Forum: Karriere
Weihnachtsgeschenke für Geschäftsfreunde: "Bei Wein unter vier Euro kann irgendwas ni
Getty Images

Ein edler Tropfen gilt als passendes Dankeschön in der Arbeitswelt. Blöd nur, wenn man keine Ahnung von Wein hat. Sommelière Stephanie Döring erklärt, worauf es beim Kauf ankommt - und wie Sie Ihre Unwissenheit kaschieren.

Seite 1 von 11
user124816 15.11.2018, 11:30
1.

Ich fände es besser, wenn man Unwissenheit zugeben und nicht kaschieren würde.
Zum Schluss wird das noch Mode, pflanzt sich neben "Weinkenntnissen" auch noch in anderen Bereichen fort, und am ende haben wir komplett unwissende Blender in wichtigen Positionen - das wäre fürchterlich.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
dirk.resuehr 15.11.2018, 11:37
2. Der Weinwisser

trinkt für täglich einen Wein( Müller Thurgau, Rheinhessen) für 2,60 Euro ( nicht weitersagen, geheimer Geheimtipp) und liest vergnüglich die Kommentare der Experten. Mal unter uns, trinken Sie mit Madame täglich einen Wein über 30 Euro? Glückwunsch, dann haben Sie es geschafft oder sehr gut geerbt. Tips zum Verschenken: Sauvignon Blanc aus Neuseeland, Chardonnay aus Australien, Amarone aus Italia und beim Champagner Obacht. Die meisten sind zu teuer, Krug z.B.-ist was für Leute mit Humor, weil sauer! Außerdem sind die Champagner meist Verschnitte, Cuvee klingt feiner! Staatsweingüter Rheingau haben einen feinen Winzersekt, ganz prächtig: Rose von Laurent-Perrier, kostet reichlich.TOLLE Weine aus der Pfalz: Das Weingut mit Doppelnamen aus Neustadt ( Werbung für Fortgeschrittene).

Beitrag melden Antworten / Zitieren
diezweitemeinung 15.11.2018, 11:38
3. Die Beurteilung eines Weins ist die simpelste Sache der Welt!

Ich finde es ist leicht einen Wein zu beurteilen: er soll mir (!) auch nach der zweiten Flasche noch schmecken. Und wenn es sich um einen immer greifbaren "Lagerwein" handelt und Jahr für Jahr ähnlich gut schmeckt, dann mag ja bei ihm" etwas nicht stimmen" - wenn er von Feinkost Albrecht -stammt und als Rotwein weniger als drei Euro kostet. Ich muss ihn ja nicht unbedingt einem Geschäftsfreund schenken, den ich beeindrucken will oder muss - wobei ich auch da keine Hemmungen hätte, wenn ich mich ehrlich auf meinen Geschmack berufen kann. Auch ein zehnmal so teurer Wein kann dem Gast nicht schmecken.
Ich habe die Erfahrung gemacht, dass ein Wein, der 10 Euro und mehr kostet, mir nicht unbedingt besser schmeckt. Aber für die typische Zielperson der Werbestrategen man der höhere Preis auch den Geschmacksknospen schmeicheln. Ich bleibe bei meinem wohlschmeckenden spanischen Billigweinen - von denen auch nicht alle gleich schmackhaft sind. Und ob sie aus einem Stahktank kommen und einen Plastikkorken haben, ist mir auch erst einmal egal - Hauptsache ich muss mich nicht schütteln, wenn ich ihn trinke. Ein gesundes Selbstwertgefühl ermöglicht die Konzentration ausschliesslich auf den Geschmack und macht einen unabhängig von der Meinung anderer Menschen. Wozu soll es gut sein, dass der Wein dem Experten schmeckt und dass sich der Produzent mit Hilfe seines PR-Beraters eine besonders eindrucksvolle Story rund um den Wein ausgedacht hat?


- Ausprobieren geht über Weinbücher studieren.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
mwieschhoff 15.11.2018, 11:40
4. Wein-Bullshit-Bingo

...das ist schon nett, wie diese sogenannte Expertin einfach impliziert alles unter 4 bzw. 5 EUR sei gepanscht. Es gibt genügend Winzer, die hart arbeiten, nicht panschen, die genau so etwas in einfacher, ehrlicher Qualität im Angebot haben. So etwas an Millionen Leser zu verbreiten, einfach so ist gelinde gesagt sehr inkompetent.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
ernstrobert 15.11.2018, 11:43
5. geht es nur um Wirkung?

Leider erfährt man wenig über tatsächliche Qualitätskriterien. dafür reicht vielleicht der Platz nicht? Aber trotzdem enttäuscht, dass eine 'Weinkennerin' nur darüber was zu sagen weiß, wie eine Flasche wirkt, wie man sich als Kenner ausgeben kann (weil man offensichtlich keiner ist) und wie man Freunde blamieren kann, die sich mit Wein nicht auskennen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
cor 15.11.2018, 11:47
6. Einer unserer Lieblingsweine kostet sage und schreibe EUR 4,99.

Das Interview beginnt direkt mit einer schönen Pauschalaussage, komplett ohne Begründung: "Bei Weißweinen unter vier Euro und Rotweinen unter fünf Euro kann eigentlich irgendwas nicht stimmen."

Ich als Laie kann diese Aussage daher nicht bestätigen. Auch günstige Weine können sehr gut sein.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
sven2016 15.11.2018, 11:51
7.

„Aber es muss vor allem so wirken, als ob Sie sich Gedanken gemacht haben.“

Besser käme ein Geschenk rüber, wenn man sich wirklich Gedanken gemacht hätte.

Alles nur Tipps für Angeber :)

Beitrag melden Antworten / Zitieren
ambulans 15.11.2018, 11:55
8. mein gott,

woher hat diese junge dame nur ihr gesammeltes wein-"wissen"? ist ja grauslich (dt. riesling - zu "säuerlich"? - gibt doch welche mit rest-süße), stattdessen eher "burgunder-richtung" wie etwa chardonnay (schon mal was von "abc - anything but chardonnay" gehört?) oder grau-burgunder (in der gastronomie meist als "pinot grigio" - zu recht! - verrufen). müller-thurgau ist übrigens eine nicht besonders "alte" rebsorte mit (natürlich) "unglaublichem" qualitätspotential (ein frisch ausgebauter rivaner schmeckt mir übrigens erheblich besser), aus elbling (grund-/stillwein) kann man durchaus leckere sekte, sogar cremants machen, und, nur weils um jüngere winzer mit deren allgemein bekannter affinität zu den modernen sozialen medien geht, ist der alljährige wettstreit, wer als winzer seinen job ganz besonders gut gemacht hat, noch lange nicht entschieden. mutter natur hats klar und deutlich geregelt: jeder jahr gilt erneut "neues spiel, neues glück". und, außerdem: wer sich mit wein auskennt, wartet mindestens bis ostern, bevor er von "wein" spricht ... ein abo der "weinwelt", vom "feinchmecker" oder ein bisschen literatur - vielleicht "eichelmann" könnte hier definitiv helfen. diesmal rezeptfrei, dr. ambulans (alle kassen)

Beitrag melden Antworten / Zitieren
grabenkaempfer 15.11.2018, 12:01
9.

"Bei Weißweinen unter vier Euro und Rotweinen unter fünf Euro kann eigentlich irgendwas nicht stimmen." Eigentlich? gehts vielleicht noch unpräziser? Viel Text, nichts genaues. Was jetzt an Schraubverschlüssen besser ist als an Plastikkorken wird auch nicht ausgeführt.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 1 von 11