin57 19.11.2015, 07:28
1. alles gut und schön ABER

in der Realität zieht dieses Verschweigen böse Folgen nach sich. Wie wir alle wissen sind Zeugnisse sehr relativ und enthalten manchen versteckten Hinweis und es kommt oft vor dass auch Telefonate geführt werden um sich über den Bewerber zu informieren. Nicht selten schaut auch der neue Arbeitgeber mal in die sozialen Foren und googelt. Wer dort seine Schwangerschaft allen begeistert mitteilt hat den Job schon verloren bevor er sich vorstellt.
Man sollte gerechterweise auch über die Interessen des Arbeitgebers nachdenken und schauen ob man den Job beginnen kann wenn man Kinder plant oder bereits schon schwanger ist. (Win-Win Situation)
Es gibt immer Möglichkeiten auch Schwangere los zu werden. Das Beste ist man bleibt fair und offen. Wenn danach gefragt eine klar Antwort geben dann fühlt sich auch keiner belogen.
Auch sollte eine junge Frau sich genau überlegen wann sie schwanger werden will. Einarbeitung und gleichzeitig schwanger dürfte schon eine sehr hohe Belastung für Mutter und Kind sein. Auch kann es passieren dass sie während der Schwangerschaft vom Arbeitgeber auf eine Stelle umgesetzt wird, (hier keine Möglichkeit dies zu verhindern) die der jungen Frau dann gar nicht gefällt die sie aber auch Mutterschutzgründen dann annehmen muss.
So hilflos sind Arbeitgeber nicht die von so einer Situation überrascht werden. In der Regel sitzen sie am längeren Hebel!

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renee gelduin 19.11.2015, 07:34
2.

Zitat von
Das gilt sogar bei befristeten Arbeitsverhältnissen, wie ein Urteil des Landesarbeitsgerichts Köln zeigt: Eine Anwaltsgehilfin, die als befristete Schwangerschaftsvertretung eingestellt wurde, war zu diesem Zeitpunkt ebenfalls schwanger und verschwieg das
Und was lernt der Arbeitgeber daraus ?
Statt, sinnvoller Weise, die potenziell zukünftige Schwangerschaftsvertretung nach einer möglichen Schwangerschaft zu fragen, einfach grundsätzlich keine Frau einstellen.

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jogi1709 19.11.2015, 07:53
3. Wer sich schwanger als Schwangerschaftsvertretung bewirbt, die

Ist charakterlich so unten durch, dass einem die Worte fehlen. Und über unsere Arbeitsgerichte will ich gar nichts mehr sagen.

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giorgio2012 19.11.2015, 07:57
4. Sehr lustig

das Bundesarbeitsgericht hat bei seiner Entscheidung wohl vergessen, dass die Bewerberin dann nicht nur während der Schwangerschaft fehlt, sondern im Zweifel auch drei Jahre danach - von weiteren Schwangerschaften ganz abgesehen.

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Straussenblatt 19.11.2015, 08:06
5. Deswegen stelle ich keine Frauen ein

Man muss sich mal diese Arroganz des Gerichts auf der Zunge zergehen lassen.
ich habe einen Mitarbeiter und arbeite persönlich ohnehin schon 11 bis 13 stunden am Tag um alle Aufträge fertig zu bekommen. Jetzt stelle ich mir eine weitere Arbeitskraft ein um mich zu unterstützen und nachdem ich sie 3 monate lang eingelernt habe und sie anfängt eine hilfe zu sein lässt sie sich ein arbeitsverbot verpassen weil wir mit chemikalien (scheibenreiniger) arbeiten. Jetzt kann ich ihr nicht nur einen teil des Gehalts bezahlen sondern habe gleichzeitig auch keine hilfe mehr und müsste mir für die restlichen 6 Monate +Mutterschutz eine weitere arbeitskraft einstelöen die ich erstmal 3 monate lang einlernen muss. ich kann nur sagen ich bin froh dass die bewerber noch persönlich zum vorstellungsgespräch kommen müssen und ich da die frauen aussortieren kann. nie wieder.

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ixfueru 19.11.2015, 08:08
6. Natürlich kann im Vorstellungsgespräch

u.a. eine Schwangerschaft verschwiegen werden. Allerdings wird der Job nach der Schwangerschaft u.U. nur noch wenig "Spaß" machen - wenn die Probezeit, in der die Schwangerschaft "rauskommen" kann, überhaupt noch überstanden wird.

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Morrison 19.11.2015, 08:10
7. Frauenquote

Ich habe es in meinem Berufsleben mehrmals erlebt, dass Frauen kurz nach der Einstellung eine Schwangerschaft anzeigten. Bei den meisten fällen war ich mir sicher, dass dies im Vorfeld bekannt oder geplant war. Für die betroffenen Firmen ein Dilemma! Suchen sie doch personal und bekommen letztlich einen dauerkrankenschein! Dieses Verhalten schadet den Frauen mMn letztlich schon. Man überlegt sich dreimal ob man eine junge frau im gebärfähigen Alter einstellt. Da hilft auch kein Emanzengejammer

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gumbofroehn 19.11.2015, 08:36
8. Das ist seitens der Gerichte eine Güterabwägung ...

... und sie geben der Vermeidung von Diskriminierung eben den Vorrang gegenüber den berechtigten Interessen des Arbeitgebers. That's life!

Aber ein kompetenter Arbeitgeber weiß das und nimmt eben eine entsprechende Abwägung vor: Bringt mir die Kandidatin, die im entsprechenden Alter ist, einen angemessenen Mehrwert für das zusätzliche Risiko gegenüber dem zweitbesten Kandidaten (oder der zweitbesten Kandidatin 45+)?

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tippiloo 19.11.2015, 08:43
9. Das ist neu

Seit wann werden Bewerber nach Schwangerschaft und Kinderwünschen gefragt?
ich dachte bislang, dies geschehe lediglich Bewerberinnen...

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