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Wirkung im Bewerbungsgespräch: Was glauben Sie eigentlich, wer ich bin?
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Wie wir im Bewerbungsgespräch rüberkommen, haben wir nur teilweise in der Hand. Psychologische Effekte und unbewusste Vorurteile verzerren das Bild. Ein Problem - aber es lässt sich lösen.

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ich2010 05.07.2016, 10:46
10.

Zitat von nickleby
Wer den Raum lächelnd betritt, gewinnt die Herzen. Den Verstand muss er / sie selbst mitbringen. Gepflegtes Äußeres, verbindliche Umgangsformen und absolute Sachkenntnis sind die besten Türöffner. Dazu gehören Humor, umfassende Allgemeinbildung, Schlagfertigkeit Hintergrundwissen über die Firma/Stadt/Region. Es muss deutlich werden, dass er/sie nicht kein kognitives Gerüst ist, sondern voller Leben und Leidenschaft.
wenn das wirklich so praktiziert würde hätten wir eine arbeitslosigkeit von 50%.

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gutes_essen 05.07.2016, 10:48
11.

Zitat von eulenspiegel1979
Eine Freundin von mir hat privat ein großes Selbstbewusstsein, ist sportlich, intelligent und auch im Job unglaublich effizient, fleißig und engagiert. Woher ich das weiß? Ich habe Sie damals eingestellt, als wir noch zusammen in einer anderen Firma arbeiteten. Sie findet aktuell keinen neuen Job, weil Sie in Bewerbungsgesprächen unglaubliches Lampenfieber hat und unsicher wirkt. Sie kassiert eine Absage nach der anderen. Wenn die Arbeitgeber wüssten, was denen an Power bei dem Mädel entgeht. Was rät man hier?
Schwierig. Je nach Branche würde ich es mal mit einer Videobewerbung versuchen.
Sodass sie dem potentiellen Chef nicht gegenüber sitzt sondern locker plaudern kann,was in ihr so steckt.
Geht natürlich nicht in allen Branchen.

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EaronnEaronn 05.07.2016, 10:54
12.

Zitat von nickleby
Wer den Raum lächelnd betritt, gewinnt die Herzen. Den Verstand muss er / sie selbst mitbringen. Gepflegtes Äußeres, verbindliche Umgangsformen und absolute Sachkenntnis sind die besten Türöffner. Dazu gehören Humor, umfassende Allgemeinbildung, Schlagfertigkeit Hintergrundwissen über die Firma/Stadt/Region. Es muss deutlich werden, dass er/sie nicht kein kognitives Gerüst ist, sondern voller Leben und Leidenschaft.
Da reizt es mich, mit Jane Austen zu antworten: und Sie kennen 6 solcher Menschen? Es wundert mich, dass Sie überhaupt welche kennen... ;)

Schlagfertigkeit finde ich weniger wichtig. Was schert es mich, ob mein Chirurg schlagfertig ist? Gut operieren soll er.
Und Hintergrundwissen über die Stadt/Region - naja, kommt auch auf den Job an, oder? Und von einem Bewerber zig Stunden Geschichtsstunden, Politik, Wirtschaft, Umwelt, Soziales (wie viel mehr soll's denn sein) zu verlangen, was soll das bringen?
Kenntnisse in Psychologie, Team-Dynamik und Menschenführung wären da m.E. wertvoller. Aber manche Firmen lassen sich ja gerne um den Bart gehen.

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C-Hochwald 05.07.2016, 10:54
13. Die 4 Seiten einer Nachricht

Glücklicherweise habe ich gerade einen neuen Arbeitsvertrag unterzeichnen dürfen. Man muß die Bewerbung als einen höchst komplexen Kommunikationsprozess begreifen, ob man will oder nicht. Wir Bewerber müssen für uns werben. Das gelingt nur, wenn wir uns in die Rolle des Stellenanbieters, und der Interviewer hinein versetzen können. Es fängt mit der Gestaltung der schriftlichen Stellenausschreibung an.
Gemäß des Nachrichtenquadrates von Prof. Friedemann Schulz von Thun enthält jede Form der Kommunikation:
- Sachangaben
- Appell
- Selbstkundgabe
- Beziehungskundgabe

Also, welche Sachinformationen erhalte ich von der Stellenbeschreibung? Welche Appelle beinhaltet das an den potentiellen Bewerber (was für ein Typ wird gesucht)? Was sagt die Ausschreibung über die Firma aus? Wie steht die Firma zu den Bewerbern? Extremfall -Roter Teppich wird ausgerollt versus Ihr seid Bittsteller und wir sind die Elite die sich einen Mitarbeiter aussucht.

So geht das im Interview weiter. Hier ist im Besonderen auf die "Nicht Fakten" Kommunikation zu achten. Betonungen, Blicke, Körperhaltungen, also die non-Verbale Kommunikation gilt es trotz innerem Stress wahrzunehmen und als Signal oder Hilfe für das eigene Verhalten zu nutzen. Hat man als Bewerber das Gefühl, auf wenig Zustimmung zu stoßen, sollte man versuchen, die eigene Wortwahl und nonverbale Kommunikation zu ändern, etwa so:
- war ich bis zum Zeitpunkt X im Interview eher zurückhaltend, so steige ich mal gezielt auf mehr extrovertiert und selbstbewußt um, um meine Wirkung zu testen. Kommunikationstrainings sind immer gut, um die eigenen Fähigkeiten diesbezüglich zweiter zu entwickeln. Es lohnt sich!

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eulenspiegel1979 05.07.2016, 10:57
14.

Zitat von gutes_essen
Schwierig. Je nach Branche würde ich es mal mit einer Videobewerbung versuchen. Sodass sie dem potentiellen Chef nicht gegenüber sitzt sondern locker plaudern kann,was in ihr so steckt. Geht natürlich nicht in allen Branchen.
Coole Idee, in dem Video kann ich ja dann meinen Namen tanzen oder eine Ich-bin-geil-Choreographie einfließen lassen :-)

Nein ernsthaft. An sich keine schlechte Idee, ist mir aber als Möglichkeit bisher in der Praxis noch nicht untergekommen.

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theobserver01 05.07.2016, 11:11
15. Aufhören, Schluss mit dem Unsinn

Ratschläge sind immer noch Schläge, ohne das jemand danach fragte. Desweiteren sollten sich praxisentfernte BWL wie Personalgören mal fragen in wie weit sie Arbeit verrichten, wenn sie nur heiße Luft ausstoßen. Ein Heißluftofen bäckt wenigstens noch etwas auf, aber deren geistiges Ejakulat nutzt niemandem, nur ihnen selbst, wenn der Dumme darauf hört.

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doctoronsen 05.07.2016, 11:17
16. Selbstherrlichkeit und Existenzberechtigung von Personalabteilungen

Das Unbewusste lässt sich nicht wegretuschieren. Eine unbewusste Voreingenommenheit ist zwar nicht fair, aber menschlich. Es kommt hier darauf an, wessen Urteil darunter leidet. Der Personaler, oder die/der Abteilungsleier/in des Fachbereiches, der neue Mitarbeiter sucht? Im ersten Fall ist der bias inakzeptabel, im zweiten ist er m.E. ein Faktor, um den Erfolg der/des Kandidaten in der Abteilung zu prognostizieren. Personalabteilungen sollten im gesamten Auswahlprozess idealerweise nur eine Beratungsfunktion gegenüber der betroffenen Fachabteilung einnehmen (dürfen). Stattdessen ist seit Jahrzehnten ein Hang zur Übergriffigkeit zu beobachten.

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pauleschnueter 05.07.2016, 11:19
17.

Ist bei mir ganz falsch.

Ich geh' dahin und seh' mir das an. Wenn mir die Personaler unsympathisch sind oder das Unternehmen flaschig wirkt, geh' ich woanders hin.

Aber ich bin auch ein Genie. Wehalb ich nur auf SpOn poste.

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mantrid 05.07.2016, 11:23
18. Affentheater

Wer es also schafft, eine schauspiielerische Leistung nach dem Geschmack des Personalers hinzulegen, der hat beste Chancen. Warum nicht gleich den Firmen-Astrologen oder Consulting-Seherin mit ihrer Glaskugel konsultieren? Das erinnert an die Zeiten, als handgeschriebene Lebensläufe erwünscht waren, weil Personaler aus der Handschrift den Charakter erkennen zu glaubten. Was für ein teuer bezahltes Affentheater!

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meinungsfreiheit4711 05.07.2016, 11:25
19. nur Einheitsbrei

Ein Unternehmen lebt von unterschiedlichen Charakteren. Die Tests führen zu einem Einheitsbrei, der vielen Unternehmen Probleme bereitet.

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