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Zu Hause arbeiten: So sieht es bei unseren Lesern im Homeoffice aus
privat

Homeoffice, das gilt als Bestandteil der schönen neuen Arbeitswelt. Wir haben unsere Leser gefragt, ob das stimmt - und sie haben geantwortet.

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HuFu 15.10.2019, 22:02
1. Nun ja....

Bild 1-12 entsprechen IMHO nicht der ArbStättV nach § 3a und sollte durch den AG mal besichtigt werden ^^

§ 3a Einrichten und Betreiben von Arbeitsstätten
" Der Arbeitgeber hat dafür zu sorgen, dass Arbeitsstätten so eingerichtet und betrieben werden, dass Gefährdungen für die Sicherheit und die Gesundheit der Beschäftigten möglichst vermieden und verbleibende Gefährdungen möglichst gering gehalten werden. Beim Einrichten und Betreiben der Arbeitsstätten hat der Arbeitgeber die Maßnahmen nach § 3 Absatz 1 durchzuführen und dabei den Stand der Technik, Arbeitsmedizin und Hygiene, die ergonomischen Anforderungen ..."

Mein bescheidenes Beurteilen der "Arbeitsplätze" wie folgt:

Bild 1 - Entspricht mgl.weise nicht der ArbStättV
-> Tisch scheint zu klein
Bild 2 - okay
Bild 3 - okay
Bild 4 - Entspricht nicht der ArbStättV
Bild 5 - Entspricht mgl.weise nicht der ArbStättV
"Tisch" viel zu klein, direkte Sonneneinstrahlung
Bild 6 - ?
Bild 7 - Entspricht mgl.weise nicht der ArbStättV
Gang scheint zu eng / schmal
Bild 8 - ?
Bild 9 - Tageslicht ?
Bild 10 - Entspricht mgl.weise nicht der ArbStättV
spiegelnde, reflektierende Tische
Bild 11 - Tiere sind nicht Bestandteil ;)
Bild 12 - Entspricht mgl.weise nicht der ArbStättV
Wohnzimmertisch nebst Couch

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krautrockfreak 15.10.2019, 22:31
2. Homeoffice is zu 99% ein Nachteil für den AG, denn die Effektivität

ist mit Sicherheit bei den meisten Leuten geringer als in der Firma, wo es eine kollektive "Aufsicht" aus Chef und Kollegen gibt.

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c.ivis 16.10.2019, 23:38
3. Im Ernst?

@HuFu: ist das alles, was Ihnen dazu einfällt? Traurig. Erstens handelt es sich bei einigen der Home-Offices um solche von Freiberuflern, die zum Glück noch unabhängig von einer ArbStättVO ihre Arbeitsplätze einrichten dürfen. Zum Anderen dürfte auch an den Arbeitsplätzen der abhängig Beschäftigten das Arbeiten sehr angenehm möglich sein. Vielleicht sogar gerade WEIL dort zB direkte Sonneneinstrahlung herrscht. Im Grunde nur ein wunderbares Beispiel dafür, wie unsinnig eine ArbStättVO ist, die derartig enge Rahmenbedingungen für die Gestaltung von Arbeitsplätzen vorschreibt. Ich freue mich für alle, die, wie auch ich, die Freiheiten und Vorteile des Home-Office genießen können, egal, ob der Arbeitsplatz zu klein, zu sonnig oder zu dunkel ist. Wie heißt es so schön: First World Problems

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mikew33 16.10.2019, 23:50
4. Vor und Nachteile:

Habe 10 Jahre im Zuhause mein Büro gehabt um mich um die Kinder zu kümmern. Frau hatte dadurch die Möglichkeit zu Studieren (Rücken frei gehalten...:-)
Aber nun sind Kinder weg (Auszug), und ich hätte gerne wieder Kollegen um mich herum....ist leider nun dafür zu spät. Gehe dann halt in 2 Jahren in Rente. Konzentrierter konnte ich im Homeoffice arbeiten, aber mehr Spaß hatte ich in der Firma. Dort war ich aber auch in erster Linie wegen der netten Kollegen!

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schlimmo 16.10.2019, 00:01
5.

Ich hoffe, ich darf den ersten Beitrag als eine satirische Parodie deutscher Regelungsfreude, Vorschriftenmeierei und Paragraphenwut verstehen darf.
Ich finde Home Office prima, sollte meiner Meinung nach noch viel stärker durch die Regierung gefördert werden. Entlastet den Verkehr, wenn weniger pendeln (jetzt fördern wir aber erstmal lieber die, die besonders lange pendeln - macht Sinn, nech) und kann auch ein effizientes Arbeiten ermöglichen, gerade wenn sonst nur ein Platz in einem Großraumbüro zur Verfügung steht, wo nicht immer konzentriert an irgendwelchen Konzepten gearbeitet werden kann. Übertreiben sollte man es allerdings auch nicht von zuhause aus, in Maßen aber durchaus sinnvoll. Und gerade auch bei kleinen Kindern sicherlich ein Segen.

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Bakturs 16.10.2019, 07:21
6. Effektivität vs. Arbeitsstättenverordnung

Zitat von HuFu
Bild 1-12 entsprechen IMHO nicht der ArbStättV nach § 3a und sollte durch den AG mal besichtigt werden ^^ § 3a Einrichten und Betreiben von Arbeitsstätten " Der Arbeitgeber hat dafür zu sorgen, dass Arbeitsstätten so eingerichtet und betrieben werden, dass Gefährdungen für die Sicherheit und die Gesundheit der Beschäftigten möglichst vermieden und verbleibende Gefährdungen möglichst gering gehalten werden. Beim Einrichten und Betreiben der Arbeitsstätten hat der Arbeitgeber die Maßnahmen nach § 3 Absatz 1 durchzuführen und dabei den Stand der Technik, Arbeitsmedizin und Hygiene, die ergonomischen Anforderungen ..." Mein bescheidenes Beurteilen der "Arbeitsplätze" wie folgt: ...
Zum Glück hängt die Effektivität und der Erfolg nicht von der Schreibtischgröße und der Anordnung der Stifte auf eben diesen an.

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eunegin 16.10.2019, 07:22
7. Zusätzlich, ergänzend oder ersatzweise - Auslegungssache....

Einige recht nette Arbeitsplätze, wohl nicht immer arbeitsideal oder arbeitsrechtlich zulässig, aber trotzdem gehe ich lieber ins Büro und trenne die Welten. Mein Arbeitgeber (jetzt nach Privatwirtschaft der ach so tolle öffentliche Dienst, Bundesministerium) stellte mir kürzlich verschärftes mobiles Arbeiten anheim, was bei uns in der Praxis einem unechten Teleheimarbeitsplatz gleichkommt.
Heißt: volle Stunden plus Überstunden im Büro und zu Hause ZUSÄTZLICH ein Arbeitsplatz mit Laptop und Smartphone. Zitat: "Da können Sie ja täglich beim Frühstück schon loslegen und ich erwarte, dass Sie später am Abend und vor allem am Sonntag nochmal ein, zwei Stunden erreichbar sind und auch für den Folgetag vorbereiten, damit wir am Morgen keine Zeit verlieren. Die Kinder sind ja dann schon im Bett, oder?".
Noch Fragen?

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stabilobacter 16.10.2019, 08:21
8. Unkenntnis macht's möglich

verantwortlich für die Arbeitssicherheit sind in erster Linie die jeweils direkten Vorgesetzten.
An deren Kenntnisstand scheiden sich die Geister:
die unwissenden nehmen das Thema positiv und begeistert auf. All die anderen scheuen die Aufwendungen und Risiken der Homeoffice Lösung.
Bei den MA verläuft die Trennlinie an der Grenze zwischen jung und alt. Z.B
unter 25 führt fehlende Ergonomie kaum zu spürbaren Symptomen .
so ist die Begeisterung der uninformierten jungster zumindest verständlich.

Darüber hinaus bleibt oft unberücksicht, dass die Führung von Teams deren Mitglieder alle zu Hause arbeiten sicher anders und meist anstrengender ist als in Präsenz.

französische Kollegen frotzeln gern jene die im Homeoffice waren mit der Bemerkung:
"na, wieder Derrik geguckt?"
Dies als Hinweis auf das Thema Leistungskontrolle.....

Das Fehlen der sozialen Komponente bei einer Zusammenarbeit in Präsenz kann für beide Seiten nicht hoch genug eingeschätzt werden.
insbesondere da die Lebensarbeitszeit systematisch auf 70 Jahre zu läuft. ...
Für Marathon traniert man eben anders als für Kurzstrecke.

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lsblsb 16.10.2019, 08:31
9.

@krautrockfreak: Ich weiss nicht, wie sie zu dieser Annahme gelangen. Sind Sie einer dieser Vorgesetzten, die neidvoll auf die Flexibilität seiner Angestellten schaut oder nicht in der Lage ist Vertrauen zu seinen Mitarbeitern aufzubauen?
Oder sind sie einfach nur ein stinknormaler Angesteller, der nicht in der Lage ist, herlich und Gewissenhaft im Home Office zu arbeiten?
In jedem Fall ist Ihre Aussage völlig unqualifiziert.

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