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Vorstellungsgespräch: Müssen Frauen es sagen, wenn sie schwanger sind?
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Manche Arbeitgeber wollen über Bewerber alles wissen - mehr als erlaubt. Ein Klassiker der unzulässigen Neugier sind Fragen wie "Wollen Sie Kinder haben?" und "Sind Sie schwanger?" Dann gilt die Lizenz zum Lügen.

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mcmercy 19.11.2015, 08:47
10.

Zitat von Straussenblatt
Jetzt kann ich ihr nicht nur einen teil des Gehalts bezahlen sondern habe gleichzeitig auch keine hilfe mehr und müsste mir für die restlichen 6 Monate +Mutterschutz eine weitere arbeitskraft einstelöen die ich erstmal 3 monate lang einlernen muss.
Darum macht man zuerst einmal einen befristeten Arbeitsvertrag.

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ingnazwobel 19.11.2015, 08:47
11.

Sicherlich ist es nicht in Ordnung sich schwager als Schwagerschaftsvertretung zu bewerben und charakterlich bedenklich wie sicherlich auch 80% oder mehr aller Arbeitgeber tiefgreifende charakterliche Mängel (wenn man Rücksichtslosigkeit und Eigennutz als solchen sieht) haben - also bitte nicht nur von einer Seite sehen!

Auch ist hier der Arbeitnehmer recht einfach wieder loszuwerden - denn der Arbeitsvertrag ist befristet und mündet nicht in einer Festanstellung. Den einzigen Ärger den man hat ist wieder jemand neues einzuweisen - wer damit überfordert ist sollte mal seinen eigenen Charakter oder zumindest seine Qualifikation in Frage stellen.

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§§-Reiter 19.11.2015, 08:54
12. Unternehmer ist man freiwillig ...

Zitat von Straussenblatt
Man muss sich mal diese Arroganz des Gerichts auf der Zunge zergehen lassen. ich habe einen Mitarbeiter und arbeite persönlich ohnehin schon 11 bis 13 stunden am Tag um alle Aufträge fertig zu bekommen. Jetzt stelle ich.....
Sehr geehrter Herr "Straussenblatt", wenn Sie die arbeitsrechtlichen Rahmenbedingen hier nicht verstehen oder nicht ertragen können und mit einer vorausschauenden Personaldisposition überfordert sind, geben Sie doch Ihren Betrieb auf und gehen selber arbeiten. Dann können Sie die vermeintlichen "Privilegien" der Arbeitnehmer in vollen Zügen genießen ...

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karlsiegfried 19.11.2015, 08:59
13. Das ist unverschämt hoch drei

Zitat: Und in diesem Fall ist es einem Arbeitgeber zuzumuten, auf die Mitarbeiterin während des Zeitraums der Schwangerschaft auf diesem Arbeitsplatz zu verzichten. Dem schloss sich das Bundesarbeitsgericht an.

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oidahund 19.11.2015, 09:02
14.

Deswegen vereinbart man sinnvollerweise eine Probezeit, in dieser kann ohne Angabe von Gründen gekündigt werden. Die kann man auch bei einem befristeten Vertrag vereinbaren. Wobei ich es aus meiner Berufszeit so kenne, dass Frauen während ener Probezet tunlichst vermeiden schwanger zu werden. Sind sie gut in den Arbeitsprozess integriert, bietet der AG den Damen eine flexible Teilzeit mit teilwisem Homeoffice an. Das sorgt für eine MA-Bindung und man erhält des Kenntnisnveau.

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OompaLoompaOfScience 19.11.2015, 09:05
15. Aus der Praxis

Eine Dame kam zum Vorstellungsgespräch und wurde darin unter anderem aufgeklärt, dass eine Schwangerschaft aufgrund des Arbeitsplatzes ein unmittelbares Beschäftigungsverbot nach sich zieht. Ihre Schwangerschaft hat sie verheimlicht, den Arbeitsvertrag unterschrieben und ist dann ohne eine Minute zu arbeiten bei vollen Bezügen (glücklicherweise bezahlt von der Krankenkasse) ins Beschäftigungsverbot.

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tbl76 19.11.2015, 09:06
16.

Zitat von ixfueru
u.a. eine Schwangerschaft verschwiegen werden. Allerdings wird der Job nach der Schwangerschaft u.U. nur noch wenig "Spaß" machen - wenn die Probezeit, in der die Schwangerschaft "rauskommen" kann, überhaupt noch überstanden wird.
Die Probezeit gilt nicht für Schwangere! Dadurch wären Schwangere ja auch benachteiligt. Die Probezeit ist damit automatisch bestanden.

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tbl76 19.11.2015, 09:11
17.

Zitat von ingnazwobel
Sicherlich ist es nicht in Ordnung sich schwager als Schwagerschaftsvertretung zu bewerben und charakterlich bedenklich wie sicherlich auch 80% oder mehr aller Arbeitgeber tiefgreifende charakterliche Mängel (wenn man Rücksichtslosigkeit und Eigennutz als solchen sieht) haben - also......
Warum sollte es nicht in Ordnung sein sich Schwanger zu bewerben?

Die Schwangere muss u.u. noch ca 7 bis 8 Monate arbeiten und Geld verdienen. Das Elterngeld bemisst sich ja auch nach dem Einkommen der letzten 12 Monate vor Geburt bzw Mutterschutz. Was wäre denn die Alternative? Arbeitslosigkeit? Hartz4?

Genau wegen solchen Sichtweisen hat sich der Gesetzgeber eindeutig positioniert und die moralische Frage beantwortet.

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FocusTurnier 19.11.2015, 09:12
18. Auch Bewerber....

Zitat von tippiloo
Seit wann werden Bewerber nach Schwangerschaft und Kinderwünschen gefragt? ich dachte bislang, dies geschehe lediglich Bewerberinnen...
.....(m) werden nach der Familienplanung gefragt. Das konnte ich sachon mehrmals beobachten. Seitdem familiäre Auszeiten für Väter auch gesetzlich geregelt sind (zB Elternzeit), stellen auch Männer ein Ausfallrisiko dar. Warum, denken Sie, nimmt der überwiegende Anteil junger Väter nur zwei Monate Elternzeit?

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Diskutierender 19.11.2015, 09:13
19. Fairness - Unfairness

Ich halte in diesem konkreten Fall die Rechtsprechung für extrem unfair gegenüber Arbeitgebern, zumindest für die Fälle wenn eine Mitarbeiterin gerade neu eingestellt ist und dann mit Schadstoffen arbeiten soll oder einen Zeitvertrag gerade auch als Schwangerschaftsvertretung ausüben soll. Hier liegt es auf der Hand, dass die Leistung der Arbeitnehmerin gerade JETZT und nicht in einem Jahr dringend benötigt ist. Zu einem solchen Zeitpunkt noch einmal eine Person einzustellen, ist dann fast nicht mehr möglich. Dies halte ich, auch wenn die Gesetze etwas anderes sagen, für extrem unfair gegenüber dem Arbeitgeber.

Andererseits muss man natürlich auch einmal sagen, wie oft sich gerade Deutsche Arbeitgeber extrem unfair gegenüber Arbeitnehmern verhalten. Ich denke nur an Fangfragen und Psychospielchen in Vorstellungsgesprächen, das dreiste Gejammer vom Fachkräftemangel (man ist ja so wählerisch bei der Personalauswahl), Kündigungen aus Bagatellgründen, Forderungen nach unbezahlten Überstunden bzw. ständiger Erreichbarkeit u.s.w. Da treffen häufig unfaire Personen auf unfaire Arbeitgeber, so dass die Arbeitgeber hier den Mund nicht zu weit beim Jammern aufreissen sollten.

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