Forum: Karriere
Zwischenruf: "Die Trennung von Arbeit und Leben ist Bullshit"
Marcello Hernandez

Der Job macht krank und hindert uns an der Selbstentfaltung, erst mit der Freizeit beginnt die Freiheit? Völlig falsch, sagt Gastautor . Der Philosoph will kein Gejammer über die Zumutungen der Berufswelt mehr hören - und träumt von einer Revolution der Arbeit.

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nsa 23.12.2013, 09:19
1.

Zitat von sysop
Statt auf die fragwürdige "Frauenquote" zu pochen, sollte sich der Feminismus lieber an die Spitze des Kampfes für gute Arbeit stellen.
Na aber das tut er doch sehr erfoglreich. Ich finde eine Position als Aufsichtsrat jedenfalls nicht schlecht.

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energieinfo 23.12.2013, 09:30
2. Guter Artikel!

Was ich oft gehört habe: "Du lebst, um zu arbeiten - ich arbeite, um zu leben!" Vorgetragen mit vorwurfsvoller Mine.

Letztens habe ich entgegnet "Ich arbeite, um zu leben - ich lebe, um zu arbeiten. Arbeit ist Teil meines Lebens. Das war schon vor 30000 Jahren so". Reaktion: Teils Unverständnis, teils ein nachdenkliches "ja, kann ich verstehen".

Der Titel von Vaseks Artikel bringt es auf den Punkt: Die (zwanghafte) Trennung von Leben und Arbeit ist (wirklich) Bullshit!

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!!!Fovea!!! 23.12.2013, 09:34
3.

Zitat von sysop
Der Job macht krank und hindert uns an der Selbstentfaltung, erst mit der Freizeit beginnt die Freiheit? Völlig falsch, sagt Gastautor Thomas Vašek. Der Philosoph will kein Gejammer über die Zumutungen der Berufswelt mehr hören - und träumt von einer Revolution der Arbeit.
...und, was sollte Dir der Artikel nun sagen?

Such Dir einen Job, der Dir möglichst Spaß und gut bezahlt ist, dann fühlst Du Dich wohl..., mehr nicht.

Über Probleme bei der Jobsuche und Probleme, die sich am Arbeitsplatz ergeben mal ganz davon abgesehen.

Dafür einen Artikel im SPON zu opfern, habe echt schon besseres SPON gelesen. Kann ich auch so einen Job beim SPON bekommen, ein minimales Thema mit ca. 50 Sätzen durchzukauen und einen Haufen Geld dafür zu bekommen?

Klar, so eine Arbeit macht Spaß. Fragt sich nur, ob der intellektuelle Närwert des Artikels so immens ist, dass es Wert ist, diesen online zu stellen.

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cosmoxx 23.12.2013, 09:34
4. So ist es!

Endlich spricht es mal jemand aus.
Ich selbst liebe meinen Beruf und meine Arbeit. Jedesmal wenn ich das laut sage, werde ich mit ganz grossen Augen angesehen, als wenn ich was ganz schlimmes gesagt habe. Work life balance hab ich schon immer für Blödsinn gehalten. Ich bin einer der lebt um zu arbeiten. Nicht umgekehrt, wie es anscheinend wohl "richtig" ist. Wer also seine Arbeit verflucht und morgens schon an den Feierabend denkt oder ab Montag schon die Resttage der Woche zählt, der suche sich doch einfach den Job, der zu ihn passt.

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tom2000 23.12.2013, 09:46
5. Ein Philosoph und Arbeit

Sehr geehrter Herr Philosoph,

es kann sich nicht jeder etwas in seiner Traumwelt zusammenspinnen und damit Geld verdienen - das ist Philosophen vorbehalten. Die Realität sieht leider anders aus. Der Druck auf Angestellte wird immer größer, ob Sie das nun verleugnen oder nicht. Es gibt auch keinen idealen Job, bei dem man sich pudelwohl fühlt und man nur Dinge machen kann, die Spaß machen. Das klappt höchstens, wenn man finanziell ausgesorg hat.

Aber mit Leuten, die sich das erträumen, machen Sie Ihr Geschäft. Und wenn es dann nicht klappt - was äußerts wahrscheinlich ist - sind diese armen Menschen noch schlechter dran als vorher.

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rz231 23.12.2013, 09:46
6. So kann man...

...natürlich toll reden wenn man einen Beruf hat der auch Berufung ist, wenn man sich mit und über den Job identifiziert. Trifft sicher für viele zu (und da nehme ich mich nicht aus) - aber die Realitiät vieler anderer Arbeitnehmer sieht leider anders aus.

Geben Sie solche "Klugscheisserei" doch mal an die von von Lohndumping gebeutelten Kollegen weiter - was werden die wohl sagen?

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remide.v. 23.12.2013, 09:50
7. Ein neuer Luther?

Man möchte dem Autoren ja erstmal zustimmen. Beruf als Berufung? Klingt doch gut.

Eine den Menschen bestimmende Beschäftigung wirkt sinnvoll. (Vgl. auch http://www.remid.de/blog/2011/08/rel...ion-und-ethik/).

Der schlechte Job, der hier als Negativfolie im Artikel fungiert, wird mit den Automaten wegdefiniert. Doch ist das wesentliche des schlechten Jobs nicht eher das Abhängigkeitsverhältnis des Arbeitnehmers?

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peter_freiburg 23.12.2013, 09:52
8. job suchen

Zitat von cosmoxx
Endlich spricht es mal jemand aus. Ich selbst liebe meinen Beruf und meine Arbeit. Jedesmal wenn ich das laut sage, werde ich mit ganz grossen Augen angesehen, als wenn ich was ganz schlimmes gesagt habe. Work life balance hab ich schon immer für Blödsinn gehalten. Ich bin einer der lebt um zu arbeiten. Nicht umgekehrt, wie es anscheinend wohl "richtig" ist. Wer also seine Arbeit verflucht und morgens schon an den Feierabend denkt oder ab Montag schon die Resttage der Woche zählt, der suche sich doch einfach den Job, der zu ihn passt.
Es freut mich für sie, ehrlich. Aber sie haben auch sehr viel Glück. Es gibt Millionen von Menschen, die sich nicht einfach einen Job suchen können, der ihnen Spaß macht.

Es gibt sicher Menschen, die mit Fließbandarbeit, Putzen oder ähnlichem einen Heidenspaß haben, aber ich denke wir reden nicht von der Mehrzahl. Und sich als Putzkraft mal eben einen anderen Job zu suchen, der Spaß macht, ist nicht sehr einfach.

Man kann vielleicht ein wenig an seiner Einstellung arbeiten, aber auch das sagt sich leichter als es ist.

Mir selbst macht meine Arbeit oft Spaß, aber ich weiß, dass das ein Privileg ist.

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inx_1 23.12.2013, 09:56
9. Nun

Arbeit im originären Sinne braucht kein Mensch (und demnächst tatsächlich nicht mehr wenn die Roboterwelle auch bei uns einsetzt).

Beschäftigung lautet das Gebot der Stunde. Jeder soll machen wozu er/sie eine Leidenschaft hat - ohne auf die althergebrachte Entlohnung angewiesen zu sein. Das würde uns echt weiterbringen.

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