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Zufallserfindungen: Das ging schief - zum Glück
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Teflon oder Tesaband, Penicillin oder Vaseline - viele Erfindungen verdanken wir dem Zufall. Die Tüftler, die darauf stießen, waren auf der Suche nach etwas ganz anderem. Doch auch Pannen können die Welt verändern: Zehn berühmte Produkte und ihre Geschichten.

Euronymus 14.11.2013, 09:38
1. Lsd

Albert Hoffmann war 1943 auf der Suche nach einem Medikament gegen Kreislaufschwäche. Er holte die Substanz LSD-25, die er bereits 1938 synthetisiert aber nicht weiter beachtet hatte, aus dem Schrank und nahm versehentlich eine Dosis im Mikrogramm Bereich zu sich - die Entdeckung des stärksten bekannten Halluzinogens!

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irrsinn 14.11.2013, 09:43
2. optional

dieser artikel stimmt mich optimistisch
vieleicht hab ich ja etwas von einen erfinder in mir

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rentner2012 14.11.2013, 12:06
3. Mikrowelle

Sie sollten nicht verschweigen wie viele Soldaten qualvoll starben weil sie bei der Wartung der starken Radarstrahlung von Militärflugzeugen ausgesetzt waren und die Regierung sich immer wieder weigert hier Schadensersatzzahlungen zu leisten, wenn man bei Toten überhaupt von einem Schadensersatz reden kann

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DMenakker 15.11.2013, 12:24
4.

Bei Aspirin weiss man bis heute nicht, für was es alles gut ist.

Ich selbst bekomme demnächst ein Arzneimittel, welches auf Contergan basiert und jetzt als Krebslangzeittherapeutikum ziemliche Erfolge feiert. Ein weiteres Mittel, welches ich heute schon bekomme, wurde ursprünglich einmal als Lepra Medikament für Indien entwickelt. Durch die Kombination beider Mittel ist eine Krebsart, welche früher als therapierbar aber eben langfristig unheilbar galt, heute heilbar.

Zufälle gibt es genug, und ich bin - ehrlich gesagt - verdammt dankbar darüber.

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Gerdd 15.11.2013, 17:32
5. Erich Kästner:

Irrtümer haben ihren Wert,
jedoch nur hier und da.
Nicht jeder, der nach Indien fährt,
entdeckt Amerika.

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hjm 15.11.2013, 21:42
6.

Zitat von irrsinn
dieser artikel stimmt mich optimistisch vieleicht hab ich ja etwas von einen erfinder in mir
Mich stimmt er eher pessimistisch, weil das auch bedeutet, dass mit dem Auszug der Bastler und Techniker und dem Einzug der BWLer in die Chefetagen und der damit einhergehenden Einführung von Zielvereinbarungen und Controlling im Bereich Forschung und Entwicklung solche „Pannen” in Zukunft vermieden werden.

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hartmut_s 07.07.2014, 14:53
7.

Zitat von Euronymus
Albert Hoffmann war 1943 auf der Suche nach einem Medikament gegen Kreislaufschwäche. Er holte die Substanz LSD-25, die er bereits 1938 synthetisiert aber nicht weiter beachtet hatte, aus dem Schrank und nahm versehentlich eine Dosis im Mikrogramm Bereich zu sich - die Entdeckung des stärksten bekannten Halluzinogens!
Hofmann (mit nur einem "f") nahm das LSD nicht aus dem Schrank, sondern hat es erneut hergestellt (und dabei plötzlich Farben gesehen etc... am darauffolgenden Montag probierte er "vorsichtig" ein viertel Milligramm - was damals bzw. bis dahin als vorsichtig genug galt - und stellte fest, dass halb so viel immer noch mehr als genug gewesen wäre). Weitere interessante Zufallsentdeckungen aus dem Pharmabereich: Das erste Benzodiazepin (Librium, der Vorläufer von Nobrium und schließlich Valium) entstand durch einen Fehler bei der geplanten Sythese, lieferte aber gerade deshalb eine Substanz mit genau den gesuchten Eigenschaften. Auch Lithium zur Behandlung der manischen Phase bei dipolaren Störungen (manisch-depressive Psychose) verdankt seine Entdeckung einem Fehler bzw. Irrtum, da der australische Psychater John Cade fälschlich annahm, ein basischer Urin könnte etwas mit Psychosen zu tun haben und mit Lithiumcarbonat experimentierte - tatsächlich war aber nicht die Kohlensäure, sondern das Lithium für die festgestellte Wirkung verantwortlich.

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hartmut_s 07.07.2014, 15:03
8. Nicht ganz richtig

Zitat von rentner2012
Sie sollten nicht verschweigen wie viele Soldaten qualvoll starben weil sie bei der Wartung der starken Radarstrahlung von Militärflugzeugen ausgesetzt waren und die Regierung sich immer wieder weigert hier Schadensersatzzahlungen zu leisten, wenn man bei Toten überhaupt von einem Schadensersatz reden kann
Tatsächlich war es nicht die Radar-Strahlung, von Mikrowellen bekommt man keinen Krebs. Dieser resultierte vielmehr aus der Röntgenstrahlung (Bremsstrahlung) der damals verwendeten Röhren in den Verstärkern und betraf hauptsächlich die Techniker, die mit ihnen gearbeitet haben.

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