Forum: Karriere
Weihnachtsfeiern: "Ein Kollege krabbelte auf allen Vieren über die Tanzfläche"
Miguel Ferraz

Wir wollten wissen: Was haben Sie bei Betriebsweihnachtsfeiern schon erlebt? Und was werden Sie nie vergessen? Hier sind Ihre Geschichten.

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ich_sach_ja_nur 03.12.2018, 06:56
1. Schöne Erlebnisse!

Das klingt alles nach sehr viel Spaß und vor allem nach Chefs und Firmen, bei denen gern gefeiert wird. Ich hatte tolle Weihnachtsfeiern, bei denen sogar immer Partner und Kinder mit eingeladen waren, aber auch Feiern, die ihren Namen nicht verdient haben - weil im Anschluss an einen “Teambuilding“-Workshop Pizza im Karton serviert wurde ...

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pförtner 03.12.2018, 08:06
2. Es war ein mal....

Anno Domino war ein Kollege auf dem Postamt 22 so besoffen, dass er den Oberamtmann, der mit seiner Frau unter dem Weihnachtsbaum tanzte, ins Bein biss. Er glaubte er sei ein Hund.
Überhaupt ist der Alkohol eine weit verbreitete Berufskrankheit unter den Kollegen. Auf dem Posthof stand der Ambulanzwagen, ein gelber Paketwagen von VW immer einsatzbereit.
Aber das war einmal, heute sind die Kollegen mehr als ausgelastet ,und werden bis zum geht nicht mehr, ausgepresst.

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Poli Tische 03.12.2018, 09:13
3. Ein Schock war es für mich........

....als meine, von mir sehr verehrte und respektierte Chefin, während einer Betriebsweihnachtsfeier kopfüber in einen großen Karton verschwand und nur noch die Beine zappelnd herausragten. Ich war damals Auszubildende und ich habe mich bis heute von dem Anblick nicht erholt. Während die anderen besoffenen KollegInnen sich vor Lachen kringelten habe ich, zusammen mit einem jungen Kollegen den Karton langsam gekippt und die ältere Dame langsam aus den Karton gezogen. Seitdem habe ich Betriebsweihnachtsfeiern gemieden. Vor allem aber ist es mir bis heute gelungen, niemals so viel Alkohol zu trinken, dass ich die Kontrolle über mich verliere.

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Alexis_Saint-Craque 03.12.2018, 09:22
4. Prost

Die deutsche Spießigkeit in ihrer ganzen Tristesse. Innovative Unternehmen laden täglich zur Happy Hour, das erspart Work-life-balance-Diskussionen und Gehaltserhöhungen. Free alcohol ist we are family. Manche hängen ein Frühstück mit Biojoghurt gleich noch hinten dran. Die Waschräume mit Regenwaldduschen sind de luxe. Always keep in mind: Nur eine Sekunde nicht in der Firma ist eine verlorene. Es steht den Leuten ja frei, wie sie ihre Freizeit gestalten. Prost.

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SusiWombat 03.12.2018, 10:10
5.

Früher gehörte es zu meinen Aufgaben, Firmenfeiern zu gestalten - dabei schaut man in Abgründe, die man so leicht nicht vergisst. Schlimm war, als wir einmal vergaßen, die Getränkeauswahl vorzugeben. Da haben sich dann Kollegen den teuersten Barrique-Wein bestellt - und haben ihn mit verzerrtem Gesicht aber doch flaschenweise getrunken, weil er ihnen so gar nicht schmeckte. Warum tut man so etwas?

Heute bin ich froh einfach Gast auf unserer Feier sein zu dürfen. Alkoholunfälle gibt es nach meinem Erleben nur unter den ganz jungen. Die anderen freuen sich darauf, wenn nach diversen Ansprachen - unterbrochen von Ausflügen zum Buffet - endlich die Tanzfläche eröffnet wird. Denn dann bleibt in der Regel nicht allzuviel Zeit, die Feiern haben haben alle einen "harten Schluss".

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whgreiner 03.12.2018, 10:27
6.

Eine ältere,bayerische Patientin (ich bin Zahnarzt) berichtete mir mal von der vorabendlichen Weihnachtsfeier in ihrer Firma:
"Schee woars, Herr Dokta, gsunga hams, guat gessen hamma, tanzt hamma. Aber mei, Herr Dokta (hält die Hand vor den Mund): gsoffa hams, untam Tisch sans gleng... Aber schee woars, Herr Dokta!"

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unaufgeregter 03.12.2018, 10:30
7. Damals

Vor vielen Jahren habe ich auch an solchen Feiern teilgenommen. Heute meide ich sie. Die Arbeitsverdichtung, die langweiligen Kollegen, die überflüssigen Gespräche. Da verbringe ich den Abend lieber mit Freunden.

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Alexis_Saint-Craque 03.12.2018, 10:40
8. Versteht sich

Ich erinnere mich, wie wir uns in einem der besten Restaurants der Stadt einen Kasten Taittinger bestellten, der bitte unter dem Tisch zu platzieren sei. Wir wollten ja nicht ständig rufen müssen. Man dankte uns für unsere Empathie mit dem Personal und sorgte dafür, dass es nicht bei einem Kasten blieb. Es war alles sehr stilvoll und über die Maßen souverän. Nein, es war kein Karton, es war ein Kasten. So wie wir ihn vom Mineralwasser her kennen. Natürlich im Gourmet-Gebinde. Versteht sich. Es waren andere Zeiten, gewiss. Aber so war wenigstens sichergestellt, dass alle die Büttenreden zur Familie und zu den wundervollen Teams heil überstanden haben. Elogen geht nur unter Drogen. Versteht sich. Es ging bis zum Morgen. Das Restaurant wurde schließlich für eine private Weihnachtsfeier gebucht. Danach Taxen auf Kosten der Firma. Versteht sich.

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der-junge-scharwenka 03.12.2018, 10:51
9. Überschätzt

Man sollte Arbeit nicht mit Leben und Kollegen nicht mit Freunden verwechseln. Das eine sind acht Stunden pro Tag, das andere die verbleibenden 16. Letztere sind mir wesentlich wichtiger. Im Übrigen wird der teambildende Effekt solcher Feiern erheblich überschätzt. Mit Respekt und Höflichkeit im Arbeitsalltag kann ich mir weitaus mehr Kollegen gewogen machen als mit einem Alkoholabsturz bei einer Weihnachtsfeier. Vielleicht muss man in Hamburg leben, um die Dinge so zu sehen, aber die Realität zeigt: Man kann auch ohne kollegiales Saufgelage ein passables Arbeitsleben haben.

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