Forum: Karriere
Zuschläge für Überstunden: U-Bahn-Wärter verdient 235.000 Dollar
AP

Reinigungskräfte verdienen nie viel? Von wegen: Ein Stationswärter, der in San Francisco die U- und S-Bahnen sauber hält, kann sich über ein horrendes Gehalt freuen. Dafür machte er allerdings auch unglaubliche 2485 Überstunden.

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jalee 04.11.2016, 19:14
10. Harte Arbeit

Der Stundenlohn ist wirklich nicht schlecht, aber der Mann hat im Schnitt 83 Stunden pro Woche gearbeitet. Ob das System da vielleicht versagt, und eine weitere Stelle geschaffen werden sollte, mag sein. Überbezahlt ist er auf jeden Fall nicht. Wenn man im Endeffekt nur arbeitet und schläft, sollte auch was dabei herumkommen. Habe mal für ein paar Monate 55-60 Stunden jede Woche gearbeitet. Das wäre für mich auf Dauer nicht auszuhalten gewesen.

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ohminus 04.11.2016, 20:08
11. Bei einem derartigen Pensum über das Jahr...

...muss er sich nicht wundern, wenn er nächstes Jahr einen Schlaganfall bekommt. Ob er über 10 Jahre wirklich so gut dastehen wird, ist fraglich.

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sparrenburger 04.11.2016, 20:20
12. die Amis unter uns

Hier kssen doch recht viele mit die in den USA arbeiten/leben. Kanb da bitte jmd mal recherchieren ib der Std.lohn stimmen kann. Komme auf einen einfachen Durchschnitt von 65 Dollar. Wenn das stinmen würde gäbe es doch nicht die Probleme, dass sich normale Arbeiter ihren Wohnort in der Nähe des Arb.pl. nicht leisten können.

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wincel 05.11.2016, 02:01
13.

Das sind absurde 60 Dollar die Stunde. Und 53 Stunden die Woche sind nun nicht extrem viel.
Ich lebe auch in der Gegend und verdiene gut und bekomme als Akademiker in der Biotechbranche nur etwas mehr als Stundenlohn. Da es hier wenig Urlaub gibt (10-15 Tage) reisst es das also nicht heraus und selbst mit Rentenvorsorge wird das nicht massiv anders.
Im Gegenzug BART: Die Zuege sind uralt und dreckig, die Schienen in lausigem Zustand und die Preise fuer Tickets deutlich zu hoch. Irgendwas stimmt da nicht ...

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wincel 05.11.2016, 02:18
14.

Zitat von sparrenburger
Hier kssen doch recht viele mit die in den USA arbeiten/leben. Kanb da bitte jmd mal recherchieren ib der Std.lohn stimmen kann. Komme auf einen einfachen Durchschnitt von 65 Dollar. Wenn das stinmen würde gäbe es doch nicht die Probleme, dass sich normale Arbeiter ihren Wohnort in der Nähe des Arb.pl. nicht leisten können.
Laesst sich einfach nachrechnen, hier im Silicon Valley und SF gehen ca. 33% des Bruttogehalt fuer Steuern und Sozialabschlaege drauf. Krankenversicherung uebernimmt wohl die BART. 2-Zimmerwohnung kostet kalt zwischen 3000 und 5000 Dollar je nach dem wo man wohnt (keine Luxusvarianten, 70-90 qm). Warm meistens noch mal 150-200 Dollar.
Lebensmittelpreise sind ca. doppelt so hoch wie in Deutschland. Internet kostet ca. $60 im Monat, Telefon/Handy auch noch mal.
Sagen wir mal jemand hat also eine 3150 Dollar/Monat Wohnung, $120 im Monat fuer Telefon und Internet und $500 Lebensmittel. D.h. etwas unter $3900 im Monat Grundlebenshaltungskosten.
Dann muesste er brutto fast $5100 monatlich verdienen, macht jaehrlich $60.840.
Da sind keine Autokosten, Freizeit, Kleidung, Kinder, Rentenvorsorge oder sonstwas dabei.

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global48 05.11.2016, 03:21
15. Hat er wirklich ...

... so viele Überstunden abgeleistet? Wenn ja, dann hat er zwei anderen den Arbeitsplatz weggenommen. Und sind derart lange Areitszeiten erlaubt? - Redakteure, das müßt ihr bitte klären, wenn ihr solche Artikel schreibt, sonst seid ihr nur 3 Dollar die Stunde wert, und bei 20 Arbeitsstunden pro Tag und 360 Tagen im Jahr kommt ihr auch auf ein gutes Einkommen.

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hmoik 05.11.2016, 05:09
16. yes, das ist realistisch

Ich lebe seit 2008 teilweise in der Bay Area.
Wer zur Bezahlung alles über alle MA genau wissen will: http://blog.vctr.me/bart - die Gehälter aller öffentlichen Unternehmen werden publiziert. Mit allen Zulagen wie z.b. Base, Overtime, 401K, Medical, Dental, Vision, Pension, etc. ist das drin. Der Mann ist Mitglied einer Union (Gewerkschaft), das bedeutet was in Kalifornien und Überstunden/Wochenende werden sehr gut bezahlt. In der Bay Area kommen durch die horrenden Lebenshaltungskosten (1-Zimmer-Wohnung: $2.000 kalt mtl.) häufig auch nochmal Zusatzzahlungen hinzu, einige Einrichtungen wie die Feuerwehr versuchen, durch das Angebot vergünstigter Wohnungen, ihre MA zu halten. ...soweit. Und an einige Schlaumeier hier: doch, der Mann hat garantiert eine Krankenversicherung (medical, dental, vision) und Rentenversicherung (401K) und erhält mit großer Wahrscheinlichkeit Zuschläge zu einer privaten RV (Empl. Contr. to Pension). Eine einfache Google Recherche hilft manchmal, den Bla-Bla-Faktor deutlich zu reduzieren.
Einen MA, der bei mir 2.000+ Überstunden macht, hätte ich allerdings mal zu einem Mitarbeiter-Gespräch eingeladen, um ein paar Dinge gerade zu ziehen...

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thequickeningishappening 05.11.2016, 06:14
17. Fairerweise muesste man

die Adresse des Unternehmens angeben damit sich Interessenten fuer die Stelle bewerben koennen.

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Kerze der Freiheit 05.11.2016, 07:35
18.

Es kommt natürlich darauf an, was er so genau macht, und wie lange er pendeln muss. Aber als Student hatte ich in den ersten Semestern auch meine 80 Stunden Woche, einmal sogar drei Monate lang etwa 100 Stunden. Und beim Bund in der Grundausbildung waren es vier mal 18 Stunden + 1 mal 8 Stunden ist gleich 80 Stunden. Leider alles entweder sogar mit negativem Gehalt (Studium) oder lächerlich geringem Gehalt (Bund) bezahlt (irgendwer muss ja die hohen Politiker- und Lehrergehälter finanzieren). Aber in Bezug auf den hier geschilderten Mann hoffe ich, dass er sich bei soviel Arbeit schon was Schönes leisten kann.

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cerberus99 05.11.2016, 12:39
19. ja und?

Meine weitaus bessere Hälfte arbeitet in der Altenpflege. Unter 240 Stunden/Monat kommt sie nicht davon. Praktisch macht sie 2 Jobs. Das Gehalt bekommt sie einmal.
Überstunden werden (theoretisch) durch Freizeit ausgeglichen. Das klappt indes nie.
Deutschland - Wunderland.

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