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Zu Unrecht weniger Elterngeld: Diese Fehler sollten junge Mütter und Väter vermeiden
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Die Regeln beim Elterngeld sind so komplex, dass viele Mütter und Väter weniger Geld bekommen, als ihnen zusteht. Das merken Beratungsstellen immer wieder - und verraten die häufigsten Fehler junger Eltern.

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Eine Wahrheitssuchende 07.01.2019, 20:47
1. Einen hab ich noch

Weiterer Fehler: Bei Krankheit eines (älteren) Kindes in dem für die Berechnung des Elterngeldes maßgeblichen Zeitraum sich nicht selbst krankschreiben lassen. Denn das Einkommen aus „Kinderkrankengeld“ (Lohnersatzleistung der KK) wird 0,0 bei der Berechnung des Elterngeldes berücksichtigt. Also nicht nur, dass man während der Krankheit mit weniger Einkommen auskommen muss, dies wirkt sich dann noch auf die gesamte Dauer des Elterngeldbezugs aus. Schön (un)gerechtes System!

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MisterD 07.01.2019, 20:50
2. Einfach Steuerklasse wechseln...

sobald man ein Kind plant. Der Einkommensnachteil im laufenden Steuerjahr sollte für die meisten verkraftbar sein, das Geld gibt es ja Mitte des folgenden Jahrsmes wieder. Dieser Trick ist auch mit weitem Abstand der Effektivste, 2 bis 3.000 EUR sind locker drin, ohne jeden Nachteil. Bis ca. 2000 EUR Brutto zahlt man in STK3 überhaupt keine Lohnsteuer...

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muldvarp90 07.01.2019, 21:46
3. Noch ein vermeidbarer Fehler.

Ich habe vor Jahren Elterngeld beantragt und gar nichts bekommen. Mein Fehler war, dass ich 50% Teilzeit als Elternzeit für 2 Kalendermonate genommen aber nicht bedacht hatte, dass für das Elterngeld die Lebensmonate des Kindes zählen. Dumm, wenn das Kind Mitte des Monats geboren wurde. So kam ich dann auf knapp über 30h/Woche in den zwei LEBENSmonaten bei 21h/Woche in den zwei KALENDERmonaten. Keine Ahnung, ob das immer noch so gerechnet wird. Falls ja, dann sollte man das bei der Beantragung von Elternzeit auch besser beachten.

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dodgerone 07.01.2019, 21:46
4. Typisch Deutsch

Leider ein typisch deutsches Gesetz... anstatt es Eltern einfach zu machen, wird es alles schön kompliziert gemacht. Der Deutsche richtet dann brav seine Familienplanung brav danach aus. Nur Mist, wenn dann die Realität irgendwie nicht mitspielt (Trennung etc.... ) dann ist Schluss mit lustig.

Mir tun die Eltern die auf das maximale Elterngeld angewiesen sind leid. Wir können es uns zum Glück leisten zur Not auch von einem Gehalt zu leben... und mein Arbeitgeber is sehr flexibel. So bin ich den ganzen Monat nach der Geburt (wenns nach Plan läuft :)) Zuhause... Überstunden abbauen :)

Aber hier zeigt sich mal wieder wie unsere Politik Kinder fördert... widerlich!

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Kitingmarco 07.01.2019, 22:08
5.

Wer in die PKV wechseln möchte, der sollte dies erst nach der Elternzeit machen, da in der PKV in der Regel die vollen Beiträge während der Elternzeit weiterlaufen. Wenn man während der Elternzeit noch freiwillig versichert in der GKV bleibt, zahlt man in der Regel deutlich geringere Beiträge.

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rosenkatharina 07.01.2019, 22:17
6. Das Wichtigste fehlt leider...

Elterngeld wird unter Progressionsvorbehalt ausgezahlt, dass bedeutet, dass es bei der Steuererklärung angegeben werden muss und zu einer höheren Einkommenssteuer führt – in der Regel muss nachgezahlt werden. Und das nicht wenig! Also schön sparsam sein mit dem Geld, dass maximal 10 Monate ausgezahlt wird, denn der Mutterschutz wird natürlich abgezogen. Auch der verlängerte Mutterschutz bei Frühchen übrigens.

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themenace 07.01.2019, 22:31
7. Wie immer viel zu komplex

Das Elterngeld ist eine gute Sache, leider wie alle Formalien in Deutschland viel zu kompliziert. Es kann nicht sein, dass für Anträge externe Stellen notwendig sind. Das Ganze muss selbsterklärend sein und alle müssen gleich behandelt werden. Ich weiß nicht, wie viele Stunden ich schon mit irgendwelchen "Formularmonstern" gekämpft habe. Ich würde mir eine radikale Vereinfachung in vielen Bereichen wünschen, nur erleben werde ich das wahrscheinlich nicht mehr. Am amüsantesten ist es, wenn Ämter selbst nicht mehr weiter weiß. Das habe ich nicht nur einmal erlebt.

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hausfeen 07.01.2019, 23:04
8. Die Komplexität ist gewollt. Das spart ...

... viel Geld und bevorzugt Smarteltern. Gewollt.

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scheizui 07.01.2019, 23:06
9. Kostenfalle Partnerschaftsmonate

Wer vor der Elternzeit bereits reduziert gearbeitet hat (z.b. wegen Geschwisterkind) dann Elterngeld plus bezogen hat und im Anschluss noch Partnerschaftsmonate beantragt bekommt unter Umständen insgesamt weniger, weil diese wie Elterngeld plus berechnet werden und der Gehaltsunterschied zu vor der Elternzeit gering bis nicht vorhanden ist. (Bei uns waren es in Summe etwa 1600 Euro weniger.) Dadurch reduziert sich also der gesamte Anspruch bei den Elterngeld plus (mit Partnerschaftsmonaten) Monaten. Da kann man über die Aussage des Ministeriums "4 Monate weniger finanzielle Sorgen" nur lachen...

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