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Wegen ungleicher Bezahlung: Chef von Easyjet verzichtet auf Gehalt - ein bisschen
DPA/Easyjet

In kaum einem britischen Unternehmen verdienen Frauen so viel schlechter als Männer wie bei Easyjet. Der Chef der Fluglinie hat nun reagiert - auf viel verzichten muss er aber nicht.

Soordhin 30.01.2018, 01:42
1. Nicht nur easyJet

Auch bei deutschen Fluglinien besteht dieses Gehaltsgefälle. Das liegt primär daran das es extrem schwer ist den Frauenanteil bei Piloten über 5% zu steigern. Und das liegt nicht daran das Airlines das nicht versuchen, es liegt primär daran das es einfach viel zu wenig Bewerberinnen gibt. Bei der Kabinencrew sieht das anders aus, da gibt es immer noch einen deutlichen Überhang weiblicher Arbeitnehmer, viele davon die in Teilzeit arbeiten.

Interessanterweise gibt es bei den Fluglotsen, die ein sehr ähnliches berufliches Anforderungsprofil haben, einen fast ausgeglichenen Anteil von weiblichen und männlichen Arbeitnehmern.

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imri.rapaport 30.01.2018, 05:35
2. Gehaltsunterschied

Warum Carolyn McCall dafür nicht gesorgt hat, dass man eine Angleichung der Gehälter vornimmt, als sie Chefin war, ist nicht nachvollziehbar. Aber wie es scheint hatte sie nichts getan, weil sie selbst ein Teil des System war und es akzeptiert hat. Das ist das Problem. Wer sich nicht wehrt geht unter oder macht mit.

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murksdoc 30.01.2018, 07:36
3. Es gibt einen Gott

Dass Easy Jet in Paris bereits Landeverbot hatte, weil sie die Bestimmungen des Europäischen Arbeitsrechtes mit Nichtbeachtung strafen, scheint Sie nicht zu interessieren. Das ist der erste Grund, da nicht hineinzusitzen. Wenn sicherheitsrelevante Arbeitplätze nach Quote besetzt und "Virtue Signalling" bezahlt werden, gibt es noch tausend andere Gründe dafür. Aber sitzen Sie ruhig rein in ein (noch) fliegendes Gerät, in dem der Pilot genausowenig verdient, wie die Dame, die Ihnen die kostenpflichtigen Salzcracker in die Jacke krümelt und ausserdem eine Pilotin ist, die man nach langer Suche überzeugen konnte, doch nochmal das Ding in der Mittein die Hand zu nehmen, von dem sie geschworen hatte, es nach ihrem letzten Einschlag in den Terminal nie wieder zu tun. Das die warme Zufriedenheit, für Social Justice gesorgt zu haben, das kalte Gefühl der Flugangst übertrumpfen kann, nachdem sich die Türen geschlossen haben und der Vogel sich beim dritten Versuch, nachdem der lustige Mann, der nach dem Herausziehen des Bolzens des Schleppgerätes immer so freundlich seinen roten Wimpel zeigt, sich bereits mehrmals bekreuzigt und der Flight Controler laut und vernehmlich "Viel Glück, Sie werden es brauchen" gewünscht hat, endlich langsam in flachem Winkel aber immerhin doch in die turbulenten Lüfte erhebt, halte ich für unwahrscheinlich. Nehmen Sie wenigstens viel Kleingeld mit. Kotztüten und Beruhigungspillen sind genauso kostenpflichtig wie die Salzcracker mit Schimmelaroma und die Benutzung der Bordtoiletten, die irgendwie danach riechen. Wenn überhaupt noch Material für Sie übrig ist. Denn erst kommt die Crew, dann kommt der Pöbel auf den billigen (das heisst: "allen anderen") Plätzen. Und für den gilt nach wie vor: Frauen und Kinder zuerst.Besser angelegt ist das Kleingeld, wenn man es vor dem Flug in einem Opferstock der katholischen Kirche versenkt. Vielleicht gibt es ja doch einen Gott und da sollte man auch die allerkleinste statistische Wahrscheinlichkeit nicht ungenutzt lassen. Ein Tip für den Rückflug: das Kopfweh kommt nicht von dem billigen Eimer Sangria, den Sie gestern aufgrund einer Wette auf "Ex" geleert haben (Hauptgewinn: ein Eimer billigen Sangrias). Das ist die recycelte Abluft der Triebwerke und der Bordküche. Angewärmte Frischluft gibt es nur gegen Aufpreis und die ist heute leider schon ausverkauft. Nehmen Sie am besten eine Extra-Portion nach grünem Schimmel schmeckender Krümelcracker die ihnen die Hartz-vierende Aushilfsflightattendeuse lächelnd servieren wird. Davon bekommen Sie nämlich Magenschmerzen und Durchfall, dann fällt das Kopfweh nicht so auf. Wundern Sie sich aber nicht, wenn bei Ihrer Rückkehr Haus und Hof schon verkauft sind. Das waren ihre Kinder und die haben in der Schule statistische Wahrscheinlichkeiten berechnet und Sie haben anscheinend bewiesen: es gibt einen Gott.

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dbrown 30.01.2018, 13:49
4. Das kommt davon,

wenn alle so billig wie möglich überall hinfliegen wollen. Irgendjemand wird den Preis dafür bezahlen.

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Dogbert 31.01.2018, 13:49
5. Komplett am Thema vorbei

Zitat von dbrown
wenn alle so billig wie möglich überall hinfliegen wollen. Irgendjemand wird den Preis dafür bezahlen.
Ihr Beitrag, der würde nur Sinn machen wenn alle schlecht bezahlt würden. Aber die Kernaussage des Artikels ist auch Blödsinn, das Durchschnittsgehalt der Frauen ist in erster Linie deswegen niedriger, weil die sich mit niederwertigen Jobs zufrieden geben. So gibt es kaum Pilotinnen oder Fluggerätetechnikerinnen, Jobs die weit besser bezahlt werden als der der Saftschubse. Das kann man aber weder dem Unternehmen noch den Männern vorwerfen !!

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moneysac123 31.01.2018, 20:51
6. Überschrift

wow, ganze 5% bekommt er mehr, da fragt man sich doch ob das wirklich am Geschlecht liegt oder vllt doch andere gründe hat. lächerliche debatte, wenn es eine Nachfolgerin wäre, also eine frau würde kein hahn nach den 5% krähen

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