Forum: Karriere
Zehn Jahre nach dem Abi: Was ist bloß aus uns geworden?
privat

Eine wollte Hausfrau werden und ist nun Ärztin, die andere wollte so gern zur Uno und ist heute Mutter. Und ihre Schulfreundin lebt im Kloster. Abi 2003: Fünf Frauen aus Essen erzählen über ihre Berufsträume und was daraus wurde.

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chb_74 21.08.2013, 15:24
30. ??

Zitat von klarafall
Das mag schon sein, ich bezweifle allerdings, daß der gesamte Jahrgang Deutschlands auf diese eine Schule gegangen ist :-) Ist es zu viel verlangt, wenn man sich wünscht daß die Journalistin auch ausserhalb ihres Mädchenschulen-Freundeskreises recherchiert?
Mit dieser Haltung wird ein Journalist es Ihnen nie recht machen können, denn beim nächstenmal ist die Auswahl dann "zu bayerisch" oder "zu ostdeutsch" oder weiss-ich-was. Was ist also das Problem daran, wenn die Autorin eine mindestens regional bekannte Schule als Ankerpunkt genommen hat und dort eine Handvoll Ehemaliger aus einem Jahrgang damals und heute beleuchtet hat? Das Ergebnis fällt doch letztlich gleich aus, ob nun Mädchengymnasium in Essen oder Gesamtschule in sonstwo: die einen haben mehr erreicht als sie träumten, die anderen weniger, die nächsten anderes, und weitere machen genau das, was sie wollten. Letztlich ist das irgendwie auch banal, aber es sind eben nette "Human interest stories", wenn gerade im Sommerloch nicht viel Tiefschürfendes zu erzählen ist. ;-)
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ellereller 21.08.2013, 15:43
31. Haben Sie

Zitat von sanhe
Im Artikel ist wie so oft nur von Personen die Rede, die ein Studium abgeschlossen haben. Von Menschen mit betrieblicher Ausbildung ohne Studium wieder mal keine Rede. Der Mainstream in Deutschland scheint mehr und mehr in die Richtung zu gehen die da heißt: Ohne Studium bist du nicht angesehen bzw. out. Sehr bedenklich...
auch den vierten Abschnitt (Janina Redzovic) gelesen. Oder sind Sie mit der Lektüre dasselbe gemacht wie mit dem Studium: abgebrochen?

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Larnaveux 21.08.2013, 16:15
32.

Zitat von henrywotton
... ich bin immer wieder entsetzt, wenn junge, gut ausgebildete frauen sagen, dass sie "vom gehalt ihres mannes leben". lernt man im studium nicht, diverse zukunftsszenarien durchzuspielen? was ist, wenn der mann sie verlässt? kinder und ehe sind kein klebstoff. machmal weiß ich nicht, ob sowas ein fall von extremer naivität oder von übersteigertem ego ist. und dann mit vielleicht anfang 30, ohne jede berufserfahrung und alleinerziehend nochmal bei der uno landen ... ja, nee, is klar. aber solche frauen retten sich dann wahrscheinlich von einer versorgerehe in die nächste. und dafür dann soviel investition ins studium. schwach.
Sie sind entsetzt? Aha, gibt es nur einen Lebensentwurf in Ihrer Vorstellung? Zudem sollten Sie mal zwischen den Zeilen lesen, denn die junge Dame hat nichts anderes gesagt, dass sie, das Kind und ihr Mann vom Gehalt des Mannes leben können. Wer sagt Ihnen, dass sie keine diversen Zukunftsszenarien durchgespielt hat? Das ist doch vollkommen einseitig, was Sie schreiben.

Im Bericht steht eindeutig drin, dass die junge Dame sich nach sechs Jahren Fernbeziehung für ein Zusammenleben mit ihrem Freund (jetzt Ehemann) entschieden hat, und dafür ist sie nach London gegangen. Das ist eine ganz persönliche Entscheidung.

Des weiteren hat sie gesagt, dass sie sehr wohl versucht hat, dort beruflich Fuß zu fassen, es erweist sich aber als schwer.
Drittens hat sie gesagt, dass sie sich deshalb für den Kinderwunsch entschieden hat. Auch das ist eine ganz persönliche Entscheidung. Was fällt Ihnen ein, ohne die Dame zu kennen, sich darüber zu entsetzen? Weil die Gefahr besteht, dass die Ehepartner sich trennen können?
Sie denken über alternative Lebensszenarien nach? Nun, im Fall dieser jungen Dame könnte das bedeuten, dass sie irgendwo einen Job hat, die Fernbeziehung zu ihrem Freund aber in die Brüche gegangen ist. Solche Frauen (um mal bei Ihren eigenen Formulierungen zu bleiben, siehe Zitat) retten sich dann in ihren Job. Und dafür dann soviel Investition in eine persönliche Beziehung.

Ironie beiseite, was raten Sie dieser Frau? Mann aufgeben? Kind wegschmeißen? Könnte es auch in Ihr Weltbild passen, dass die Frau nicht nur unglücklich ist und durchaus auch weiterhin nach einem Job schauen wird, um endlich ins Berufsleben einsteigen zu können? Sicherlich nicht einfach, aber entsetzen brauchen Sie sich noch lange nicht.

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#Nachgedacht 21.08.2013, 16:16
33. Und die Männer?

Aha, freie Bildreporterin, da muss man wohl flach bleiben.

Schade das Thema hätte viel Potential auch in Hinblick auf das gesellschaftliche Miteinander.

Oberflächlicher als die Beschreibung in diesem Text kann man die Sache nicht angehen.
Bekommt dafür Geld? Von verdienen kann man ja nun wirklich nicht reden?

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fatherted98 21.08.2013, 16:24
34. Wenn man nach ....

Zitat von ellereller
auch den vierten Abschnitt (Janina Redzovic) gelesen. Oder sind Sie mit der Lektüre dasselbe gemacht wie mit dem Studium: abgebrochen?
....der Grammatik in Ihrer Pöbelei geht, dürfte es mit Ihrem Studium auch nicht weit her sein...wohl Germanist...lach!

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geroi.truda 21.08.2013, 16:25
35. *

Ich wollte seinerzeit Pornodarsteller werden, habe dann aber doch Jus und Volkswirtschaftslehre studiert, wurde zunächst Rechtsanwalt und bin dann in's Investmentbanking geraten - das ist besser als Porno...

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geroi.truda 21.08.2013, 16:29
36. *

Zitat von rumsi
junger,normaler Anwalt, der für 60 Stunden Arbeit in einer "Grosskanzlei" ca. € 3000.- brutto bekommt.
Da irren Sie sich aber gewaltig: Die Anfangsgrundgehälter (für angestellte Rechtsanwälte ("Associates") im 1. Berufsjahr) der "Großkanzleien" betragen sämtlich mindestens EUR 100k/Jahr (wozu es noch bis zu EUR 40k Bonus geben kann).

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spon-facebook-10000205257 21.08.2013, 17:46
37. Männer

gab es an dieser Schule wirklich nicht. Ich war selbst dort. Inzwischen ist es eine gemischte Schule, aber admals war es ein Mädchengymnasium

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klarafall 21.08.2013, 18:08
38.

Zitat von chb_74
Mit dieser Haltung wird ein Journalist es Ihnen nie recht machen können, denn beim nächstenmal ist die Auswahl dann "zu bayerisch" oder "zu ostdeutsch" oder weiss-ich-was.
Das ist offensichtlicher Quatsch. Ich habe ja geschrieben, wie ein Journalist es mir "recht machen" könnte: nämlich indem er nicht einfach die Hälfte der Bevölkerung ausblendet, als würde es sie nicht geben. Würden andersrum in einem Artikel nur Männer beschrieben, wäre der Aufschrei in unserer heutigen Gesellschaft gross...

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henrywotton 21.08.2013, 18:46
39. Getroffene Hündinnen bellen ...

Zitat von Larnaveux
Sie sind entsetzt? Aha, gibt es nur einen Lebensentwurf in Ihrer Vorstellung? Zudem sollten Sie mal zwischen den Zeilen lesen, denn die junge Dame hat nichts anderes gesagt, dass sie, das Kind und ihr Mann vom Gehalt des Mannes leben können. Wer sagt Ihnen, dass sie keine diversen Zukunftsszenarien durchgespielt hat? Das ist doch vollkommen einseitig, was Sie schreiben.
Aha. Würden Sie auch so für einen Mann in die Bresche springen, der sich von seiner Frau (oder seinem Mann) durchfüttern lässt, weil er halt leider sonst nichts auf die Reihe gekriegt hat, außer eines (wahrscheinlich ebenfalls nicht durch eigene Arbeitsleistung) finanzierten Studiums?
Mit Sicherheit nicht. Weil? ... Sexismus, ick hör Dir trapsen.

In Zeiten, wo Frauen mit einem Hauch von weniger Prinzesschenallüren exakt die gleichen Wege einschlagen könnten wie Männer, ist dieses Durchfütternlassen als Plan B, wenn sonst nichts klappt, doch einfach nur peinlich, und ich wüsste auch keine derartige Beziehung, wo der Mann nicht früher oder später fremdgeht, weil der Mutti-Mikrokosmos der "Partnerin" dann doch etwas langweilig ist.

Es sollten definitiv mehr Männer in den Versorgungs- und Zeugungsstreik treten, damit diese Anspruchshaltung plus Prinzesschenattitüde mal wegstirbt. Dann gäbe es auch mehr Frauen, die ich ernst nehmen kann.

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