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Vorstellungsgespräch: Müssen Frauen es sagen, wenn sie schwanger sind?
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Manche Arbeitgeber wollen über Bewerber alles wissen - mehr als erlaubt. Ein Klassiker der unzulässigen Neugier sind Fragen wie "Wollen Sie Kinder haben?" und "Sind Sie schwanger?" Dann gilt die Lizenz zum Lügen.

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prisma-4d 19.11.2015, 10:30
40. ...es sind nicht die bösen Arbeitgeber...

Zitat von McErich
....Wenn ich mir anschaue, welches Bild hier gezeichnet wird, und dass Schwangere unverzüglich aus dem Betrieb zu entfernen seien, als seien sie .....
...die Schwangere aus den Betrieben entfernen als sein sie "Verbrecherinnen" sondern die Gerichte. Früher durften Schwangere sehr lange ich an risikobehafteten Arbeitsplätzen bleiben. Da ist heute ein "NoGo".

Und noch was: des Wurzels Übel.... sind nicht die Forsiten. Es mögen ein paar dabei sein mit einseitiger Sichtweise... die meisten Meinungen dazu sind jedoch sehr wohl gut reflektiert. Und seien sie mal ehrlich... was würden Sie tun? Würden sie, wenn sie ein Haus bauen möchten und dieses von einer Expertin begleiten lassen möchten, eine schwangere Architektin für teueres Geld anstellen? Das wirkliche Problem ist das Arbeitgeber nicht fragen dürfen, und das junge Frauen nicht erhlich sein müssen, wenn es um dieses Thema geht!

Mehr Ehrlichkeit auf beiden Seiten würde die Situation verbessern.

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hksm 19.11.2015, 10:34
41.

Zitat von kumi-ori
Letzten Endes wäre es das Gescheiteste, der Staat würde die Kosten für die Fortpflanzung selbst übernehmen, dann würde auch die Diskriminierung enden.
Irgendwie hat das im Osten und anderen sozialistischen Staaten alles besser geklappt. Früh Kinder bekommen (im Alter von 20-25), um danach wieder dem Arbeitsmarkt zur Verfügung stehen bevor man 40 ist.

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joey55 19.11.2015, 10:44
42.

Zitat von tbl76
Da haben sie Recht. Aber das Ergebnis ist das gleiche: Probezeit beeendet ohne das gekündigt wurde.
Nur wird die Funktion der Probezeit nicht erfüllt. Der Arbeitgeber kann eben nicht prüfen, ob eine ANin zu ihm oder ins Team passt. Dies fürht dazu, dass der AG eher einen befristeten AV schließt und dann das AV beendet, ohne das die Dame die Chance hatte sich zu bewähren.

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joey55 19.11.2015, 10:47
43.

Zitat von jonas_c
Wer sich über Frauen beschwert, die schwanger werden, hat seine Menschlichkeit verloren. Und seinen Sinn für unser Grundgesetz. Die einzigen Länder wo solches Verhalten rechtlich möglich ist, sind in der Dritten Welt - dort hat man allerdings noch ein gesundes Verhältniss zu .....
Niemand beschwert sich darüber, dass Frauen schwanger werden. Allerdings führen die sehr weitgehenden arbeitsrechtlichen Schutzvorschriften zu einer vom Gesetzgeber nicht gewollten Folge. Arbeitgeber, die bereits mehrfach schlechte Erfahrungen gesammelt haben, ändert (un-)bewußt ihr Einstellungsverhalten. Und wenn er sich nicht ganz ungeschickt verhält, wäre ein etwaiger Verstoß gegen das AGG auch nicht feststellbar.

Die Folge ist, dass die gesetzlichen Vorschriften ins Leere laufen.

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joey55 19.11.2015, 10:56
44.

Zitat von tbl76
Ach Gottchen! Was für hohe Kosten sollen das denn sein? Gehalt für Mutterschut/Beschäftigungsverbot und Elterngeld zahlt der Staat bzw die Krankenkasse. Und dem bischen Verwaltungsaufwand des AGs steht immerhin ein Kind und Kunde von morgen in unserer aussterbenden Gesellschaft gegenüber!
Nein, die U2-Umlage ist rein arbeitgeberseitig finanziert. Und ein neues Bewerbungsverfahren, sowie die Wiederholung der Einarbeitung ist nicht nur ein "bischen Verwaltungsaufwand".

Sie scheinen zum einen nicht im Thema zu stecken und zum anderen den Aufwand von Bewerbungs- und Einarbeitungsverfahren zu unterschätzen.

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Diskutierender 19.11.2015, 11:14
45. Bewerbungsverfahren

Zitat von joey55
Nein, die U2-Umlage ist rein arbeitgeberseitig finanziert. Und ein neues Bewerbungsverfahren, sowie die Wiederholung der Einarbeitung ist nicht nur ein "bischen Verwaltungsaufwand". Sie scheinen zum einen nicht im Thema zu stecken und zum anderen den Aufwand von Bewerbungs- und Einarbeitungsverfahren zu unterschätzen.
Was das Thema Bewerbungsverfahren angeht, da sollten die Arbeitgeber doch vielleicht den Ball etwas flach halten. Aus eigener Erfahrung weiss ich, wie wählerisch Deutsche Arbeitgeber sind bei der Personalauswahl. Jeder weiss, was hier ein Aufwand getrieben wird, um einen 25 Jährigen mit Doktortitel und 15 Jahren Berufserfahrung zu bekommen. Sollten die Unternehmen dann doch eine solche Person finden, dann ist sie überqualifiziert.

Wie mir selbst Arbeitgeber sagten, muss es unbedingt der 100% Bewerber sein. Sobald man auch nur ein winziges Haar in der Suppe findet, gibt es eine Absage.

Also hält sich bzgl. Bewerbungsverfahren mein Mitleid mit den Arbeitgebern doch sehr in Grenzen, auch wenn ich hier einige Auswüchse des Mutterschutzes (und damit meine ich die konkret beschriebenen Härtefälle) extrem unfair finde.

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tbl76 19.11.2015, 11:15
46.

Zitat von joey55
Nein, die U2-Umlage ist rein arbeitgeberseitig finanziert. Und ein neues Bewerbungsverfahren, sowie die Wiederholung der Einarbeitung ist nicht nur ein "bischen Verwaltungsaufwand". Sie scheinen zum einen nicht im Thema zu stecken und zum anderen den Aufwand von Bewerbungs- und Einarbeitungsverfahren zu unterschätzen.
Das stimmt. Ich stecke in dem Thema nicht drin. Habe aber trotzdem eine Meinung dazu. Muss die U2-Umlage nicht immer gezahlt werden? Dann wäre es doch egal ob jemand Schwanger ist oder nicht und es entspricht mehr einer Versicherung gegen Kosten einer Schwangerschaft.

Den Aufwand für Einarbeiteung und Berwebung will ich nicht unterschätzen. Er steht aber außer meiner Sicht im keinen Verhältnis zum Gewinn eines neugeborenen Kindes und Kunden von morgen. So viel Patriotismus würde ich von einem guten Arbeitgeber erwarten. Oder sollen die zukünftigen Arbeitkräfte nur noch durch Zuwanderung gesichert werden?

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u30 19.11.2015, 11:17
47.

Zitat von prisma-4d
...die Schwangere aus den Betrieben entfernen als sein sie "Verbrecherinnen" sondern die Gerichte. Früher durften Schwangere sehr lange ich an risikobehafteten Arbeitsplätzen bleiben. Da ist heute ein "NoGo". Und noch was: des Wurzels Übel.... sind nicht die Forsiten. Es mögen ein paar dabei sein mit einseitiger Sichtweise... die meisten Meinungen dazu sind jedoch sehr wohl gut reflektiert. Und seien sie mal ehrlich... was würden Sie tun? Würden sie, wenn sie ein Haus bauen möchten und dieses von einer .....
Und weil man früher sein Ungeborenes gefährden durfte sollte man das heute immer noch tun? Was für eine irre Argumentation! Das Problem ist doch nicht, dass Arbeitgeber nicht fragen dürfen, sondern dass Kinderwunsch in vielen Branchen eine disqualifizierende Antwort ist. Was ist die Lösung? Das Männer in Väterschutzzeit gehen und 3 Monate um die Geburt herum ein Berufsverbot haben? Ich weiss es nicht. Aber der Konflikt zwischen Interesse des Arbeitgebers und Arbeitnehmers ist da und doch ein Hauptgrund für die Diskriminierung von Frauen. Und selbst wenn man den Arbeitgeber verstehen kann, heisst das ja nicht, dass es falsch ist, dass das Gesetzt hier gegenangeht.

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oidahund 19.11.2015, 11:34
48.

Zitat von tbl76
Die Probezeit gilt nicht für Schwangere! Dadurch wären Schwangere ja auch benachteiligt. Die Probezeit ist damit automatisch bestanden.
Nein, da liegen Sie falsch - auch in der Probezeit kann eine Schwangere gekündigt werden.

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uk2011 19.11.2015, 11:43
49.

Zitat von tbl76
Das stimmt. Ich stecke in dem Thema nicht drin. Habe aber trotzdem eine Meinung dazu. Muss die U2-Umlage nicht immer gezahlt werden? Dann wäre es doch egal ob jemand Schwanger ist oder nicht und es entspricht mehr einer Versicherung gegen Kosten einer ......
Ich glaube, daß Problem ist weder Schwangerschaft noch Mutterschaftsurlaub. Aber die dann folgenden Jahre.
Vor allem kann man sich da als Frau kurzfristig entscheiden, also ersteinmal 3 Monate Kinderzeit, dann doch noch länger.

Wenn ich schwanger bin und die 6 Wochen vorher und die 2 Monate hinterher ausfalle, kann man das mit einigem Aufwand, aber irgendwie noch organisieren. Wenn die Frau dann ersteinmal ein halbes Jahr dranhängt (muß sie auch nicht direkt sagen) und dann nochmals verlängert und dann das zweite Kind nach drei Jahren hinterschiebt und dann nochmals 3 Jahre ausfällt, dann sieht das anders aus.

Und das Problem ist einfach, daß fast alle Frauen länger als die 3 1/2 Monate ausfallen.

Das macht viel mehr Probleme als die Schwangerschaft an sich.

Ich habe keine Probleme eine Frau einzustellen, die, wenn sie schwanger ist, 3 1/2 Monate ausfällt (eventuell auch nur 2 Monate, weil die letzten 6 Wochen vor dem errechneten Geburtstermin fakultativ sind). Aber wenn die Frau dann länger ausfällt, und das ist leider in den allermeisten Fällen der Fall, dann habe ich damit sehr wohl Probleme.

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