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Weniger Fehltage: Grünen-Abgeordneter will Extra-Urlaubstag für Radfahrer
Sam Edwards/ Caiaimage/ Getty Images

Mit dem Rad zur Arbeit zu fahren, gilt als gesund. Ein Grünen-Politiker im Bundestag fordert dafür eine Belohnung - vom Arbeitgeber des Radlers.

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stammtischschreck 28.08.2019, 14:37
1. Sommerloch, 1.April oder zuviel Rad gefahren?

Wer kontrolliert denn, ob wirklich Rad gefahren wurde?
Und wäre es, wenn es so sehr um Gesundheit geht, nicht sinnvoller, die zu belohnen, die nicht krank sind?
...und nicht die, die nur deshalb mit dem Rad zur Arbeit fahren, weil sie in ihrem Auto nicht rauchen wollen?
Hab' mich beim Lesen jedenfalls köstlich amüsiert.
Ich befürchte nur, das der das wirklich ernst meint...

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AndreasKraut 28.08.2019, 14:40
2. echt keine anderen Sorgen

ist noch Sommerloch? Der Staat soll sich aus dem klein-klein heraushalten. Sehe schon wieder die Klageflut derjenigen, die nicht mit dem Fahrrad, sondern zu Fuß zur Arbeit gehen. Und was ist mit veganen S-Bahnfahrern? Die leben auch gesünder als fleischfressende Fahrradfahrer. Mannmann. Mit solchen Spezialgesetzen gibt's noch nur Ärger. Statt neue Ausnahmeregelungen zu erfinden, sollten die Parteien mal mit Vorschlägen glänzen, jeden Monat ein Gesetz und eine Ausnahmeregelung abzuschaffen.

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RalfHenrichs 28.08.2019, 14:42
3.

Ich fahre mit dem Fahrrad zur Arbeit. Könnte mich also freuen. Frage mich aber auch, gilt dies auch für E-Mobile? Vor einem Jahr hatte ich noch einen anderen AG, der so nah an meiner Wohnung lag, dass ich meistens zu Fuß gegangen bin. Hätte ich dann auch den Urlaubstag genommen? Und wie soll der AG dies kontrollieren? Ok, in kleinen Betrieben dürfte das gehen, aber in Großen. Kurz: eine nette Idee, aber selbst ich, der davon profitieren würde (fahre auch immer noch mit Muskelkraft), kann dies nicht ernst nehmen.

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zolotivorota 28.08.2019, 14:51
4. Warum ein Gesetz?

Der Ansatz ist ja richtig, aber es sollte doch dem Arbeitgeber überlassen werden die Gesundheit seiner Mitarbeiter zu fördern. Eine "Belohnung" ist eh der falsche Ansatz, da ja nicht jeder kann, der will. Sinnvoller wäre sowieso den Radfahrenden den Alltag zu erleichtern. Eine radfreundliche Infrastruktur am Arbeitsplatz, die mir jeden Tag Zeit und Nerven spart ist mir mehr wert als ein freier Tag. Selbst für Pendler im Bereich von 5-25km wird das Radfahren durch E-Bikes und die Option eines Dienstrades interessant.

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fatherted98 28.08.2019, 15:07
5. habe mal...

....in einer Firma gearbeitet, da gab es 5 Urlaubstage mehr wenn man nicht rauchte....das war Klasse....dagegen ist ein Urlaubstag für ca. 220 Tage strampeln echt popelig.

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philos-arnhem 28.08.2019, 15:10
6.

Es gibt sicher Gründe und Probleme die diese Idee schwer durchführbar machen.
ABER lieber Spiegel, nicht der Abstand zur Wohnung. Pendler werden schon genügend bevorteilt. Sie bekommen eine Pendlerpauschale, zahlen niedrigere Mieten etc. Viele dieser Pendler könnten übrigens aufs Rad umsteigen, dank E-Bikes, machen es aus Bequemlichkeit aber nicht. Und es soll ja auch der Sinn dahinter sein, dass mehr Menschen aufs Rad umsteigen...
Mir ist schon bei vielen Themen und den dazugehörigen Diskussionen aufgefallen, dass häufig mit benachteiligten Gruppen argumentiert wird, wenn es um Steuerungspläne geht.
Beispiel CO2 Steuer: Aber die Reichen können sich das Fliegen dann doch noch leisten, das wäre unfair! Die Reichen können sich teureres Benzin problemlos leisten! Usw.
Klar, haben die Reichen da einen Vorteil, aber den werden sie immer haben (Ausnahme Reichensteuer). Da brauch man gar nichts mehr diskutieren. Und ist es nicht gerade der Ziel einer solchen Steuer, dass sich viele Leute bei diesem Thema etwas einschränken müssen? Weniger häufig in den Urlaub fliegen z.B.? Weniger Fleisch essen, weil es teurer wurde?
Wir müssen aufhören zu glauben, dass wir den einen großen Knopf finden den man einfach umlegen kann und der keinem Weh tut. Den gibt es nicht. Und es wird auch keine Reglung geben in der nicht manche gegenüber anderen bevorteilt sind...

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f_bauer 28.08.2019, 15:10
7. Und die Fußgänger

Warum immer Radfahrer, Radfahrer, Radfahrer? Ich verbrauche als Fußgänger auf der gleichen Strecke mehr Kalorien als ein Radfahrer und halte zu Fuß gehen nicht nur deshalb für noch gesünder. Zudem kann ich in Bus und U-Bahn umsteigen, ohne dort großen Platz in Anspruch zu nehmen, und ich bin auch der einzige Verkehrsteilnehmer, der automatisch rücksichtsvoll mit Schrittgeschwindigkeit unterwegs ist. Ja, das hört sich blöde an, aber wie viele Leute werden von Fußgängern angefahren, überfahren oder aus dem Weg gedrängt? Aber irgendwie interessieren sich Verkehrspolitiker nicht die Bohne für Fußgänger.

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daniel74 28.08.2019, 15:14
8. Jaaa wir radlen durch das Sooooommerloch, das Sooommerloch....

Muss man eigentlich jeden Blödsinn eines Hinterbänklers weiter verbreiten?
Ich fahre jeden Tag mit dem Fahrrad zur Arbeit und bin im Schnitt wahrscheinlich weniger krank dadurch als meine Kollegen. Dafür habe ich 3 Kinder, eine davon in der Kita. Da hat man immer die potentesten Keimmischungen zu hause. Das gleicht das dann vermutlich wieder ein bisschen aus.

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abasobaba 28.08.2019, 15:15
9. Falsches Belohnungssystem

Ich bin ehrlich - für einen Tag mehr Urlaub setze ich mich nicht täglich aufs Rad. Da hab ich eher die Überstunden für einen oder sogar mehr Gleittage zusammen, wenn ich mich ins Auto setze und die übrige Zeit arbeite, die ich sonst auf dem Rad verbracht hätte. Nicht jeder wohnt im bequemen 3km-Umkreis von der Arbeitsstelle. Zudem glaube ich nicht, dass Radfahrer generell weniger Fehlzeiten hätten, wenn die Masse wirklich aufs Rad steigen würde. Bei schlecht gewählter Kleidung erwarten einen Erkältungen, Blasenentzündungen oder mal ein Sonnenstich, ganz zu schweigen von den schweren Verletzungen, die man sich bei einem Radunfall schnell zuziehen kann. Nicht falsch verstehen: Ich befürworte den Umstieg aufs Rad oder ÖPNV, aber bitte mit vernünftigen Anreizen.

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